Knock!

Feste Kugelgelenke lockern

Knock!

# 15 | 11.07.2014 | KIK

Kugelgelenke, die über Jahre oder Jahrzehnte nicht demontiert wurden, sitzen meist fest. Sehr fest. Ein simpler Schlag mit dem Hammer sorgt für Lösung.

So ein Kugelgelenk ist an sich eine ganz feine Sache und macht Bewegung an Querlenkern oder Spurstangen überhaupt erst möglich. Die Nachteile werden offenbar, wenn so eine Spurstange, der Querlenker oder das Gelenk selbst mal raus muss.
 
Die kleinen Biester sitzen mit einem schlanken Kegel in einer Kegelbohrung und sind in aller Regel mit einer Stoppmutter gesichert. Hat man diese Mutter runter, rührt sich meist gar nichts: das Gelenk zeigt sich unbeweglich und verharrt in seinem Sitz. Für diesen Fall hält die Werkzeugindustrie so genannten "Kugelgelenkabrücker" bereit, die wie eine kleine Zange mit enormem Hebel das Gelenk aus seinem Sitz heben. Hat man so ein Spezialwerkzeug nicht in der Schublade, tut es meist auch ein Zweiarmabzieher mit scharf geschliffenen Haken.
 
Die allereinfachste Methode ist aber der Einsatz von dosierter Gewalt. Als machiavellistisch gesinnter Schrauber lässt sich ein renitenter Sitz nämlich mit einem gezielten und nachdrücklichen Hammerschlag auf den Sitz des Kegels lösen. Wohlgemerkt: nicht auf das Gewinde, den Kugelkopf oder die eigenen Flossen. Nur und nur auf das Schmiedeteil, in dem der Lurch hockt und nicht heraus will. Der Hammer sollte dabei nicht zu leicht sein und erschüttert dann allen Rost und Gammel in seinen Grundfesten, so dass Caramba, Wärme und eine Schublade voller Abzieher überflüssig sind.
 
Geht immer noch nicht? Abzieher ansetzen, ein paar Tonnen Druck aufbauen dann auf das Schmiedeteil hauen.