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Kugelgelenke mit einem Hammerschlag lösen

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Kegelsitz ohne Hilfswerkzeug lösen

Knock!

12.08.2007 | Verfasser: N.N. | Kommentare: 12

Kugelgelenke, die über Jahre oder Jahrzehnte nicht demontiert wurden, sitzen meist fest. Sehr fest. Ein simpler Schlag mit dem Hammer sorgt für Lösung.

So ein Kugelgelenk ist an sich eine ganz feine Sache und macht Bewegung an Querlenkern oder Spurstangen überhaupt erst möglich. Die Nachteile werden offenbar, wenn so eine Spurstange, der Querlenker oder das Gelenk selbst mal raus muss.

Die kleinen Biester sitzen mit einem schlanken Kegel in Kegelbohrung und sind in aller Regel mit einer Stoppmutter gesichert. Hat man diese Mutter runter, rührt sich meist gar nichts: das Gelenk zeigt sich unbeweglich und verharrt in seinem Sitz. Für diesen Fall hält die Werkzeugindustrie so genannten "Kugelgelenkabrücker" bereit, die wie eine kleine Zange mit enormem Hebel das Gelenk aus seinem Sitz heben. Hat man so ein Spezialwerkzeug nicht in der Schublade, tut es meist auch ein Zweiarmabzieher mit scharf geschliffenen Haken.

Die allereinfachste Methode ist aber der Einsatz von dosierter Gewalt. Als machiavellistisch gesinnter Schrauber lässt sich ein renitenter Sitz nämlich mit einem gezielten und nachdrücklichen Hammerschlag auf den Sitz des Kegels lösen. Wohlgemerkt: nicht auf das Gewinde, den Kugelkopf oder die eigenen Flossen. Nur und nur auf das Schmiedeteil, in dem der Lurch hockt und nicht heraus will.

Der Hammer sollte dabei nicht zu leicht sein und erschüttert dann allen Rost und Gammel in seinen Grundfesten, so dass Caramba, Wärme und eine Schublade voller Abzieher überflüssig sind. Ein Tipp von Alexander: danke dafür!

Kommentare Top

13.08.2007 | Chris

Als Ergänzung Vor dem Hammerschlag sollte mit einem zweiten Hammer (etwas schwerer Hammer) geegengehalten werden, um eventuellen Schäden vorzubeugen

18.08.2007 | NorthWalker

Der Hammer sollte schon etwas grösser sein als der auf dem Bild gezeigte, und wie Chris schon schrieb, mit einem zweiten grösseren Hammer von hinten gegenhalten (nicht mit der Hammerbahn sondern den Hammerkopf seitlich gegendrücken). Ganz wichtig: Nie so wie auf dem Bild gezeigt machen, da ist die Verletzungsgefahr vorprogrammiert, sondern die Mutter vorher wieder ein paar Gewindegänge aufschrauben! Die Kraft und Geschwindigkeit mit der ein auf diese Art gelöstes Kugelgelenk aus dem Sitz springt kann enorm sein!!

23.08.2007 | Dieter P.

Allein schon aus Gründen der Arbeitserleichterung sollte die Mutter aufgeschraubt werden. Denn geht der Hammerschlag dann doch mal daneben, so trifft er die Mutter und nicht das empfindliche Gewinde, welches dann erst mit der Gewindefeile o.ä. nachgearbeitet werden muß ;-)

03.09.2007 | ich

In der Praxis werden Hammerschläger mit den Ausdrückern kombiniert. Es geht um Zeit und Geld. So ein Ausdrücker kostet nicht die Welt und sollte gekauft werden! Alles andere ist Geiz!

18.09.2007 | bluematiz

Nanu, was ist denn hier los??? Ein Farbfoto?? Für mich gehörte es bisher zum (liebgewordenen) Image von autoschrauber.de, daß die Fotos schwarz-weiß sind. Schließlich sieht man darauf auch alles Wissenswerte.

Tja - das liebgewordene haben wir auch weiterhin lieb. Dieses Bild stammt allerdings nicht von uns, sondern von Alexander aus Bremen. Und es war bunt. Ich habe es einfach so gelassen....

Die Zukunft ist jedenfalls weiter schwarz/weiss. ;-) JEM

05.11.2007 | Silver Wolf

Wenn man ,nachdem die Mutter ein paar Gewindegänge aufgedreht wurde, den Kopf unter Druck setzt (z.B. Kl. Hydraulikheber) und dann mit dem Hammer schlägt, flutschts besser

21.11.2007 | schrotti

selbst bei sehr großen kugelgelenken, wie sie in großtraktoren zum einsatz kommen, reicht meist ein ordentlicher hammer, eine brechstange für mehr druck und ein fester gezielter schlag völlig aus.

03.01.2009 | Marsupilami

Habe das bei meinem Auto machen müssen, aber nach 15 Jahren hat sich da mit keinem Hammer noch was gerührt! Selbst der Abzieher alleine konnte da nix mehr machen. Aber eine heisse Flamme wirkt oft Wunder :)

07.01.2009 | martinito

Für die Montage haben wir ein anderes Problem: Das Schräuble dreht sich gerne mit wenn die Mutter drauf soll. Hier hilft Loctitte (oder jede andere Schraubensicherung) Ist sie gut verteilt flutscht die Mutter auf das Gewinde, das es eine helle Freude ist. Festhebeln des Kopfes gegen die Karosserie sollte man schon um es dem Gewindestück einfacher zu machen, nicht mitzudrehen. Und wenn nicht? Der Kopf dreht mit der Abend ist versaut. Der Wagen (womöglich noch der der Frau/ Lebensabschnittsgefährtinn) muss morgens wieder zur Arbeit rollen, man hat aber keinen Spurstangenkopf mehr auf Lager. Grand Malheur wie der klagende Franzose von einem O lala geplagt von sich gibt. Ein paar Körner Schläge auf den Konus verteilt helfen da weiter. Sie sorgen dafür dass sich der drehbare Teil festbeißt. Zugegebenermaßen Notfallhilfe, da ein neuer Spurstangenkopf nicht die Welt kostet, aber er rettet den Tag.

09.06.2009 | Chirsi

warum willst du das gewinde schützen wenn sowieso nen neuer kugelkopf reinkommt? ich mein is ja vorbildlich aber zwecklos....sehr guter beitrag mal so nebenbei! :)

09.06.2009 | Chrisi

ach verdammt ich hab grad geschlafen tut mir leid..ist selbstverständlich richtig da ne mutter rauf zu drehen...hier gehts garnich darum den kopf auszuwechseln^^ tschuldigung

22.10.2009 | Bernward Bruns

Besser als den Konus zu malträtieren scheint mir folgendes Verfahren: Man dreht die Mutter ein Paar Gänge auf, vor dem selbstsichernden Kunststoffring geht dies meist sehr leicht und legt einen flachen Ringschlüssel unter den Mutternkopf. So wird der Konus bereits fest eingezogen, bevor der absichtlich schwergängige Teil der Mutter kommt. Dann kann man problemlos die Muttersamt zwischengelegtem Schlüssel wieder entfernen und die Mutter erneut und ohne Problem aufschrauben, der Konus hält bombenfest, wenn einmal ordentlich eingezogen.

Clever! JEM

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