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Autoradioeinbau VW-Gruppe |
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1. VW und die Autoradios Top |
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Welcher VW-Fahrer (Audi, Skoda, Seat, VW) kennt das Problem nicht. Da gibt das originale (und völlig überteuerte) Alpha-Radio seinen Geist auf und es muss ein neues her. VW-Radios sind natürlich völlig überteuert und zudem auch noch sparsam ausgestattet. Also kauft Mann oder auch Frau eine anständiges Radio, sei es von JVC, Sony, Kenwood oder Blaupunkt...
Das edle Stück eingebaut, funktioniert alles hervorragend – denkste. Am nächsten morgen reibt man sich verschlafen die Augen, steht auf und will in die Arbeit fahren. Dann fängt der Tag schon bescheiden an: Das Radio weiß die tags zuvor eingespeicherten Sender nicht mehr und alle mühevollen Einstellungen waren für den Allerwertesten. Gut, denkt man – so vergess´ ich wenigstens nicht, wie man das einstellt, tägliche Übung ist gut, um sich Dinge schnell zu merken. Aber wer hat schon Lust jeden Tag eine halbe Stunde früher aufzustehen um das Radio einzustellen??
Hier die Lösung:
Bei VW arbeiten schlaue Leute und die wollen es dem Endverbraucher natürlich schwerstmöglich machen ein „billiges“, aber sehr gutes Radio einzubauen. VW verdient einfach nicht schlecht an den 499 Euro-Radios, die noch nicht mal MP3-fähig sind. Es ist aber gar nicht so schwer, den Anschluss des Autos umzubasteln.
Zur Theorie:
VW hat den Schaltplus mit dem Dauerplus vertauscht.
Auf dieser kleinen Zeichnung sieht man den genormten ISO-Anschluss (den die meisten Radios ab Werk haben). Bei VW ist Pin 4 und Pin 7 im Stromanschluss vertauscht.
Klar denkt man jetzt - "da nehme ich nen Seitenschneider und ne Lüsterklemme und dann wird das schon...“. Das ist aber nur Gemurkse. Zum einen verjüngt man den Leiterquerschnitt (das Dauerplus ist aus gutem Grund dicker) und zum anderen sieht es bescheiden aus und so viel Platz hat man meist auch nicht, um recht viele Lüsterklemmen hinters Radio zu verstecken. Ganz zu schweigen von den Problemen mit der Versicherung, wenn die Kiste aus welchem Grund auch immer abfackelt.
Also basteln wir uns ein kleines Werkzeug. Im Fachhandel für ca. 50 Euros zu haben - in 20 Minuten für den geübten Bastler selbst gebaut, Materialkosten kleiner 50 Cent. |
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2. Das Werkzeug Top |
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Zutaten:
1x Rundholz; 11mm im Durchmesser, ca. 40 mm lang
2x Blechstreifen (am besten Federstahl); 1 mm stark, 1,6 - 1,8 mm breit, ca. 35 mm lang
Die Blechstreifen werden (wie auf dem Bild zu sehen) etwas abgewinkelt (ca. 8 mm nach der Spitze). In das Rundholz werden auf der Stirnseite zwei Löcher gebohrt (Lochabstand: 3,5 mm). Diese sollten so klein gewählt werden, dass sich die Blechstreifen streng dort einpassen lassen. Die Spitzen der Blechstreifen werden leicht abgerundet und außen und innen leicht angeschrägt (feilen).
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3. Stecker benutzen Top |
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So benutzt man das neue Werkzeug dann:
Um den jeweiligen Steckereinsatz zu entriegeln, steckt man von vorne (gelbe Pfeile) das Werkzeug ein. Man muss am Anfang etwas mit dem Biege-Winkel der Blechstreifen experimentieren.
Bevor man das Werkzeug zum Entriegeln ansetzt, sollte man das Kabel zum Stecker hindrücken, damit die Entriegelungszungen sich nicht verklemmen können und frei sind. Dann steckt man das Werkzeug ein und wenn man dann spürt, dass es entriegelt ist zieht man das Kabel mit dem Einsatz heraus.
Eventuell die Verriegelungszungen am Steckereinsatz nachbiegen und dann ins richtige Loch im Stecker stecken.
Bei VW vertauscht man jetzt auf diese Art und Weise Pin 4 mit Pin 7.
Vorsicht: Bei manchen Autos (z.B. Suzuki) geht das OHNE Werkzeug. Da ist dann ein Kunststoffstreifen im Stecker drin, den man an der Stirnseite herauszieht und dann sind ALLE Steckereinsätze entriegelt (aufpassen, dass die nicht alle rausfallen und sich mischen).
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4. Der Radioempfang Top |
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Und nun zum Radioempfang. Manch einer wird feststellen, dass der Empfang mit dem neuen Radio ziemlich mies ist. Bei manchen (welcher das ist, merkt man am Empfang) VW’s wurde ein Antennenfuß mit eingebautem FM-Verstärker verbaut. Dieser bekommt seinen Strom direkt vom Werksradio übers Koaxialkabel. Man nennt diese Art der Stromversorgung „Phantomspeisung“. Es gibt zwei Möglichkeiten, das Problem zu beheben:
Entweder einen fertigen Adapter für die Antennenphantomspeisung kaufen (gibt’s ab ca. 10 Euros im Fachhandel). Oder man bastelt sich selbst etwas.
Der Kondensator verhindert, dass der Strom der Phantomspeisung in den Antenneneingang des Radios „zurückfließt“ (Kondensator sperrt Gleichstrom). Die Spule lässt nur den Gleichstrom hindurch. Die Werte sind ziemlich unkritisch und können ausprobiert werden. Als Kondensator kann man 10 nF probieren, die Spule etwa 1 mH. Die Spule sollte mit dem Strom für den Antennenverstärker zurechtkommen, dieser braucht jedoch nur sehr wenig Strom. |
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23.10.2006 | gerry sangel |
SUPER ! ! !
Wieder einmal ein Artikel, der echt Geldsparen hilft. - Halt wie immer: GEWUSST WO ( und WIE ).
Ich wollte mal zusätzlich einen CD-Spieler in meinen Polo von VW nachkaufen - bei den Preisen fällt einem aber der Sack ab - so habe ich es leider sein lassen müssen.
www.gerry-sangel.ch |
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15.12.2006 | Sebastian |
Hier wird beschrieben das es bei VW/Audi die Besonderheit gibt das Pin 4 und 7 vertauscht sind, zusätzlich gibt es aber noch eine weitere Gemeinheit die dem Leser dringend mitgeteilt werden sollte.
Pin 3 des Steckers III (schwarz/unten) ist für die Eigendiagnose (OBD) zuständig, er ist allerdings auch mit allen anderen Steuergeräten verbunden die K-Leitung (Eigendiagnose/OBD) ist sternförmig vernetzt. Viele Fremdradios legen nun 12V auf diesen Pin und damit ist die Diagnose zu den einzelnen Steuergeräten gestört.
Die Folgen können stark variieren, von absolut keinen Auswirkungen bis hin zu Fehlfunktionen in der Zentralverriegelung (einige Komfortsteuergeräte haben sich als empfindlich erwiesen) ist alles dabei. Der aber wohl kritischste Punkt ist, das von diesem Einbau an keine Diagnose mehr möglich ist und schlimmer noch, insbesondere ältere Diagnosegeräte sind dagegen nicht abgesichert (z.B. die alten VAG-1551/1552 Tester von VW/Audi), danach sind sie nur noch Elektronikschrott. Des Weiteren läuft die Diagnose welche während der Abgasuntersuchung gemacht wird ebenfalls oft noch über diese Leitung und im schlimmsten Fall gibt es dann keine Plakette!
Der Pin sollte also ebenfalls ausgelöst und abisoliert werden. |
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23.08.2008 | MicEmty |
Hervorragend beschrieben! Danke |
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02.11.2008 | samo |
Da ich meinen Federstahl von damals nicht gefunden habe (sah aus, wie aus einem BH entwendet), habe ich eine mittlere Büroklammer auf dem Amboss flach geklopft.
Hat 1,7mm x 1,0mm ergeben. Passt also.
Beim Test am neuen ISO-Stecker hat es super funktioniert.
Dort war auch nur eine Federlasche pro Klammer.
So dass eine Seite reichte.
Hätte am Auto (Astra F) auch schnell funktionieren sollen.
Mit viel Liebe und nachbiegen (Büroklammer ist zwar nicht aus Kupfer, aber trotzdem weniger elastisch, als hier gewünscht) und noch 0,1mm "dünner" Feilen/Schmirgeln kam ich nicht weiter.
Mit Gewalt habe ich dann die Litzen des Wegstreckenfrequenzgebers (blau/rot) rausgerissen.
Das war der Grund, dass immer die Motorkontrolleuchte anging.
Ist mir erst sehr spät eingefallen vielleicht den zusätzlichen gelben Plastiksicherungsstreifen rauszuziehen.
Da andere Klammern vom Vorbesitzer verbogen waren habe ich noch 4 weitere Litzen/Klammern getauscht.
Die Klammern dann aber bitte richtigrum wieder reinstecken, damit die Plastiksicherung auch wieder reinpasst.
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23.11.2008 | Grobi |
Super Sache! Habe es mit ner Büroklammer gemacht! Nur gerade gebogen und reingesteckt! 1A!!! |
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23.01.2009 | LuKe |
Top Artikel!
Bei den meisten guten Radios kann man meistens, auch
ganz einfach vorm adapter die kabels umstecken... einfach rot und gelb tauschen, jedenfalls bei pioneer. |
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23.01.2009 | LuKe |
Top Artikel!
Bei den meisten guten Radios kann man meistens, auch
ganz einfach vorm adapter die kabels umstecken... einfach rot und gelb tauschen, jedenfalls bei pioneer. |
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12.02.2009 | Exoddus |
Nach langer Suche eine super beschreibung.
Mein neues Radio (Pioneer DEH 4000 UB) hat dafür zum Glück eine Steckverbindung, mit der man die Anschlüsse tauschen kann.
Einfach dann das gelbe mit dem roten, und umgekehrt, verbinden und das Ding läuft. Der "gefährliche" PIN 3 ist gar nicht belegt und somit überflüssig. :)
Kompliment an den Autoren.
Super arbeit.. |
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23.02.2009 | polo-os |
hab auch rot und gelb getauscht auf dem adapter, ergab aber keine funktionsänderung...?
dasw ar dann wohl schon vertauscht, also alles wieder rückwärts? mal sehen...;-) |
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25.05.2009 | Patrik |
Den Adapter fürdie Phantomspeisung gibt es direkt beim VW Händler (auch wenn der das gar nicht weis :-)) Best Nr.: 1H0 051 551 kostet ca. 15€ |
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18.07.2009 | Wikinger |
einfach toll diese Hilfen jetzt laüft das teil und alles bleibt gespeichert danke danke |
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