Polierfilze selbst gebacken28.04.2006 | Verfasser: Hans-Jürgen | Kommentare: 4 Polierfilze sind teuer - lassen sich aber einfach und günstig selbst herstellen. Dass Zubehör nicht teuer sein muss und Hirnschmalz Kaufkraft ersetzt, zeigt der neueste Tipp von Hans-Jürgen: "Viele kleine Dinge, aus weichem Metall - vor allem Messing - wollen hübsch glänzen. Die Filzscheibchen für Handpolierer (Namen sind Schall und Rauch) sind aber schon nach wenigen Minuten ausgelutscht, vor allem wenn man beim "letzten Schliff" Polieröl verwendet.
Eine vielfache Standzeit bekomen die kleinen Flitzer, wenn man sie mit ein paar Tropfen Sekundenkleber (Cyanacrylat, Vorsicht, reizend!) tränkt. Die Scheiben werden vorher in einer flachen Schale im Backofen bei nicht mehr als 80° getrocknet, damit die Restfeuchte im Filz ausgetrieben wird und nicht mit dem Sekundenkleber reagieren kann.
Dann einige Tropfen Kleber von der Scheibe aufsaugen lassen, und TROCKEN abstellen, bis sich das Gift gleichmäßig verteilt hat. Am besten die Scheibchen in der Schale belassen, und diese mit einer Glasplatte abdecken. Nach etwa einer Stunde Platte abnehmen, damit Luftfeuchte rankommen kann und der Kleber aushärtet. Achtung, die Dämpfe - riecht nach Hyazinthen - nicht einatmen! Der ausgehärtete Kunststoff (Acryl) stabilisiert das Filzmaterial, ohne das Metall zu zerkratzen. Mit den so präparierten Scheiben nicht bei voller Drehzahl arbeiten und vorher auf Unwucht testen!" - Wir finden: elegant!
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