Geologie in Dosen15.08.2004 | Verfasser: Hans-Jürgen | Kommentare: 1 Zum Aufrühren von alter Farbe eignet sich ein schnöder Küchenmixer. In der Rubrik ?Atypische Nutzung von Küchengerät? postet Hans-Jürgen:
?Wenn sich in der verstaubten Lackdose die Pigmente schon in geologischen Schichten abgelagert haben, über denen ein pleistozäner Nitroverdünnersee schwimmt, dann nehmen die Altvorderen schon mal den Schraubenzieher oder den schmalen Spachtel und versuchen den Formationen in müßiger Teigrührmanier zu Leibe zu rücken. Spätestens nach zehn Minuten wird aufgegeben, weil der Arm derartige Gymnastikübungen seit der Pubertät nicht mehr gewohnt ist.
Schlitzohrige Hobbyschrauber brechen schon mal in die festungsartig geschützte Küchendomäne ein und kidnappen den Milchschäumer, um ihn zu schändlichem Treiben zu mißbrauchen.
Der Zorn Gottes ist jedoch nichts gegen den spontanen Adrenalinausstoß des Lebensabschnittspartners, wenn vor dessen Rückkehr das Objekt der Begierde nicht wieder absolut sauber und korrekt ausgerichtet an seinen angestammten Platz liegt. Da hilft auch keine Abbitte in Form von vier Wochen Abspüldienstarrest. Ein echter Don läßt sich davon nicht aus der Ruhe bringen und holt sich sein eigenes Spielzeug für derzeit zwei Euronen aus der Ramschladenwühlkiste.? Woll!
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