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Bremsen einfacher entlüften

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Leck-Bremse

04.11.2003 | Verfasser: N.N. | Kommentare: 6

Demontiert man einen Radbremszylinder, tritt Bremsflüssigkeit aus. Das lässt sich mit einem simplen Stock verhindern.

"Wer bremst, verliert!" posaunt der verblichene Aufkleber am übermotorisierten Kleinwagen. Umkehrschluss: "Wer nicht bremst, gewinnt". Aber was?

Zwei Monate ReHa in Bad Kissingen mit Schnabeltasse und Gehbock? Oder doch gleich das Himmelreich mit Hosianna und Formel1 via Hirndiode?

Wenn die Karre auch nicht anspringt oder die Aufkleber verbleichen: die Bremsen sollten funktionieren. Damit sie das tun, ist Wartung nötig und Revision. Baut man dabei einen Radbremszylinder zum Tausch oder zwecks Überholung aus, leckt die edle Bremsflüssigkeit üblicherweise auf den teuren Parkettboden in der Werkstatt . Oder den untergelegten Orientteppich.

Beides wird (zumindest vor Bremsöl) geschützt, wenn man das Bremspedal betätigt und festhält, bevor man das Bremssystem öffnet. So wird im Hauptbremszylinder die Ausgleichsbohrung verschlossen und verhindert, dass Bremsflüssigkeit aus der Leitung am Radbremszylinder tropft.

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29.09.2005 | Markus

Aber was ist mit dem aufgebauten Überdruck im Bremssystem? Sobald ich den Schlauch abschraube kommt mir der Spaß doch mit Hochdruck entgegen! Ich habe diese Woche eine andere Variante gesehen: Man nehme eine Rohrzange mit Arretierung oder etwas Vergleichbares und drücke damit die Bremsleitung am oberen Ansatz zusammen. Schon läuft nichts mehr raus.

Hochdruck im Bremssystem bedeutet kleinste Mengen und verhältnismäßig geringe Drücke. Wenn Du die Schraube aufdrehst, kommen Dir vielleicht zwei Tropfen entgegen, weil sich der Druck sofort entspannt. Den Bremsschlauch mit einer Zange zusammenzudrücken, ist vielleicht praktisch, zerstört ihn aber: einen auf diese Art "angefassten" Bremsschlauch weiter zu verwenden ist schlicht lebensgefährlich. Ein langes Leben! JEM

28.01.2007 | ZRXFahrer

Da gibts auch einen ganz einfachen Trick. Man nehme den Gumminippel von der Entlüfterschraube und steckt in auf die gelöste Bremsleitung, aber ohne Druck auf die Bremse zu geben. Wenn man die Bremsleitung dann noch irgendwo einhaken kann (nicht verbiegen) so dass der Gumminippel leicht auf die Leitung gedrückt wird, so tropft da nichts.

01.03.2007 | Hartmut

Den Bremsschlauch zu zerquetschen sollte man sich wirklich sparen... Aber, das Bremssystem muss auch nicht zwangsläufig unter Druck gesetzt werden: Es reicht, die Belüftungsbohrung des Deckels vom Ausgleichsbehälter zu verschliessen. Bei Deckeln ohne Schwimmer für die Standanzeige schraubt man diesen (als Alternative) ab, legt eine Lage Folie (Plastiktüte) über die Öffnung des Vorratsbehälters und schraubt den Deckel wieder drauf. Infolgedessen, daß der Ausgleichsbehälter keine Luft ziehen kann, läuft auch keine Bremsflüssigkeit in die Leitung. Daher nicht vergessen, diese Manipulation wieder rückgängig zu machen! Und selbstverständlich in jedem Fall nach Montage des Radbremszylinders die Bremsanlage entlüften! Grüsse, Hartmut

30.08.2007 | chris

Kunststoff-Klemmzangen gibt es für kleines Geld in fast jedem Baumarkt, arbeiten wie die Arterienklemmen der Chirurgen und schonen die Schläuche

25.09.2007 | Walter

Wenn an der Bremse gearbeitet wird, ist es sinnvoll eine Plastikwanne unter die Reparaturstelle zu stellen wenn z.B. ein Radbremszylinder ausgebaut wird. Wenn die Bremse geöffnet wird, ist bei einer Trommelbremse ein Restdruck vorhanden, bei Scheibenbremsen nicht. Klar, es läuft immer ein wenig Bremsflüssigkeit aus, würde ich an Stelle des Reparateurs auch lassen. Bremsflüssigkeit muß in jedem Fall alle zwei Jahre erneuert werden, denn sie ist hygroskopisch und nimmt Luftfeuchtigkeit auf, die den Siedepunkt senkt. Man kann aber auch wie der ZRX-Fahrer schreibt, die Staubkappe vom Entlüfternippel auf die Bremsleitiung setzen. Alter Mechaniker-Trick.

25.04.2010 | Wolf-Dietmar

Die Idee mit der zwischengelegten Plastiktüte gefällt mir. Ich habe auch immer die Ausgleichsbohrung verschlossen, indem ich einen modifizierten (verschlossenen) Verschluss aufgeschraubt habe.Das funktioniert aber nur bei baugleichen Deckeln und eben nicht bei allen Wagen. Teils habe ich die Ausgleichsbohrung auch mit etwas Karosseriedichtmasse zugebappt. Zu JEM’s Kommentar oben : Ich habe es nachgemessen : Wenn die Bremse unter Druck geöffnet wird, kommen ca. 1 mL (1/1000 L) raus.Wird dann das Pedal bis auf den Boden durchgedrückt kommen noch einmal ca. 3 mL dazu. Diese „Mess“-Werte können helfen einen zugequollenen oder zerquetschten (siehe Kommentare) Bremsschlauch als Bremsfehlerursache zu verifizieren.

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