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Gewinde schneiden in der Praxis und Tipps zum Werkzeugkauf |
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1. Linksgewinde Top |
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Warum fast alle Gewinde rechts gedreht werden, entzieht sich unserer Kenntnis und hat seine Wurzeln vermutlich in grauer Urzeit. Seit dieser grauen Urzeit gibt es aber auch Gewinde, die links gedreht werden. Das sind üblicherweise Verschraubungen an Brenngasflaschen und -leitungen oder Gewinde an sich drehenden Teilen.
Damit diese nicht aufgehen, wenn der Schraubenkopf irgendwo schleift, appliziert der Konstrukteur ein Linksgewinde im Teil. Allermeistens macht der gute Mann das mit einem Körnerpunkt auf dem Schraubenkopf oder einer Eindrehung auf der Mutter kenntlich. Und manchmal kann man sich auch denken, dass hier oder da eigentlich Linksgewinde drinstecken müsste. Aber alle Jubeljahre schleicht sich ein Linksgewinde an, dass -weil eingedreht- nicht als solches zu erkennen ist und keinen Ausweis auf der Brust trägt. Diese Biester bringen auch ruhige Gemüter schlicht zur Verzweiflung und der Versuch, sowas zu lösen endet fast immer in einem Fiasko und einer Teilzerstörung des Werkstücks. Bei genauem Hinsehen ist der AHA! - Effekt groß und ernüchternd.
Um alles wieder zu richten, benötigt man dann einen Linksrum-Gewindeschneider. Die gibt es auch, sind aber ebenso selten wie Gewindeschneider in allen anderen exotischen Formaten. Und weil die Dinger den normalen Kollegen so verflucht ähnlich sehen, sollte man sie weit weg und mit Sonderhinweis in einer roten Extraschachtel aufbewahren, damit man nicht ein Woche später wieder bekloppt wird.
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2. Ölen und Salben hilft allenthalben Top |
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Damit das frische Gewinde nicht nur grade, sondern auch sauber ist, kommt beim Schneiden spezielles Schneidöl zum Einsatz. Diese zähe Lorke ist speziell dafür gemacht, die Schneiden zu schmieren und verbessert die Oberfläche des Gewindes ganz ungeheuer. Noch dazu braucht man deutlich weniger Kraft, um den Bohrahl zu drehen. Das ist bei Gewinden von M8 oder M10 noch zu vernachlässigen, wächst aber überproportional mit dem Gewindedurchmesser. Will man mit einem daumendicken Gewindebohrer M24 auch nur mehr als ein Gewinde schneiden, ist das ohne Schmierstoff undenkbar. Die hier zum Schneiden nötige Kraft ist so groß, dass der Gewindebohrer leicht spuckheiß werden kann. Wenn mal kein Tropfen des Spezialöls im Haus ist, tut es auch schnödes Motor- oder Getriebeöl.
Gut geschmiert und lotrecht in Anschlag gebracht, könnte man den Gewindebohrer jetzt mit manischer Gewalt ins Werkstück prügeln, wenn das nicht der Oberfläche schadete. Um nämlich die beim Schneiden entstehenden Späne zu brechen, muss der Bohrer alle zwei oder drei Umdrehungen um eine Umdrehung zurückgedreht werden. Das zerbricht die an den drei Schneiden entstehenden Späne und verbessert die Oberfläche, weil sich diese kleinen Mistkrümel nicht in den Spanräumen verkeilen. In Leichtmetall geht anstatt Schneidöl Petroleum.
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3. Handgewindebohrer und Maschinengewindebohrer Top |
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Hat man alle drei Gewindebohrer nacheinander durch die Bohrung georgelt, sollte das Gewinde astrein und besser als gut sein. Kommt es richtig drauf an und will man dem Kunden sogar ein TÜV - zertifiziertes Gewinde zeigen, so kann man noch einen Gewindegrenzlehrdorn in die Hand nehmen und das Gewinde damit prüfen. Das geht ähnlich wie der Grenzlehrdorn für Bohrungen, ist aber noch ein wenig teurer.
Gewinde gibt?s nämlich auch in verschiedenen Genauigkeiten und Preiskategorien. Und wenn es z.B. darauf ankommt, den Urankocher von um die Ecke gegen die Kernschmelze zu feien, ist das Teuerste grade gut genug.
Das Teuerste muss aber nicht immer dreiteilig sein, weil es zum Glück Maschinengewindebohrer gibt. Diese Dinger unterscheiden sich von ihren Drillings-Brüdern sowohl im Antrieb, d.h. dem Schaft, als auch in der Tatsache, dass sie alleine daherkommen. Maschinengewindebohrer schneiden in einem Zug.
Das ermöglicht die ganz unerhörte Tatsache, Gewinde bis auf den Grund von Sacklöchern zu schneiden, was mit dem Dreierset schlicht nicht geht. Damit aber das saubere und fertige Gewinde auch wirklich bis ganz oder wenigstens fast bis zum Grund geht, ist der Anschnitt des Bohrers verteufelt kurz. Außerdem leistet er mit Karacho die Spanarbeit von ganzen drei Bohrern auf einmal und braucht entsprechend mehr Kraft.
In der Handhabung ist er allerdings ähnlich anspruchslos und unsensibel, muss jedoch beim Ansetzen deutlich genauer geführt werden, weil der Anschnitt so kurz ist. Ist man gut in Übung, spart ein solcher Maschinengewindebohrer ziemlich genau 2/3 der Zeit und macht genauso gute Oberflächen.
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4. Außengewinde, Schneidkluppen, Schneideisen und der Installatör Top |
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Außengewinde lassen sich auf vielerlei Art und Weise fabrizieren; in der Werkstatt kommen hingegen allermeistens Schneideisen zum Einsatz, wenn es um metrisches Gewinde geht.
Klempner und Installatöre, die Stahlrohre für Gas, Öl und Heizung verlegen, haben auch mit Gewinde und Gewindeschneiden zu tun. Allerdings hantieren die Götter des Warmwassers wieder mit zölligem Kram herum: Rohrgewinde waren und sind in englischer Hand und hören auf den Namen Withworth. Weil es sich bei des Klempners Röhricht außerdem teils um gewaltige Durchmesser in rauer Umgebung handelt, werden Gewinde mit Schneidkluppen geschnitten. Das sind hand- oder motorgetriebene Vorrichtungen, in denen bewegliche Schneidbacken stecken, zöllig, versteht sich.
Für metrisches Gewinde nimmt man hingegen Schneideisen - die Dinger erinnern entfernt an Sechskantmuttern, sind aber aus besserem Stahl gemacht und haben außen keinen Sechskant. Damit sich diese Geräte überhaupt drehen lassen, sind auf ihrem Umfang eine Reihe von Bohrungen verteilt, mit denen man sie in Schneideisenhaltern festspannen kann.
Diese Schneideisenhalter sind quasi das Windeisen des Innengewindes und die Aufnahme für das Schneideisen. Logischerweise gibt es diese Schneideisenhalter in verschiedenen Größen.
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5. Kerndurchmesser und Außengewinde Top |
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Wie auch auf den Innengewindebohrern steht auf den Schneideisen das Gewinde, das mit den messerscharfen Zähnchen geschnitten wird. Ist man sich nicht sicher, ob das fertige Gewinde dann auch zur Mutter passt, kann man das Schneideisen als Gewindelehre für die Schraube nehmen und kurz anprobieren. Um den Kerndurchmesser muss man sich bei Außengewinde nicht kümmern: hier dreht es sich um ein- und denselben Außendurchmesser und der ist im Fall M10x1,5 genau derselbe wie bei M10x0,25 und heißt 10 Millimeter.
Damit sich Schneideisen und später auch die Muttern leichter ansetzen lassen, muss das Werkstück für ein Außengewinde sauber angefast werden. Diese Fase ist bemisst sich natürlich nach der Steigung des Gewindes - die dicken Zähne des groben Regelgewindes benötigen eine größere Fase als die filigranen Beißer des Feingewindes. Und muss das Bauteil schlussendlich nicht durch die unerbittliche Qualitätskontrolle ukrainischer Flugzeugingenieure, so tut es ein schlichter Streich am werkstatteigenen Schruppstein, um den Bolzen hinreichend anzufasen.
Die Fabrikation des Außengewindes geht dann genauso vor sich wie die eines Innengewindes: ein Tropfen Walfischtran, froher Mut und russische Urkraft am Schneideisenhalter. Wie auch beim Innengewinde sollte auf zwei Umdrehungen vorwärts eine kontemplative Rückdrehung erfolgen, um den Span zu brechen und damit die Oberfläche zu verbessern.
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6. Sortimente mit Gruß vom Vorsitzenden des Dorfsowjets! Top |
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Würden sich Außen- und Innengewinde nur von Hand herstellen lassen, wäre die deutsche Wirtschaft auf einen Schlag gesund. Die Bundesrepublik hätte Vollbeschäftigung, einen Mehrwertsteuersatz von 8% und beheizte Autobahnen. Schade also, dass irgendein Depp den Gewindeschneidapparat erfunden hat. Dieser unscheinbare Apparat kostet zwar teuer Geld, lässt sich aber an der Säulenbohrmaschine der Wahl montieren und macht dolle Gewinde in Nullkommanix. Ein darin eingespannter Maschinengewindebohrer wird mit Maschinendrehzahl in ein vorgebohrtes Loch gedreht und nach Erreichen des Lochgrundes automatisch andersherum herausgedreht. Das ist hochkomfortabel, macht Serienbohrungen in Rekordzeit fertig und lohnt nur in größten Stückzahlen.
Innen- und Außengewinde von Hand herzustellen, ist dagegen leichter als es aussieht. Nimmt man darüber hinaus noch brauchbares Werkzeug und bereitet die Werkstücke entsprechend vor, so kann eigentlich gar nichts schief gehen. Es soll sogar Leute geben, die schneiden Gewinde, wie andere Leute Angeln gehen und beruhigen damit ihre flattrigen Nerven. Besonders reizvoll an diesem meditativen Hobby ist der niedrige Preis: schon recht brauchbare Gewindebohrer aus HSS werden vom Werkzeughöker auf dem Flohmarkt für kleines Geld unters Volk gebracht, komplette Sortimente M3 bis M12 mit Windeisen, Anleitung und Traktoristendiplom in kyrillischer Schrift kosten kaum 50 Euro.
Alles oben gesagte bezieht sich natürlich wieder einmal auf den einfachsten Fall, und der ist aus Bau- oder Automatenstahl. Zähe Werkstoffe wie z.B. Edelstahl lassen sich nimmer so munter und problemlos bearbeiten und widersetzen sich Gewindeschneidversuchen ganz erfolgreich. Hier braucht man teure bis sehr teure Schneideisen und Gewindebohrer namhafter Hersteller. Diese Dinger lohnen sich gegenüber den günstigen Exemplaren natürlich auch dann, wenn man viel schraubt oder wenn es wirklich drauf ankommt.
Was passiert, wenn man es mit kaputten Gewinden zu tun hat und wie man ausgerissenem oder vermackeltem Mist beikommt, zeigt die nächste Folge unserer unendlichen Bohr und Gewindereihe. Junge Damen, bitte dranbleiben.
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22.02.2007 | nobi |
Vorsicht bei billigen Gewindeschneidsätzen aus dem Baumarkt ! Diese sind höchstens zum nachschneiden von ledierten Gewinden zu gebrauchen , neue Gewinde damit zu schneiden ist nicht möglich ! |
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23.02.2007 | Bubu |
Falls mal unklar ist, wie rum ein Gewinde "gewickelt" ist, hier eine einfache Eselsbrücke:
"So rum wie ich lauf, so rum geh ich auf". Trifft auf alle Möglichen Gewinde zu, mit denen drehende Teile befestigt sind (Rasenmäher, Flex, Kreissäge, usw.)
Gruß
Bubu |
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28.02.2007 | Thorsten |
Wieder mal ein sehr guter Artikel. Ich hab viel dazu gelernt und so ein Set werd ich mir auch mal zulegen. Ich denke mal dass ihr Helicoil im dritten Teil erwaehnt wird oder?
Gruss aus Houston
Thorsten Aus Houston? ;-) Ja, Helicoil und Ensat sind demnächst dran. JEM |
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05.03.2007 | Michael |
Linksgewinde soll es angeblich auch bei den Leuchtmittel (Glühbirne) der U-Bahn von New York geben, hier wird es als Schutz vor Diebstahl verwendet. Eine Glühlampe mit Linksgewinde passt so gar nicht in eine normale Fassung.
http://bulbcollector.com/forum
Der Mensch mit der Seite: http://gewinde-normen.de
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31.03.2007 | very good! |
very good! |
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02.04.2007 | André |
Hallo,
ein toller Artikel. Sehr interessant und kurzweilig zu lesen. Eine Frage kann ich allerdings noch beantworten: Ganz am anfang steht die Frage, warum die meisten Gewinde Rechtsgewinde sind. Ganz einfach zu beantworten: In unseren Breitengraden (Europa im Allgemeinen) sind die meisten Menschen Rechtshänder. Somit ist die Einschraubbewegung bei einem Rechtsgewinde die Supinationsbewegung. Diese Bewegung ist deutlich stärker als die Pronationsbewegung (also die Drehung zum Rausdrehen der Schrauben). Folglich kann man mit einem Schraubendreher deutlich leichter eine Schraube mit Rechts- als mit Linksgewinde eindrehen.
mfg André Tadaaaaaa! Wenn diese Hypothese stimmt, ist das mein Geistesblitz für die Woche. Danke! JEM |
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04.04.2007 | Christof |
Das mit der Supinations- Pronationsbewegung würde doch eher für Linksgwinde sprechen. Ich habe noch nie ein Problem damit gehabt, eine Schraube fest genug anzuziehen. Festgegammelte solche aber zu lösen, hingegen fast jeden Tag.
Das war's dann wohl mit dem Geistesblitz. Den Geistesblitz lasse ich mir nicht nehmen. ;-) Habe das mal in meiner Muskelstube ausprobiert. Da steht eine Maschine, die an den Helden des Testosteron genau das trainiert, den Unterarm mittels Drehbewegung. Und siehe da: mit rechtsrum lässt sich mehr bewegen. Eine wissenschaftliche Studie ersetzt dieser Einzelversuch nicht, ist aber ein prima Indiz. JEM |
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05.04.2007 | Beni |
Vorsicht bei den dreiteiligen Gewindebohrern!
Die sind hinterschliffen.
Das heiß Maschinengewindebohrer kann/sol man ab und zu nach links drehen um denn Span zu brechen!
Wenn man das bei den dreiteiligen macht Verkeilen die sich und brechen ab!
Und das meist in VA,...
Grüße ein Gast der den Mist gelernt hat!! |
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15.04.2007 | Boscho |
Die Rechtsrum-These möchte ich mit der Anmerkung untermauern, dass in unseren Breiten doch sehr viel mehr Schrauben ein- als wieder ausgedreht werden. Dass Schrauben sich wieder lösen lassen, ist ein netter Nebeneffekt. Das war's dann aber auch schon (zumindest aus Industriellen-Sicht... ;o) |
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17.04.2007 | Q_Big |
Finde den Artikel auch gelungen, zumal ich meine ersten Gewinde gerade schneiden musste und genau so etwas gesucht habe.
Kleine Kritik: Ich vermisse noch eine Tabelle und Erklärung der nötigen Borhlochgrößen (z.B. Kernloch M6.8 um ein Gewinde M8 zu schneiden). Danke fürs Lob! Das mit den Tabellen für Kernlochgrößen etc. ist so ne Sache: das wird sehr schnell sehr umfangreich. Ich empfehle die hervorragende Webseite www.gewinde-normen.de. Michael hat sich genau darüber den Kopf zerbrochen und Zahlen über Zahlen ins Netz gestellt. Viel Erfolg! JEM |
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22.04.2007 | Christopher |
Der Text ist euch echt nicht schlecht gelungen macht weiter so . |
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12.06.2007 | Michael Besterda |
Interessanter Artikel für Neulinge !
Ich rate auch dringend zu Industriequalität bei Gewindebohrern und Schneideisen.Für Laien gibt es kaum etwas kritischeres als einen abgebrochenen Gewindebohrer in einer Bohrung.Bei billigen Baumarkt oder Discountartikeln geht das Abbrechen ruckzuck.Außerdem werdet Ihr staunen wie das Preisverhältnis zwischen Baumarkt und Fachgeschäft ist.
Ihr bekommt teilweise Spitzenqualität preiswerter als Baumarktzeug.
Zu der vermißten Bohrertabelle.
Es gilt : Gewindedurchmesser minus Gewindesteigung = Bohrerdurchmesser.
Also,bei einem Standartgewinde M10 beträgt die Steigung1,5 mm.
Also bohrt man 8,5mm.
Ich geb hier mal die Standart M-Gewinde mit dem Bohrdurchmesser an.
M3 = 2,5 , M4 = 3,3 , M5 =4,2 , M6 = 5 , M8 = 6,8 , M10 = 8,5 , M12 = 10,2 .
Bei sogenannten Feingewinde wie z.B. M10x 1 gilt oben genannte Formel,also in diesem Fall 9mm Bohrer.
Wenn Ihr herausfinden wollt welche Steigung ein Gewinde hat um so den Bohrdurchmesser zu errechnen,dann empfiehlt sich entweder für den Profi der Einsatz einer Gewindelehre,oder aber der Einsatz eines Meßschiebers.
Die Spitzen des Meßschiebers müssen penibel auf die Spitzen des Gewindes gesetzt werden.Und penibel heißt nur null ist null!
Für Laien ist ein Gewinde M10x1 kaum zu unterscheiden von M10x0,75.
Also genauestens messen.
Falls Ihr mal an Zollgewinde geratet,merkt Ihr das daran daß der Außendurchmesser kein glattes Maß hat,im Gegensatz zu metrischen Gewinden.
So,hoffe das hilft Euch noch ein Stück weiter.
Gruß
Mike
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20.05.2009 | Andi |
Es gibt da 2 Alternativen:
Zum einen kann man Gewinde auch mit einer Drehbank aufschneiden, wenn diese einen automatischen Spindelvorschub hat.
Da sollte es weniger Probleme mit Linksgewinden, Zollgewinden exotischen Größen und so geben - sofern man Zugang zu so einer Drehbank hat
Oder man setzt bei dünnen Blechen eine Blindnietmutter. (Zange, die M3-M6 schafft rd. 50€)
Ich wollte das einfach loswerden, da ich diese Lösungen sehr elegant finde und sie nich allzu bekannt sind.
Ansonsten sehr interressanter Artikel. |
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30.07.2009 | Meinhard Bajus |
Ich hab gelernt/benutze Spiritus beim G.schneiden von Aluminium . |
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07.10.2009 | Günther Döllekes |
Leider beschreibt der Artikel nicht, wie ich vorgehen muß, um ein Außengewinde von Hand gerade zu schneiden. Den Gewindschneider mit dem Auge peilend anzusetzen funktioniert leider nicht befriedigend. Vielleicht weis einer eine Lösung. Von Hand bleibt Dir leider nur das Hilfsmittel "messerscharfes Auge". Mit einer Säulenbohrmaschine gehts einfacher: Werkstück lotrecht einspannen, Schneideisen aufsetzen und eine Reduzierhülse in die Maschine spannen. Die plane Fläche an der Reduzierhülse auf das Schneideisen fahren - voilá! Macht 100% Flächen, geht auch mit einer Drehbank (Reitstock - Pinole) und ist ziemlich aufwändig. JEM |
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15.12.2009 | Siegfried Höllinger |
Dass die Gewinde normaler Weise nach rechts gehen dürfte damit zusammenhängen, dass die meisten Menschen Rechtshänder sind und man mit dieser Hand nach recht die meiste Kraft entwickelt, da auch der Bizeps beim Rechtsdrehen mithilft. |
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