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Reparaturanleitung Einspritzpumpe |
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Serie |
Dieser Beitrag ist Teil der Serie Reparaturanleitung Einspritzpumpe: |
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1. Einspritzpumpe, raus und rein.
ESP für Audi, Skoda und VW 2. Wellendichtring tauschen
ESP für Volkswagen, SEAT, Audi und Skoda 3. Dichtung zum Hochdruckteil ersetzen
ESP für Volkswagen, SEAT, Audi und Skoda 4. Deckeldichtung der Einspritzpumpe ersetzen
Einspritzpumpe für VW, SEAT, Audi und Skoda 5. Dichtungen Kaltstartbeschleuniger und Spritzversteller ersetzen
ESP für Audi, VW, Skoda und VW |
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1. Deckel anschauen Top |
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Diese Reparatur habe ich gleich mitgemacht, weil die ESP schonmal draußen war und ich einen kompletten Dichtsatz für die Pumpe da hatte. Die folgenden Arbeiten können auch bei eingebauter ESP gemacht werden. Ich empfehle dann, ein großes Tuch, um die ESP zu legen, damit keine Teile in den Motorraum fallen. Sauber arbeiten, wie immer.
Bevor wir den Deckel öffnen, schauen wir ihn uns erstmal an:
2 Dichtungen werden gewechselt: Die Deckeldichtung und der O-Ring der Verstellwelle. Letztere sitzt unter diesem Riesenturm, in dem auch der Gashebel sitzt.
Dieser Turm muss demontiert werden, aber aufgepasst! |
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2. Vorarbeiten Top |
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Pumpe mit Kaltreiniger äußerlich reinigen!
Wer nur den Deckel öffnen will und sonst nichts macht, der muss noch die Stange die zum Kaltstartbeschleuniger (KSB) führt aushängen. Offiziell heißt die "Lenkstange", naja...
Wer keinen manuellen KSB hat, bei dem sieht das anders aus.
Damit der Deckel nachher leichter abgeht, muss die Fördermengenschraube etwas herausgedreht werden. Unten ist gleich zu sehen, warum das hilft.
Achtung! Hierdurch wird die Einstellung der ESP verändert, deswegen muss das Herausdrehen reproduzierbar geschehen.Die Schraube ist so gesichert, dass man denkt, die Welt geht unter, wenn man sie verstellt. Ich habe die Schraube auf der linken Seite mit grauer Farbe markiert, damit das Zählen eindeutig ist.
Und dann: * Position der Schraube merken!
* Mutter entkontern
* Schraube exakt 7 Umdrehungen herausdrehen.
Der Blechmantel an der Schraube kann dran bleiben.
Ohweia, wenn das der Bosch-Dienst sieht! ;-) |
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3. Gashebel demontieren Top |
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Jetzt muss zunächst dieser Riesenturm demontiert werden.Erst habe ich die Feder entspannt (gelber Pfeil unten). Einfach mit einem Draht wegziehen und den dann an der Pumpe festmachen.
Jetzt ist der Gashebel ohne Spannung und kann leichter gelöst werden. Erstmal den ganzen Kram oberhalb des Gashebels weg schrauben.
Die beiden Inbusschrauben rechts und links neben der Welle nicht lösen!
Jetzt erstmal die Scheibe (Bild 6) mit einem gefetteten Rohr (Klebewirkung) abheben und die Position des Gashebels zur Verstellwelle merken.
Vorsicht!
Der Gashebel sitzt mit einer feinen Verzahnung auf der Welle. Den Gashebel nicht einfach abheben! Die Verstellwelle nicht in die Pumpe drücken, eher etwas anheben. So bleibt die Verzahnung zwischen Gashebel und Verstellwelle erhalten
Da die Markierung des Gashebels durch die Scheibe (Bild) abgedeckt war, hatte ich den Hebel einfach abgezogen. In welcher Position war er? Ich versuchte später die mittlere und die war es dann auch.Falls man nicht wieder die richtige Position trifft gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Der Motor dreht nach dem Start schnell hoch -> Sofort abschalten.
2. Der Motor nimmt erst kurz vor der Vollgasstellung Gas an.
So soll es aussehen: Der Gashebel sitzt mit der feinen Verzahnung auf der Verstellwelle. Hier ist die mittlere Markierung eingestellt.Den Gashebel nun also endlich abnehmen. In beiden Fällen den Gashebel etwas versetzen und neu probieren. Das geht leicht bei eingebauter ESP.
Nun den Rest wegnehmen: Die große Schraubenfeder und eine große Plastikhülse.
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4. Deckel öffnen Top |
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Erst jetzt die Inbusschrauben des Deckels lösen.
Den Deckel vorsichtig etwas (!) anheben. Beim Anheben des Deckels:
* Die Verstellwelle nach innen durch den Deckel drücken. (Nur ein O-Ring hält sie jetzt noch)
* Den Deckel etwas (!) nach rechts in Richtung HD-Teil bewegen
Die Messing-Buchse in der die Welle sitzt, bleibt im Deckel. Laut Boschdienst soll die beim Abdichten auch ersetzt werden, weil der O-Ring in der Buchse einlaufen kann. Neuteil soll dann eine Stahl-Buchse sein.
Bevor der Deckel ganz abgenommen werden kann, muss nun die kleine Feder ausgehängt werden. (Diese Feder gibt es nur bei Einspritzpumpen mit einer Leerlaufanhebung des Kaltstartbeschleunigers).
In diesem Bild erkennen wir nun auch, warum die Fördermengenschraube vor dem Öffnen 7 Umdrehungen heraus gedreht werden muss:
Die Schraube drückt auf den Hebel (roter Pfeil rechts oben im Bild). Durch das Herausdrehen wird der Druck auf diesen Hebel deutlich reduziert und der Deckel der ESP lässt sich leichter abnehmen und wieder aufsetzen. Man erkennt hier auch, wie die sog. Dreieckschrauben (gelber Pfeil) die Reglerwippe halten.
Hier nochmal ein schöner Blick in die ESP. Der Fliehkaftregler ist gut zu erkennen (Pfeil). Da lassen wir aber die Finger von. Wir fummeln jetzt nur die Verstellwelle und ihren Halter raus. Die waagerecht liegende Stange hat dazu eine Verjüngung. |
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5. Verstellwelle dichten Top |
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An der Verstellwelle muss nur ein kleiner O-Ring ersetzt werden. Aber welcher ist der richtige? Das Bild zeigt links den alten O-Ring und rechts die Ringe aus dem Dichtsatz, die eine ähnliche Größe hatten. Ich habe einfach mehrfach probiert, welcher passt. Zum Vergleich hab ich auch mal wieder den alten O-Ring aufgezogen.
So, der neue O-Ring sitzt auf der Welle.Die Welle kann nun wieder in die Pumpe eingebaut werden.
Je nach Undichtigkeit, kann es auch nötig sein, die Kupferbuchse in der die Welle läuft zu tauschen. Die Buchse ist in Bild 10 und 16 zu sehen. Einfach mal prüfen, wie ausgeschlagen die Buchse ist. |
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7. Zusammenbau Top |
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Deckel aufsetzen und dabei die kleine Feder aus Bild 11 wieder einhängen.
Die Welle durch den Deckel nach oben drücken.
Den Deckel dann von rechts her aufsetzen, so dass die Fördermengenschraube auf den Hebel aus Bild 12 drückt. Das hintere rechte Loch des Deckels hat eine kleine Buchse zum Einpassen. So kann der Deckel beim Festschrauben nicht wegrutschen.
Deckel festschrauben und dann die Fördermengenschraube wieder genau 7 Umdrehungen reindrehen und in die alte Position bringen.
Den gesamten Artikel und noch mehr auf der Seite von Uwe Reimann: http://www.uwereimann.de/poel/esp-ausbau.htm
Vielen Dank den Artikel, Uwe! |
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28.09.2007 | Toni der Schrauber |
Genau so! TOP |
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09.12.2007 | Reinhard Halzl |
Danke für diesen SUPER Beitrag!!!
Genau das sind die Facharbeiter die bei uns in Mitteleuropa fehlen (die auch ohne aufwendige Spezialsachen, praktische und brauchbare Lösungen wissen).
Nochmals danke für den tollen Beitrag.
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19.03.2008 | Peter Cronenberg |
Danke für euren gut bebilderte Anleitung, in meinem Fall war der Deckel mit der Gashebel Welle undicht. Es sprudelte zwar kein Kraftstoff heraus, aber die Luft die über Nacht eintreten konnte brachte den Diesel zurück in den Tank. Endloses starten war die Folge, sichtbar am durchsichtigen Schlauch vor der Pumpe, gar kein Kraftstoff oder jede Menge Luftblasen. Einen Empfehlung die Stange des Kaltstartbeschleunigers, Foto 2,1 roter Pfeil, nicht auseinander schrauben sondern den Sicherungsring ober der Feder entfernen. Ich habe es mit herausschrauben gemacht, die Feder unten verloren und die richtige Leelauf Einstellung wieder finden müssen! Zu Bild 2,2/3/4 auf der Einstellschraube befindet sich ein O-Ring zur Abdichtung. In meinem Fall habe ich den Ring auf der Gashebelwelle, der Einstellschraube, die Deckeldichtung und die Führunsbuchse getauscht, letztere war etwa 0,08 mm ausgeschlagen. Kosten der Teile bei Bosch ~10 € .
Mit schönen Grüßen zu euch nach DE, euer PC aus AT |
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19.12.2008 | Dieselschrauber |
Super Beitrag!
Noch ein paar Tipps: Beim erneuern der Verstellhebelbuchse diese mit aushärttenden Curil zwischen Buchse und Deckel einpressen. Es kommt vor, dass die VEP sonst an dieser Stelle undicht ist.
Die Deckeldichtung ebenfalls mit Curil einkleben, antrocknen lassen und dann erst den Deckel wieder montieren. Das hat den Vorteil dass die Deckeldichtung beim aufsetzen des Deckels nicht verrutscht und sich irgendwo einklemmen kann.
Und als letztes: Den neuen O-Ring der Verstellwelle mit etwas Fett bestreichen, so lässt sich die Verstellwelle wesentlich besser in die Buchse einführen. |
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