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Reparaturanleitung Einspritzpumpe |
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Dieser Beitrag ist Teil der Serie Reparaturanleitung Einspritzpumpe: |
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1. Einspritzpumpe, raus und rein.
ESP für Audi, Skoda und VW 2. Wellendichtring tauschen
ESP für Volkswagen, SEAT, Audi und Skoda 3. Dichtung zum Hochdruckteil ersetzen
ESP für Volkswagen, SEAT, Audi und Skoda 4. Deckeldichtung der Einspritzpumpe ersetzen
Einspritzpumpe für VW, SEAT, Audi und Skoda 5. Dichtungen Kaltstartbeschleuniger und Spritzversteller ersetzen
ESP für Audi, VW, Skoda und VW |
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1. Warum es geht. Top |
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Uwe Reimann ist überzeugter PÖLer, also einer, der mit Pflanzenöl statt mit mineralischen Diesel fährt. Das ist höchst günstig und vor allem umweltfreundlich, weil CO2- neutral. Dummerweise wurden nach 150.000 km mit Biodiesel beim Umstieg auf PÖL die Dichtungen der Einspritzpumpe undicht und die folgende Abdichtaktion nötig. Wir danken Uwe ganz herzlich für die Abdruckgenehmigung seiner hervorragenden Artikelserie!
"Hier ein paar Bilder vom Ausbau der Einspritzpumpe bei meinem Golf 3 Diesel. Diese Info ist gedacht für absolute Anfänger, die nicht wissen, ob sie sich das zutrauen. Für mich war das Neuland: Zahnriemen, Nockenwelle, der berühmte "OT" und die Motorsteuerung.
Sinn der ganzen Arbeit ist, den Motor in eine definierte Stellung zu bringen, damit beim Einbau der ESP bzw. dem Aufsetzen des Zahnriemens wieder alle Teile richtig zusammen spielen.
- Kurbelwelle auf Markierung Oberen Totpunkt (OT) stellen
- Nockenwelle arretieren
- Zahnrad der ESP arretieren
- Leckölleitung von Einspr.-Düse
- Einspritzleitungen
Dann ist noch die Entlüftung des Kurbelwellengehäuses abzunehmen (ein dickeres Rohr, dass vom Zylinderkopfdeckel nach unten und mit einem Schlauch zur Luftansaug geht.Die Kühlschläuche bleiben wie sie sind!" |
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2. Zylinderkopfdeckel abschrauben Top |
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Vorsicht, damit hier keine Dichtungen verloren gehen. Unter dem Zylinderkopfdeckel kommt die Nockenwelle zum Vorschein. Das sieht doch jetzt schon richtig nach Motor aus... |
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3. Motor auf OT stellen Top |
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Alle Kolben bewegen sich in den Zylindern auf und ab. Wenn der Kolben oben angelangt ist, dann geht er wieder runter. Genau die Stellung, in der der Kolben oben ist wird oberer Totpunkt genannt. Totpunkt deshalb weil der Kolben kurz stehen zu bleiben scheint. (Das sehen wir eh nicht ;-).
Zum Einstellen des Motors auf den OT gibt es in der Getriebeglocke ein Guckloch. Dort sieht man das Schwungrad und das hat eine Markierung für den OT des Kolben in Zylinder 1.
Der Motor muss nun gedreht werden. Am einfachsten geht das so:
- 5. Gang einlegen (Zündung aus!) und den Wagen schieben, bis die Markierung sichtbar wird. oder
- Wagenheber vorne links untersetzen und dadurch das linke Vorderrad anheben. Rad von Hand drehen.
Schräg draufgucken und man sieht eine Nase, auf die die Markierung genau eingestellt werden muss. |
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4. Nockenwelle arretieren Top |
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Wenn die Kurbelwelle auf OT steht, kann es sein, dass die Nockenwelle noch um 180° falsch eingestellt ist (siehe Bild).
In diesem Fall den Motor noch eine Umdrehung weiter drehen, bis er wieder auf OT steht. Jetzt sollte die Nockenwelle stimmen (siehe Bild).
So steht die Nockenwelle richtig. Dieses "Spezialwerkzeug" passte hier ganz genau ;-) |
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5. Einspritzpumpe arretieren Top |
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Am Zahnrad der ESP ist eins von den vielen Löchern gedacht, das Rad mit der Pumpe zu arretieren. Statt des Profi-Absteckdorns tut's z.B. auch eine M16 Schraube, die man zurecht feilt, bis sie reinpasst.
Hier steckt die Schraube nun als Absteckdorn im Zahnrad der ESP.
Zusätzlich habe ich die Position des Zahnriemens und des Zahnrades mit etwas Lack markiert. |
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6. Zahnriemen markieren und abnehmen Top |
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Genauso wie in Bild wird auch am Nockenwellen-Zahnrad die Position des Zahnriemens markiert. Vielleicht hilft das ja beim Zusammenbauen später.
Jetzt wird's ernst! Bislang waren noch alle Arbeiten wieder rückgängig zu machen. Sobald aber der Zahnriemen gelöst ist muss die ESP neu eingestellt werden.
Wenn man den Zahnriemen nicht wieder genau mit den Markierungen drauf kriegt, muss auch das Nockenwellenrad gelöst werden, um alles genau einzustellen. (Siehe auch Hinweise unten) |
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7. Zahnrad der ESP abziehen Top |
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Vom ESP-Zahnrad ist die Mutter gelöst und ich habe einen Abzieher aufgesetzt. Das ist leider ein Billig-Teil bei dem die Nasen immer aus den Löchern des Zahnrads geflutscht sind. Ich musste ihn zusätzlich mit einem Metall zusammenhalten, dann ging's.
Nun ist das Zahnrad ab und man erkennt, dass die ESP hier mit 3 Schrauben befestigt ist.
Die Schrauben, die an den gelben Pfeilen saßen, sind von der Zahnradseite her zu lösen. Das geht auch durch die Löcher des Zahnrads, wenn der Motor auf OT steht.
Die Schraube am roten Pfeil saß bei mir etwas fest: Rostlöser und Geduld! Dieses Schraube wird von der anderen Seite gelöst. |
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8. Pumpe ausbauen Top |
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Hier nochmal das Lösen der Schraube, deren Loch in Bild 12 mit dem roten Pfeil markiert war.
Dann ist die ESP noch mit einer 4. Schraube an der rechten Seite befestigt. Hinter den Anschlüssen für die Einspritzleitungen. So, die Pumpe ist ausgebaut.Im Bild habe ich mit den gelben Pfeile nochmal die 4 Befestigungsstellen markiert. Der blaue Pfeil zeigt das Loch in dem der Absteckdorn das Zahnrad fixiert hat. |
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9. Pumpe leeren. Und wieder einbauen Top |
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Ich habe dann erstmal die ESP auf die Werkbank gestellt und leer laufen lassen. Die kleine Schale im Bild täuscht! Die habe ich mehrfach ausleeren müssen.
Mit etwas Geschick habe ich den Zahnriemen wieder genauso auf die Zahnräder bekommen wie vorher, obwohl mir zwischenzeitlich der Riemen auch an der Kurbelwelle verrutscht war.
Eine Möglichkeit das zu vermeiden wäre, den Zahnriemen mit Kabelbindern fest mit dem Nockenwellenrad zu verbinden und das andere Ende etwas zu spannen, damit der Riemen auf der Kurbelwelle bleibt.
Den gesamten Artikel und noch mehr auf der Seite von Uwe Reimann: http://www.uwereimann.de/poel/esp-ausbau.htm
Vielen Dank den Artikel, Uwe! |
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17.05.2006 | Stephan |
Statt das Zahnrad mit einem Abzieher runterzuziehen, kann man es auch mit einem Dorn durch das kleine Loch im Blech dahinter einfach runterschlagen ...
Ansonsten klasse beschrieben!!!!! |
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13.08.2008 | A.Meyer |
Den Vorschlag mit dem Dorn würde ich nicht vorziehen.Das Rad ist oftmals so fest,daß der Dorn eher das Rad beschädigt. Sorry Stephan,ist so. |
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02.03.2009 | MAddin |
hey leute man kann auch mit nem schon hammer von vorne auf das rad einen geben sollte sich auch lösen mfg |
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26.07.2009 | Poelprinz |
Hab schon viele ESP gewechselt. Mit Schonhammer-Schlag von vorne oder seitlich hab ich das Rad nur einmal runterbekommen. Und für einen Abzieher ist z. B. bei einem Passat kein platz. Für die beste und einfachste Methode halte ich folgende:
Alle Befestigungsschrauben (die am Halter unter der Pumpe nicht vergessen!) entfernen. ESP soweit in Ausbaurichtung drücken, daß das Zahnriemenrad spielfrei am Motor(-Flansch) anliegt (ggf. von einem Helfer festhalten lassen). Nun einen Messing-(oder anderes weiches Material, damit das Gewinde nicht beschädigt wird)-Dorn auf die ESP-Welle setzen und einen beherzten Hammerschlag drauf.
PS: Die Pumpen liefen danach noch einwandfrei ;-) |
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18.10.2010 | daniel m |
muss di pumpe danach auch entlüftet werden?
hab bei meinen golf 3 tdi nicht die ganze pumpe runtergenommen nur den deckel wo die dieselleitungen dran sind weil ich die druckfedern gewechselt habe und jzt springt er nicht mehr an.
Entlüften: nein. Pumpe vor dem Start "angießen". JEM |
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