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Reparaturanleitung Zahnriemen Citroen

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Zahnriemen wechseln

De Gaulles Rache

Citroen AX, 1991-1996

17.02.2006 | Autor: JEM

Der Zahnriemen treibt auch beim Citroen die Nockenwelle an und muss synchron laufen. Sein Wechsel ist eigentlich simpel, uneigentlich nervenaufreibend.

Inhalt

1. Riemenwechsel in Banlieu
2. Wagen aufbocken
3. Keilriemen rissig?
4. Untere Zahnriemenabdeckung und Kurbelwellenriemenscheibe

5. Cognac für alle, bitte!
6. OT markieren.
7. Riemen spannen
8. Spannen und zusammenbauen
Kommentare: 14

1. Riemenwechsel in Banlieu Top

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Der AX ist einfach, robust und im Gegensatz zu vielen seiner Brüder aus gleichem Hause ein erfreulich konventionelles Auto. Allerdings hat man insgesamt vier verschiedene Benziner-Varianten mit Hubräumen von 1,0 bis 1,4 Litern eingebaut. In Puncto Zahnriemenwechsel sind jedoch alle gleich - gleich schwierig. Verströmt nämlich das restliche Auto den Charme einer mit Servietten ausgeschlagenen Keksdose, so ist der Motorraum ebenso geräumig und macht die Arbeit darin ab einem bestimmten Punkt zum Horror. Soweit die schlechten Nachrichten.

Ansonsten ist der Aufbau der Maschine so simpel, dass man kaum weiß, was man eigentlich noch weglassen kann, damit die Hütte weiter durch den Pariser Häuserkampf rollen kann. Und der Wechsel des Zahnriemens ist prinzipiell ebenso einfach. Dieser noppelige Gürtel treibt nämlich wie bei so vielen Konstruktionen die Nockenwelle an und wird mittels einer exzentrisch gelagerten Umlenkrolle gespannt. Außer der in Fahrtrichtung hinter dem Motor liegenden Wasserpumpe treibt der Zahnriemen nix weiter an und ist wegen der erstaunlich kompakten Motorbauweise ziemlich kurz. Trotzdem verschleißt er und will deswegen natürlich lieber prophylaktisch gewechselt werden.

Gurkt man mit dem AX viel in der Stadt herum, sollte man alle 80.000 Kilometer einen neuen Riemen auf die Orgel werfen, bei andauernder Autobahnfahrt (aber wer hält das aus?) auch erst bei 100.000. Und wenn der zahnige Gurt älter als 10 Jahre ist, ist ein Tausch ebenfalls dringend angeraten.

Taucht man anlässlich des Wechsels sowieso man in die Untiefen französischen Konstrukteurswahnsinns ab, empfiehlt sich auch ein Blick auf die Kühlmittelpumpe. Vielmehr sollte man beobachten, ob der Quirl das Wasser noch halten kann oder schon langsam und unbeobachtet Kühlwasser auf dem Asphalt verteilt. Zieht man nämlich einen neuen Zahnriemen mit korrekter Spannung auf, kann das der maroden Dichtung im Lagerschild der Pumpe den Rest geben.

In so einem Fall ist man mit einem Tausch der Pumpe gut beraten, weil man ja eh schon alles auseinanderrupft. Und weil man darüber hinaus in nix außer seiner eigenen Haut mit Sicherheit drinsteckt, sollte man nicht nur den Zahnriemen, sondern auch die Spannrolle austauschen. Beides gibt?s beim Zubehöronkel im Satz und kostet und ein paar Rubel mehr als der nackte Riemen.

2. Wagen aufbocken Top

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Liegen alle Ersatzteile freudig lächelnd auf der Werkbank, bockt man den Wagen auf. Im Prinzip kann man die Reparatur auf der Straße machen, eine trockene und zugfreie Bude ist aber in jedem Fall vorzuziehen. Unterstellböcke oder eine Auffahrrampe erleichtern die Arbeit ungemein und eine Hebebühne, wie hier verwendet, ist die Krönung in Sachen Arbeitserleichterung. Es geht aber auch auf der Straße.

Den Wagen also sicher aufbocken, so dass man sowohl rückenschonend von oben in den Motorraum reinlangen kann, als auch schädelschonend von unten. Der Zahnriementrieb befindet sich in Fahrtrichtung rechts, so dass die Demontage des rechten Vorderrades nicht schadet. Das ist nicht zwingend erforderlich, erleichtert die Arbeit aber ein wenig.

Um den Motor auf OT zu stellen und Nockenwelle und Kurbelwelle zu synchronisieren, muss der Motor durchgedreht werden. Das kann man mit einem 22er Ringschlüssel an der Zentralmutter der Kurbelwellenriemenscheibe machen oder mit einem sachten Dreh am Vorderrad. Dazu den 4. Gang einlegen und ein Vorderrad mit einem Holzstück, einem überlagerten Camembert oder einem Stoß hartgewordener Baguette blockieren. Lässt sich der Motor immer noch nicht leicht bewegen, Zündkerzen herausdrehen.

3. Keilriemen rissig? Top

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Vor der unteren Zahnriemenabdeckung lungert noch der Keilriemen herum, der auch von der Kurbelwellenriemenscheibe angetrieben wird. Um das Teil loszubekommen, erst den Spritzschutz im rechten Radhaus abbauen. Dieses Kunststoffteil ist mit einer Art Kunststoffschrauben auf das Blech des Vorbaus gepappt - geschraubt kann man nicht sagen, weil die Dinger sich eigentlich nicht herausschrauben lassen, obwohl das auf dem Foto so aussieht. Am einfachsten zieht man diese Teile mit einer Zange heraus. Liegt der Keilriementrieb frei, den oberen Bolzen der Lichtmaschinenhalterung lösen, aber nicht herausdrehen.

Weil der Riemen an der Spannbrücke unten gespannt wird, muss hier natürlich auch entspannt werden. Dazu wie gezeigt die Einstellschraube lösen und das Bordkraftwerk nach hinten schieben. Lässt sich der Riemen immer noch nicht richtig und vollständig entspannen, auch die Verstellbrücke am Motorgehäuse ein wenig lösen. Den Riemen abnehmen. Macht diese Strippe einen irgendwie dubiosen Eindruck und deucht rissig, ist ein sofortiger Austausch angeraten.

4. Untere Zahnriemenabdeckung und Kurbelwellenriemenscheibe Top

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War der Keilriemen-Ausbau ein reines Kinderspiel, so kann man mit dem jetzt folgenden Ausbau der Zahnriemenabdeckung sein inneres Verdun erleben. Besonders die mittlere Abdeckung ist so knapp auf Kante konstruiert, dass man sich vorher einen kleinen Vorrat Beruhigungsmittel einwerfen sollte.

Zum Angewöhnen die obere Abdeckung demontieren - zwei Schrauben lösen und das Teil nach oben abnehmen. Vor der unteren Zahnriemenabdeckung liegt noch die Keilriemenscheibe auf der Kurbelwelle. Kurbelwelle festhalten und die drei Schrauben herausdrehen.

5. Cognac für alle, bitte! Top

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Die untere Abdeckung wird mit drei Schrauben gehalten; zwei teilt sie sich mit der mittleren Abdeckung. Zum Lösen empfiehlt sich eine kleine Stecknuss. Ein paar Flüche später sollte diese Abdeckung neben dem oberen Teil auf der Werkbank liegen. Hat man tief Luft geholt und seine Zen-Meditation abgeschlossen, kann man sich an die mittlere Abdeckung machen. Dieses Kunststoffteil ist (neben den beiden, die sie sich mit der unteren teilt) nur mit einer Schraube befestigt, aber aufs diabolischste zwischen Aufbau und Motor verkeilt. Unter Umständen hilft es, den Halter des Lichtmaschinen-Kabelbaums zu lösen.

Das Ding ist mit einem Torx-Innenvielzahn befestigt und schafft ein wenig mehr Luft zum Lösen des Plastikteils.

Am einfachsten lässt sich die Abdeckung nach unten herausziehen. Dazu ist allerdings die Halteklammer des LiMa-Kabelbaums im Weg; dieses Teil wegbiegen oder brutal zerstören. Bei der Montage lässt sich das mit einem Kabelbinder ersetzen.

Ist alles demontiert, hat man das übelste hinter sich und kann das mit einer Flasche "Hennessy private reserve" feiern.

Desweiteren könnte die Überschrift für dieses Kapitel auch "EU-Krise", "De Gaulles Rache" oder schlicht "gelebte Erbfeindschaft" heissen. Danke, Herr Franzen.

6. OT markieren. Top

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Wenn der Zahnriementrieb blank und nackt vor einem liegt, kann man daran gehen, Kurbelwelle und Nockenwelle zu arretieren, damit während und nach dem Zahnriemenwechsel die Steuerzeiten noch stimmen.

Zum Festklemmen der Nockenwelle eignet sich eine schlichte Maschinenschraube M10, die man in eine Bohrung im Nockenwellenrad steckt. Um den Motor in die richtige Stellung zu bringen, wie schon erwähnt, am Rad drehen oder die Kurbelwellenriemenscheibe mit einem 22er Schlüssel durchdrehen. Passt die Schraube in die Nockenwellenriemenscheibe, sollte auch der Motor auf OT stehen. Weil der mit doppelter Drehzahl der Nockenwelle rotiert, ist es hier nicht ganz so leicht, die OT-Markierung sauber zu bestimmen. Und vor allem hat Citroen eine ausgesprochen sparsame Art verwendet, diese Stellung zu markieren. Die OT-Markierung muss nämlich wie schon einst bei der Ente mittels einer Lehre ertastet werden.

Das Ganze ist so vermaledeit verbaut, dass es sich nur mit einem Endoskop fotografieren ließe. Die OT-Stellung ist nämlich dann erreicht, wenn man einen Bohrer oder Stift mit einem Durchmesser von 6mm Durchmesser in eine Bohrung stecken kann, hinter der die Schwungscheibe des Motors rotiert. Trifft man in der Schwungscheibe die passende Bohrung, ist BINGO und entsprechend OT.

Diese verzauberte Geheim-Bohrung befindet sich an der Vorderseite des Motors, genau am Flansch zum Getriebe. Und zwar in Höhe des Typenschilds, unter der rechte Ecke des Krümmers. Der passende Bohrer oder Stift wird, wenn man vor dem Wagen steht, von links reingesteckt. Und das ganze ist, schlicht gesagt, mies ausgeschildert. Hier hilft nur Stochern, Suchen und vor allem Fluchen. Hat man die richtige Stellung gefunden und den Motor an Nockenwelle und Kurbelwelle arretiert, ist die Zeit für eine zweite Flasche Cognac gekommen. Santé!

7. Riemen spannen Top

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Jetzt kann man sich an der Spannvorrichtung des Zahnriemens zu schaffen machen. Man hat bei Citroen wieder auf eine unkonventionelle Lösung gesetzt und die exzentrisch gelagert Rolle mit einer geräumten, vierkantigen Bohrung versehen. Zum Abschrauben der Rolle ist das einerlei - man löst die Mutter und schraubt das Ding ab. der Riemen fällt einem dabei in den Schoß und kann in den Mülleimer wandern.

Um den neuen Riemen anschließend zu spannen, ist ein Blick auf die vermaledeite Vierkant-Bohrung angeraten; aus einer passend großen Schraube lässt sich ein Hilfswerkzeug feilen, mit dem man die Rolle zum Spannen des Riemens verdrehen kann.

Ist also der neue Riemen von der Kurbelwellenriemenscheibe kommend aufgezogen, muss das Ding erstmal handwarm vorgespannt werden, um ihn überhaupt in Form zu bekommen. Jetzt beide Stifte/Schrauben aus Nockenwellenriemenscheibe und Kurbelwellenriemenscheibe herausziehen und den Motor vorsichtig in Laufrichtung durchdrehen. Sofort anhalten, wenn es irgendwo schwer geht oder sich metallisch anhört. Nach einer vollen Umdrehung der Nockenwelle kontrollieren, ob Nockenwelle und Kurbelwelle noch synchron laufen. Dann den Riemen spannen.

Das eigentliche Spannen dieses Riemens soll man laut Citroen mit einem kuriosen Spezialwerkzeug vornehmen, das ein definiertes Drehmoment von exakt 1,2 Newtonmeter auf die Umlenkrolle bringt. Das ist nicht viel und dieses Werkzeug besteht aus einem Hebel mit Gewicht, der in den wenigen Millimeter zwischen Rolle und Karosse Platz finden soll.

Findige Leute haben versucht, diesen Hebel zu emulieren und der Fantasie sind prinzipiell keine Grenzen gesetzt. Der Einfachheit halber kann man sich aber die Kraft von 1,2Nm mit einer Gauloise zwischen den Zähnen auch mit einem Kilogewicht und einem Hebel von zehn Zentimeter vorstellen. Allerdings hat der Hebel selbst ja auch wieder ein Gewicht.... Wer eine alte Federwaage zur Hand hat, kann auch die verwenden. Allerdings ist dabei ein Winkel von 90° am Hilfswerkzeug einzuhalten und berechnen muss man die Hebellänge auch.

8. Spannen und zusammenbauen Top

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Wie auch immer man das Ding spannt: es geht auch frei nach Schnauze und mit viel Gefühl für Kaffee - schließlich lässt die Riemenspannung mit der Zeit nach und der Riemen umstreicht Nockenwelle und Kurbelwelle fast vollständig. Die Gefahr des Überspringens bei zu geringer Spannung ist damit relativ gering.

Auch wenn der penible Schrauber jetzt jault: halbwegs richtig gespannt ist der Zahnriemen, wenn er sich am Lasttrum (das heißt auf der freien Länge in Fahrtrichtung) zwischen Daumen und Zeigefinger mit ein wenig Kraft um 90° verdrehen lässt. Genauer gesagt: gut verdrehen lässt.

Nach Festziehen der Mutter am Exzenterspanner noch einmal den Motor durchdrehen und die Steuerzeiten kontrollieren. Stimmt alles, die Strippen und Kabel vom Riementrieb fernhalten und den Motor starten.

Zischt oder Pfeift der Zahnriemen, ist er zu stark gespannt. Läuft le moteur rund und der Zahnriemen geräuschlos und ohne Flattern, stimmt die Spannung. Jetzt allen Kram in rückwärtiger Reihenfolge montieren. Nach allem Zusammenbau noch einmal den Motor anwerfen und horchen: schleifts? pfeifts? Wenn nein, ist jetzt die Stunde für die dritte Flasche Cognac gekommen - auf eine Probefahrt sollte man wegen des fortgeschrittenenen Alkoholpegels möglicherweise verzichten.

Kommentare Top

19.02.2006 | transe 79

finde die beschreibung ganz gut,auch als nicht citoen-fahrer, ober bei dem congnac-konsum hätte ich schon bei der demontage probleme,geschweige vom finden der löcher zum ot fixieren gruß transe 79

02.03.2006 | Martin

Schöner Artikel, aber so schlimm wie sich dies hier anhört ist der Wechsel nicht. Die Arretierung der Kurbelwelle gelingt am einfachsten mit einem selbst gebogenen Winkel aus 6mm Alurohr. Diesen in das besagte Loch am Kupplungsgehäuse einstecken und dann mit einer Taschenlampe (wenn man allein ist) auf die Schwungscheibe leuchten (direkt rechts neben diesem Loch, vor dem Motor stehend aus gesehen). Man kann dort einen Strich erkennen, der genau auf der OT-Markierung fluchten muss. Dann rutscht der Stift von ganz allein rein. Oder man macht das Ganze mit einem Helfer, der mit einem 22er Schlüssel leicht an der Riemenscheibe dreht und man selbst drückt auf den Stift, bis dieser in das Loch rutscht. Nochwas: die mittlere Zahnriemenabdeckung kann man am leichtesten entfernen, indem man die rechte (in Fahrtrichtung) Motorhalterung abschraubt. Den Motor dazu am Besten mit einem hydraulischen Wagenheber (rangierwagenheber) und Holzklötzchen an der Ölwanne leicht anheben und zur Sicherung ein Stück Holzbalken passender Grösse drunterstellen. Der Zahnriemen selbst lässt sich schön exakt spannen, wenn mann einen Hebel aus Vierkantmaterial sich zurechtbiegt, der ab der Biegekante gerechnet 80mm lang ist. Daran eine Kette und ans ende dieser Kette ein Gewicht zwischen 800g und 1,5 kg hängen. Dann passt's! Ich hänge bei meinem AX immer ein 1kg Gewicht dran. Ach ja, wenn man schon dabei ist, würde ich neben dem Riemen und der Spannrolle auch gleich die Wasserpumpe mit austauschen. Deren Lager sind schliesslich durch den Riemen auch belastet.

06.03.2006 | ax 4x4

eigentlich wasserpumpe in fast jedem fall tauschen, vor allem wenn der alte riemen am nockenwellenrad nicht mittig sondern etwas weiter aussen läuft, allerdings muss man beim tauschen das rechte motorlager lockern weil man sonst die pumpe nicht herausbekommt.

03.04.2006 | Burny

ich kloppe mich weg vor lachen, das beste und geilste was ich als Schrauber je gelesen habe. Schraube fast nur an VW und Audi, habe jetzt aber ne AX bei dem die Nockenwelle ned dreht obwohl der Zahnriemen nicht gerissen ist. Vermutlich hats da am Zahnriemen bissel Karies gegeben weil Kurbelwelle dreht. Na Ja die Tips sind Klasse, werde mal beim Schrauben nen Kiste Bier daneben Parken. Bis denne weiter so , Burny

23.11.2006 | Elm 88

Dass iss echt ne super beschreibung. Ich hab auch nen Ax, und bin grade dabei die Kopfdichtung zu wechseln, wusste aber nich wie man den OT findet, das mit der 10er Schraube hab ich gefunden, das mit dem 6er Loch hab ich aus dem Text, sau gut, jetzt kann ich ihn zusammenbauen. Bei VW hätt ich mehr gewusst. DANKE für die Hilfe. Dieser text iss echt weiterzuempfehlen. Elm 88

27.11.2006 | Dipl.-Psych. Tanweer Hussain

Alles sehr schön erklärt für Citroen Ax. Aber der Zahnriemen würde ich trotzdem nicht selbst wechseln. Wer in der Nähe von Bickenbach wohnt, kann mir zeigen, wie man ein Zahnriemen wechselt. Meine Email habe ich hier eingetragen.

04.11.2007 | Lennart Riedel

Kopfdichtung AX 1.0 33 KW Den Zahnriemenausbau habt Ihr schon gut beschrieben, die Kabelbäume könnten wirklich länger sein, so dass man sie problemlos hochhängen kann. Den Kopf zu ziehen, ist kein exorbitantes Problem. Beachten:Einsprizanlage nicht abbauen, der Platz reicht und man hat gleichzeitig einen Hebel, um den Kopf nach vorn zu kippen.(Nasse Laufbüchsen). Beim Abschrauben des Stehrohrs vom Krümmer ist unnötiger Weise die Führung vom Ölpeilstab im Weg. Abschrauben und wegbiegen und hinterher nicht mehr anschrauben, sonst müsste man diese wieder hin-und herbiegen. Die Kopfschrauben sind für das geforderte Anzugsmoment, 30 NM im ersten Zug, dann 240 Grad durchgehend, zu dünn ausgelegt. Entweder SW 13 6 Kant oder Torx SW 11. Da rutscht man leicht ab, wenn man sich auf die Gradzahl konzentriert. Da für den TU9 bei Peugeot ganz andere Werte für das Anzugsmoment angegeben sind, habe ich die erste Schraube (nach Anzug mit 30 NM) auf 240 Grad in einem Zug gedreht und dann mit den Drehmomentschlüssel näherungsweise soweit hochgestellt, bis sich die akustische Anzeige mit dem "geradeso weiterdrehen der Schraube " gedeckt hat. Ergebnis: 95 NM. Danach habe ich die Schraube um 90 Grad gelockert und dann alle Schrauben der Rehenfolge nach in 3 Stufen- 30-60 und 95 NM angezogen.Passt. Das deckt sich auch mit den bisherigen Erfahrungen über das Anzugsmoment von Leichtmetallköpfen. Leichten Wasserfraß am Kopf habe ich mit Zweikomponenten-Flüssigmetall aus der Tube (von Loctite) ausgeglichen. Auch das passt. Man muss nicht immer den Kopf planschleifen lassen, das ist zu teuer und birgt in der Ausführung je nach Qualität des Motoreninstandsetzers auch Risiken. Die Luft freie Befüllung mit Wasser ist trotz zweier Entlüftungsschrauben und Anleitung nicht einmal in 2 Durchgängen zu schaffen. Wasser rein und losfahren empfehle ich daher nicht, sonst setzt man die neue Dichtung gleich wieder aus's Spiel. Ich habe den Motor immer wieder kurz warmlaufen und wieder abkühlen lassen und dazwischen natürlich Wasser aufgefüllt. Nach dem 4. mal blieb der Wasserstand endlich konstant. Hinweis: Ich habe gesehen, dass der Motor dazu neigt, zwischen der Laufbüchse des 1. Zylinder(getriebeseitig) und der Aussenwand viel Wasserschlamm zu bilden. Es scheint daher geboten, den Wasserkreislauf gelegentlich durchzuspülen. Das hat aber nur Zweck, wenn dazu die Wasserablassschraube am Motor (in Thermostatnähe) herausgedreht wird. Für den seichteren Übergang beim Öffnen des großen Kühlkreislaufs habe ich ein 2 mm großes Loch in den Thermostaten gebohrt.(funktioniert wie ein Bypass). Eine solche Konstruktion habe ich bei Fiat mal gesehen.

22.03.2008 | Steve

Die Halteschraube der mittleren Abdeckung des Zahnriemens ist leicht erreichbar nach dem Entfernen eines ovalen Gummistopfens im Radhaus.

13.06.2008 | Kai Krakow

Zum Entlüften in einem Vorgang nimmt man eine Cola-PET-Flasche, sägt den Boden ab und stülpt sie umgekehrt auf den Einlaß als Trichter. Außerdem alle 3 (nicht zwei) Entlüftungsschrauben öffnen: Ventilkappe hinten, Schraube am Thermostatgehäuse und das Plastikteil im Kühlergrill links in Fahrtrichtung (aushängen und vorklappen, um dran zu kommen). Dann Wasser reinkippen, bis es bei der Ventilkappe hinten blasenfrei rauskommt und die schließen, weitermachen bei der Schraube am Thermosstat und dann vorne am Kühlergrill. Jetzt würde ich den Motor ein wenig laufen lassen um die restliche Luft raus zu drücken. Dann nochmal alles kurz öffnen (bei aufgesetztem Cola-Trichter) und gucken, ob noch Blasen rauskommen. Anschließend überschüssiges Wasser bis zur Maximalmarke ablassen (z.B. mit nem Schlauch absaugen, oder entsprechende Ablaßschraube öffnen). Nun sollte es super entlüftet sein. Ich würde nach einmal warmfahren bzw einen Tag später nochmal kontrollieren.

15.06.2008 | Citroen-schrauber

Mann verdreht sich die Finger weit weniger wenn man das steuergerät noch abschraubt und zur Seite legt,aber nicht abklemmt.Die OT-Bestimmung auf der Kurbelwelle ist einfacher wenn man den Sift nach etwa 6cm um etwa60-70 Grad biegt.Ansonsten ist das doch alles kein Hexen werk.

19.06.2008 | Kai Krakow

Also ich hab mein Steuergerät abgeklemmt... Sollte eigentlich egal sein, da sich das genauso zurücksetzt, als würde man die Batterie längere Zeit abgeklemmen. Man muß es dann halt hinterher wieder intialieren, indem man zuerst die verschiedenen Drehzahlbereiche und dann die Lasten bei Fahrt durchläuft (dafür gibt es Anleitungen).

09.02.2009 | Oli

Erst mal ein ganz dickes dankeschön für diesen Artikel :) Macht dem Hobby-Schrauber das Leben einfach viel leichter :) Ein paar Anmerkungen hab ich noch: Ich hatte vor allem ein Problem mit der mittleren Abdeckung des Zahnriemens. Darum habe ich den Rat meines Autoschraubers befolgt und den rechten Motorträger, der ziemlich im Weg ist, einfach demontiert :) Dazu den Motor bei der Ölwanne mit Holz unterlegt oder mit einem Wagenheber gestützt und dann die vier Schrauben gelöst und den Motorträger demontiert :) Tata und schon ist das Leben sehr viel einfacher und ich habe sogar die noch vorhandene Schraube gesehen. Dannach ging alles Problemlos. Und man kann sich den Congnac bis nach der Probefahrt aufheben :D.. Gruß Oli

31.03.2009 | Forstbetrieb/Fahrzeugbau Hellriegel

Sehr gut beschrieben

08.07.2010 | Alex

Sehr gut beschrieben, vor allem die Bilder waren sehr hilfreich. Ich habe danach gerade die Lichtmaschine ausgebaut. Kleiner Tipp: Wenn ihr nur an die Lichtmaschine wollt. Auch wenn es verführerisch ist, die Zahnriemenabdeckung abzunehmen und mehr spiel mit dem Schraubenschlüssel zu haben. Last es besser. Mir ist sind die Beiden Befestigungen an der Abdeckung in der Hand zerböselt.

Zum Artikel vom 21.12.2005
Klacker, klacker, klacker! - Anleitung zur Lackierung mit der Spraydose

Zum Artikel vom 23.03.2006
Federbein, seziert und neugemacht - Anleitung zum Wechsel der Stoßdämpfer