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Reparaturanleitung Zylinderkopf und Kopfdichtung |
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1. Vom Hitzkopp zum Rißkopf Top |
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Tatarata-ta, tatarata-ta, tatarata-ta, tattara-taaa: das Leben kann schön sein, und Wagners Walkürenritt die richtige Begleitung für die nächtliche Autobahnreise nach Südfrankreich. Gab Wagnersche Wahnsinnsmusik vor 60 Jahren die Hintergrundmusik für Schweinereien aller Art ab, so übertönte es bei dieser Reise ebenfalls ein spektakuläres Sterben - nämlich das des überforderten Turbodiesels im Heck des vollbeladenen VW-Bus.
Ob der nächtlichen Dunkelheit konnte der Fahrer weder die weiße Rauchfahne am Auspuff sehen, noch die Spur von Kühlmittel und Motoröl, die sich aus dem geplatzten Kühlwasserschlauch auf die Bahn ergossen. Tatarata-ta, , tatarata-ta: Leistungsverlust, rote Lampe an, Motor aus, Standspur. Totale Niederlage dann beim Schein der Taschenlampe, Motor verölt, mindestens Kopfdichtung hin. Einreise ins Reich der Franken gestorben, Rücktransport in die Werkstatt auf ADACs Rappen.
Das innere Stalingrad schließlich dann beim Zerlegen des Motors: Kopfdichtung intakt, dafür Riss im Zylinderkopf.
Bei Stunde Null beginnend, zeigen wir hier, wie man den Zylinderkopf des Turbomotors ausbaut, die Innereien in einen neuen Kopf transplantiert und alles wieder zusammenbaut und einstellt.
Wie in der BRD ist dieser Neubeginn ein Fortsetzung mit alten Mitteln: der 70-PS-Turbomotor ist thermisch ziemlich empfindlich und das, was man in konstruktiver Hinsicht getrost als "Wundertüte" bezeichnen kann. Hat dieser hier immerhin 100.000 Kilometer gehalten, so gibt es Exemplare, die schon bei weniger als 10.000 Kilometern den Hitzetod sterben.
Bevor man also einfach den Kopf tauscht, sollte unbedingt die Ursache für den Motor-Tod gesucht werden. Kühlerlüfter kaputt? Temperaturanzeige im Kombiinstrument schadhaft? Zuwenig Kühlflüssigkeit drauf? Funktioniert die elektrische Hilfs-Kühlmittelpumpe, die im Stand bei heißem Motor das Kühlmittel durchquirlt?
Ist das alles in Ordnung, kann man die Schuld achselzuckend auf göttliche Vorsehung schieben und den kaputten Zylinderkopf ins Massengrab dieser Bauteile werfen, in dem schon Tausende seiner Kollegen liegen, die genau dasselbe Schicksal ereilt hat. Die Reparatur eines normalen Sauger-Motors geht genau so und ist wegen des nicht vorhandenen Turbos einfacher. Theoretisch können bei der Reparatur Lichtmaschine, Keilriemen und Zahnriemen drinbleiben. Weil der Patient aber eh gerade in Narkose ist, lohnt sich ein Tausch von Zahn- und Keilriemen.
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2. Das Schlachtfeld Top |
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Um den Zylinderkopf aus den Tiefen des Bus herauszuoperieren, muss so ziemlich alles auseinander, was man in damals in Hannover ins Heck des Lastentiers reingebaut hat. Die Operation selbst ist nicht weiter schwer, aber ziemlich umfangreich. Wie man die Arbeit angeht, ist jedem selbst überlassen - verschiedene Wege führen zum Ziel. Man kann die Kopf-Transplantation durchaus auf dem Parkplatz (gegenüber dem Bistro in einem beschaulichen Dorf in der französischen Provinz) machen, eine Hebebühne oder wenigsten Auffahrrampen erleichtern die Arbeit aber erheblich. Darüber hinaus fallen immer wieder Pfützen von Öl und Kühlmittel an, die entsorgt werden wollen - ein dichter Fußboden ist also Pflicht.
Hat man die Klappe zum Schlachtfeld geöffnet, wird das Grauen hier offenbar: durch den Überdruck im Kühlsystem ist der lange Kühlmittelschlauch zum Kühler geplatzt und hat eine unschöne Mixtur aus Kühlmittel und Motoröl, dass in den Kühlkreislauf gedrückt wurde, auf die Autobahn geblasen.
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3. Batterie und Motorschutz Top |
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Batterie abklemmen, damit beim Ausbau der Lichtmaschine kein Funkenregen auf den Schrauber niedergeht und alle Schraubenschlüssel frei von Strommarken bleiben.
Unteren Motorschutz abbauen. Hat man die Befestigungsschrauben SW10 herausgedreht, dieses Blechmonster in irgendeine Ecke verfrachten und als Unterlage für ölige Übelkeiten benutzen, die später abgebaut werden.
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4. Der Auspuff Top |
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Motoröl ablassen und den Auspuff abbauen, damit man untenherum beim Ausbau des Zahnriemens und des Turboladers freie Bahn hat.
Der Auspuff besteht beim Bus nur aus dem Krümmer, einem Endtopf und dem Endrohr. Der Endtopf hängt an zwei Blechlaschen; diese Befestigungsschrauben lösen, aber nicht ganz herausdrehen. Ist es zu eng, die rechte Lasche auch ausbauen.
Abgasrohr vom Turbolader abschrauben. Eigentlich sind das verkupferte Schrauben, die sich leicht wie Engel lösen sollten, in der Praxis kommt man diesem Sündenpfuhl meist nur mit Meißelschlägen oder einer Metallsäge bei, um das Rohr vom Turbo abzukriegen. Zwischen beiden befindet sich eine Kupferdichtung: gut aufbewahren oder neu kaufen.
Hat man das Rohr ab oder wenigstens lose, die restlichen Schrauben der Aufhängung lösen und den Pott rausheben. Hatte sich das Motorengeräusch in letzter Zeit in Richtung "Russenpanzer im Geländegang" transponiert, kann es nicht schaden, dem Auspuff mit einem Schweißgerät zu Leibe zu rücken oder ihn gleich in die Schrotttonne zu hauen.
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5. Der Turbolader Top |
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Die Abgasöffnung im Turbolader vorsichtig mit einem Stück Alufolie der Werkstatt-Schokolade verschließen.
Der Turbolader ist ein Kabinettstückchen Feinmechanik, das schon kleine Mengen Dreck ziemlich übelnimmt. So wie eine garagengroße Flugzeugturbine durch Fütterung mit einer zierlichen Stockente in Stücke gehen kann, versagt auch das Laufzeug des Turbos bei kleinsten Mengen Schmutz - schließlich dreht sich das Ding mit einigen zehntausend Touren.
Damit das Ding immer schön geschmiert ist und die Lagerstellen kühl bleiben, bekommt der Turbo über eine Extra-Leitung Frischöl direkt vom Ölfilter. Aus dem Lader fließt das Öl durch eine Leitung in die Ölwanne zurück.
Diese beiden Leitungen abschrauben.
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6. Saubere Luft Top |
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Vor dem Turbolader hängt der Luftfilter. Zum Ausbau die beiden Spannbänder lösen und den Rüssel zum Turbolader abnehmen. Luftfilter herausnehmen und einen Blick ins Innere wagen: ist die Patrone schon bei Stammkneipen-Vertäfelungsbraun angekommen, austauschen.
Den Luftschnorchel vom Turbolader abnehmen. Dazu muss die hässliche Drahtklemme mit einer Wasserpumpen- oder Gripzange zusammengedrückt werden. Anschließend auch die Ansaugseite des Turboladers mit einem Stück Alufolie verschließen.
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7. Kühlanlage Top |
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Üblicherweise sind die beiden Flüssigkeiten "Kühlmittel" und "Motoröl" im Motor striktemang getrennt, hier hat sich beides zu einer unschönen Mixtur vermengt, die vorwiegend im Kühlkreislauf zu finden ist. Das Kühlsystem muss deswegen komplett entwässert / entölt werden.
Die Kühlung und Heizung des Bus ist etwas kompliziert: Herz der Anlage ist die Kühlmittelpumpe mit Thermostat. Der Kühlmittelstand wird über den Ausgleichbehälter konstant gehalten, der neben der Starterbatterie hängt. Dieser Ausgleichbehälter wird von einem Nachfüllbehälter gespeist, der hinter der Nummernschild-Klappe sitzt.
Der Kühler selbst ist ganz vorn untergebracht und mit zwei elendiglich langen Schläuche mit dem Zylinderkopf und der Kühlmittelpumpe verbunden.
Der Wärmetauscher hängt an der Leitung zwischen Pumpe und Ausgleichbehälter auf der einen, und dem Zylinderkopf auf der anderen Seite.
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8. Kühler und Wärmetauscher Top |
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Um die Wärmetauscher - Leitungen richtig zu entwässern- und entölen, die Heizung voll aufdrehen.
Die Pumpe selbst kann bei der Operation zubleiben; man sollte aber alle Schläuche abnehmen und so weit es geht, reinigen; ebenso den Ausgleich- und den Nachfüllbehälter.
Diesen Nachfüllbehälter durch die Klappe rausnehmen und die Leitung abnehmen.
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9. Schlauchiges mit Riß Top |
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Um den geplatzten Kühlmittelschlauch zum Kühler auszutauschen, das Reserverad ausbauen und den Kühlergrill abschrauben.
Jetzt die Entlüftungsschraube herausdrehen und zuschauen, wie irgendwo muntere Rinnsale von Kühl-Öl-Mixtur auf den Waldboden fließen.
Beide Kühlmittelleitungen vom Kühler abnehmen. Möglicherweise sind die mit miesen Federklemmen befestigt, denen man nur mit Wasserpumpe oder Gripzange beikommt - nicht die Geduld verlieren.
Im Heck sind die beiden Schläuche mit Kühlmittelpumpe und Zylinderkopf verbunden. Um den oder die neuen Schläuche einzufädeln, kann man den oder die alten wunderbar als Zugseil benutzen: richtiges Ende des neuen mit dem alten verbinden und dann vorsichtig unter dem Wagenboden durchziehen. Zum Verkleben eignet sich Panzerband, möglicherweise muss der neue Schlauch am Wagenboden noch zusätzlich mit ein paar Kabelbindern festgestrippt werden.
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10. Schläuche ab Top |
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Alle weiteren Kühlmittelschläuche vom Zylinderkopf abnehmen, damit das Ding nachher problemlos ausgebaut werden kann.
Machen die Schellen einen nicht mehr koscheren Eindruck, beim Zusammenbau neue verwenden.
An der Kühlmittelpumpe als tiefstem Punkt sollte wenigstens eine Leitung gelöst werden, damit wirklich alle Alt-Lorke aus der Anlage abfließt. Die Schläuche im Motorraum so wegbinden / wegstecken, dass sie beim Ausbau des Zylinderkopfes nicht weiter stören.
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11. Lichtmaschine und Keilriemen Top |
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Keilriemen abnehmen. Die Lichtmaschine wird via Kühlmittelpumpe angetrieben, die Keilriemenspannung wird über ein Schwenken der LiMa verstellt.
Vor dem Ausbau der Lichtmaschine alle Kabel an der Rückseite lösen / abschrauben und sicher weglegen (Batterie abgeklemmt??).
Die Schraube in der Verstellbrücke herausdrehen und anschließend die Befestigungsschraube herausschrauben. Keilriemen abnehmen und LiMa herausnehmen.
Die Kühlmittelpumpe ist fest montiert, die Riemenspannung wird hier über mehr oder weniger Einstellscheiben reguliert, die den Abstand der Riemenscheibenhälften verändern.
Die obere Riemenscheibenhälfte ist mit drei Schrauben montiert; diese Schrauben lösen und herausdrehen. Keilriemen abnehmen und die Anzahl und Position der Scheiben merken. Sind die Riemen porös, austauschen.
Den Ölpeilstab abschrauben und ausbauen. |
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12. Zahnriemenabdeckung oben Top |
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Um sich an Zahnriemen, Einspritzpumpe und Nockenwellenrad vergehen zu können, müssen obere und untere Zahnriemenabdeckung raus.
Die obere Abdeckung wird mit drei Klammern gehalten und in der Mitte mit einer Schraube SW10 fixiert.
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13. Zahnriemenabdeckung unten Top |
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Vor der unteren Abdeckung liegt die Kurbelwellenriemenscheibe für den Keilriemen. Um die zu lösen, benötigt man einen gekröpften Ringschlüssel SW19 und einen stabilen Inbusschlüssel, um die Schrauben der Riemenscheibe zu lösen.
Riemenscheibe mit dem Schwingungsdämpfer ausbauen.
Die untere Zahnriemenabdeckung wird von drei Schrauben und einer Mutter gehalten, alles herausdrehen und die Abdeckung abnehmen - der ganze Zahnriementrieb wird jetzt in voller Pracht und Schönheit sichtbar.
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14. Motor auf OT stellen Top |
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Um den Zylinderkopf herausoperieren zu können, muss die Einspritzpumpe ausgebaut werden.
Dazu den Motor auf OT stellen, damit man Motor, Pumpe und Nockenwelle beim Zusammenbau anschließend wieder einstellen kann.
An der Getriebeglocke zwischen Motor und Getriebe findet man dafür ein lustiges kleines Schauloch, unter dem die Schwungscheibe mit ihrer "0" - Markierung rotiert. Stopfen rausnehmen und den Motor in Laufrichtung auf diese Markierung stellen. Der Motor sollte jetzt auf dem Totpunkt des ersten Zylinders stehen. Um das auch an der Nockenwelle zu kontrollieren, muss der Ventildeckel ab.
Der ist mit acht Muttern auf den Zylinderkopf geschraubt und hat obendrauf noch eine Kurbelgehäuseentlüftung, die in den Luftfilter geht.
Den Ventildeckel abschrauben und zusammen mit dem darunter befindlichen Schwabberblech weglegen. Die Ventildeckeldichtung und die beiden kleinen Gummi-Dichtstücke von den Stirnseiten sind meist im Zylinderkopf-Dichtsatz enthalten. Fehlen sie darin, neu kaufen. Hier im Bild ist die Pumpe schon vorher ausgebaut - wir sehen, es geht auch andersherum.
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15. Nockenwelle und Einspritzpumpe auf OT Top |
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Um die OT-Stellung von Nockenwelle und Einspritzpumpe zu ermitteln und festzuhalten, benötigt man ein Einstell-Lineal und einen Absteckdorn. Das Lineal besteht aus einem vielleicht 100mm langen Stück Flachstahl mit einer genauen Dicke von 4,5mm und einer Breite von mehr oder weniger 10mm. Entscheidend ist die Dicke.
Kann man sich dieses Lineal noch selber zurechtfeilen, so wird es beim Absteckdorn etwas schwieriger: der sollte einen Durchmesser von 15,45 Millimetern haben. Etwas mehr oder weniger schadet aber auch nicht, bloß in die Bohrung im Pumpenrad muss er passen.
Hat man also den Motor an Hand der Schaulochmarkierung auf OT gebracht, sollte die Leiste in die Nut in der Stirn der Nockenwelle flutschen. Möglicherweise steht die Nockenwelle genau verkehrt herum, dann den Motor eine volle Umdrehung weiterdrehen.
Auch der Absteckdorn der Pumpe sollte jetzt sich jetzt problemlos durch die Riemenscheibe in das Halteblech stecken lassen.
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16. Zahnriemen runter Top |
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Sind Motor, Nockenwelle und Einspritzpumpe auf OT, kann der Zahnriemen runter. Der treibt neben Nockenwelle und Einspritzpumpe noch die Zwischenwelle an, an der die Vakuumpumpe hängt. Gespannt wird der Zahnriemen über eine exzentrische Spannrolle.
Befestigungsmutter dieser Spannrolle abschrauben und die Rolle abnehmen. Der Zahnriemen lässt sich jetzt aus den Riemenscheiben ausfädeln. Ist der Zahnriemen nicht Nigelnagelneu und vor 5.000 Kilometern gewechselt worden, lohnt sich an dieser Stelle ein Austausch und spart viel Arbeit in der Zukunft. Ist die Laufleistung des Riemens irgendwie zweifelhaft, ist ein Tausch Pflicht.
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17. Einspritzpumpenrad Top |
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Wenn der Zahnriemen demontiert ist, kann die Riemenscheibe der Einspritzpumpe abgebaut werden. Dazu die Zentralmutter lösen und mit dem Absteckdorn gegenhalten.
Der Förderbeginn der Pumpe muss genau hinhauen, damit der Motor seine volle Leistung bringen kann. Deswegen ist die Zahnriemenscheibe auch mit einer Scheibenfeder auf der Pumpenwelle gegen Verdrehen gesichert.
Will die Riemenscheibe nicht von der Pumpenwelle, mit einem Abzieher oder leichten Schlägen nachhelfen. Aufpassen, dass die Scheibenfeder nicht verloren geht.
Der Förderbeginn wird bei dieser Verteilereinspritzpumpe durch Verdrehen der Pumpe in dem Halteblech eingestellt. Soll die Pumpe nicht sowieso neu eingestellt werden, muss deshalb die Ist-Einstellung festgehalten werden.
Mit einer Reißnadel eine oder zwei eindeutige Markierungen auf Pumpenflansch und Halteblech anbringen, um die Pumpe beim Zusammenbau wieder exakt in derselben Position montieren zu können.
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18. Diesel und Strom an der Pumpe Top |
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Bevor die Gartenpumpe ihren Stammplatz verlassen kann, müssen die Dieselzuleitung und die Leckölleitung abgeschraubt werden. Hier im Bild ist das schon vor dem Abnehmen des Zahnriemens geschehen, kann aber auch jetzt passieren. Acht geben, dass die Kupferscheiben der Hohlschrauben nicht verloren gehen und kein Dreck in die Leitungen kommt. Das elektrische Kabel zum Abschaltventil abziehen und so weglegen, dass es beim Einbau ins Auge springt. Ohne Spannung an dieser Stelle kommt kein Diesel und der Motor bleibt tot - ein Fehler, der selbst bei besonnenen Leuten akuten Gagaismus hervorrufen kann. |
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19. Einspritzleitungen Top |
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Die Einspritzleitungen werden am einfachsten im Bündel abgeschraubt. Dazu auch die Verbindungsbleche, die das Bündel zusammenhalten, lockern und anschließend die Leitungen von Pumpe und Einspritzdüsen abschrauben.
Das Leitungsbündel auf ein sauberes Tüchlein in einer windgeschützten Ecke legen, damit nach dem Zusammenbau kein noch so kleines Krümchen Dreck in die Einspritzdüsen kommen kann.
Die Düsenöffnung selbst mit ein wenig Alufolie verschließen und während der Arbeit auch darauf achten, dass diese Folie immer noch da ist.
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20. Einspritzpumpe ausbauen Top |
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Ist alles weitere los, den Gaszug abschrauben / aushängen und die Unterdruckleitung für die Turbosteuerung abziehen.
Der Kaltstartzug an der Rückseite ist besser zugänglich, wenn die Pumpe bereits draußen ist.
an der Wellenseite ist die Pumpe mit drei Schrauben montiert, an der Rückseite mit einer weiteren. Alle Schrauben herausdrehen und die Pumpe aus dem Halteblech ziehen.
Dann den Kaltstartzug lösen und die Pumpe an einem sicheren, sauberen Ort verstauen.
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21. Nockenwellenrad und Öldruckschalter Top |
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Jetzt alle noch am Zylinderkopf herumlungernden Kabel und Schläuche lösen und entfernen, damit man freie Bahn für die Demontage des Übeltäters bekommt.
Das betrifft besonders die Kühlmittelschläuche und die Temperaturgeber für die Vorglühanlage und die Temperaturanzeige im Kombiinstrument.
Hat man die ab, sollte eigentlich nur noch die Zuleitung für die Glühkerzen im Weg sein: abschrauben. Kleine Skizzen mit den Kabelfarben erleichtern beim Zusammenbau die Zuordnung enorm.
Sind noch Kühlwasserschläuche im Weg, lösen und zur Seite legen. Zu guter letzt die Nockenwellenriemenscheibe abnehmen. Dazu die Schraube in der Welle lösen und die Riemenscheibe mit leichten Schlägen von Ihrem Platz vertreiben. Zum Gegenhalten das Einstelllineal benutzen.
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22. Raus mit dem Kopp Top |
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Der Zylinderkopf wird zusammen mit Abgaskrümmer und dranhängendem Turbolader ausgebaut. Um das Trumm zu lösen, benötigt man eine Innenvielzahnnuß für die Zylinderkopfschrauben.
Nachdem man eine kleine Portion Spinat geschluckt hat, löst man diese Schrauben in mehreren Zügen, um ein Verspannen des Kopfes zu vermeiden.
Wir haben schon festgestellt, das dieser hier hin ist, aber man weiß ja nie: vielleicht ist es auch nur eine kaputte Kopfdichtung, und man gibt dem Kopp mit einem Verspannen der Dehnschrauben den Rest.
Diese Schrauben also von Außen nach Innen über kreuz in mindestens zwei Zügen lösen und anschließend herausziehen und wegwerfen oder den Kindern zum Spielen geben.
Wie man den neuen Kopf fachgerecht präpariert und einbaut, zeigt unsere nächste Folge. |
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15.02.2005 | Jens Eckartsberg |
Ein super Artikel.
Weiter so.
Doch wo bleibt der 2. Teil ?
Antwort: Kommt noch, keine Sorge! ;-) JEM |
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09.04.2005 | Hierlemann |
einfach genial, bin begeistert! Warte gespannt auf den 2. Teil.
Antwort: Das wird Herrn Meyer freuen. Der zweite Teil ist bereits online und findet sich hier. MHE |
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27.06.2005 | Erik |
.....ein ganz toller Artikel, Danke!! |
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27.06.2005 | hans katers |
warum soll mann die esp ausbauen ?
den kopf bekommt mann doch auch so runter..... Du hast völlig recht: man bekommt. Aber mehr Platz hat man mit apper Pumpe. JEM |
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10.07.2005 | Bullidiver |
Zum Nockenwellenrad lösen besser das Lineal nicht benutzen weil der Nockenwellenspalt leicht abbricht. Besser die Nockenwelle mit einer Wasserpumpenzange fethalten und/oder mit einem Hammer auf den Schraubenschlüssel schlagen Brachialmethode - könnte man zur Not auch verwenden... JEM |
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03.09.2005 | Harro Schoettler |
hi,
Auspuffrohre und Turbolader koennen/sollten drin bleiben. Nockenwellenschraube wird geloest, indem der Dorn zum Arretieren der ESP drin bleibt und als quasi Gegenhalter genutzt wird. Nockenwellenrad wird nach Rausdrehen der Schraube entfernt, indem durch das Loch auf der Ruckseite der Zahnriemenverkleidung mit einem Dorn auf das Rad geschlagen wird.
Und zu guter Letzt, der Motor ist nicht schlecht, in aller Regel ist es die Behandlung, die in fruehzeitig zerstoert.
Gruss
Harro |
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14.10.2005 | Rainer Dressler |
Hallo, ich möchte meine Hochachtung aussprechen für diese zwei wirlich super Artikel. Ich selbst bin seit gestern Besitzer eines 1600er Saugdiesels mit - lt. Verkäufer - defekter Zylinderkopfdichtung. Als GTI-Schrauber habe ich Erfahrung im Zylinderkopfbereich gesammelt, aber noch nicht beim Diesel. Aber die Motoren sind ja "ähnlich", soweit ich das beurteilen kann. Nun eine Frage zu meinem Verständnis: Der Autor schreibt ganz oben, dass beim Saugdiesel theoretisch auf den Ausbau des Zahnriemens bzw. Keilriemens verzichtet werden kann. Wie soll ich dann den Zylinderkopf runter bekommen, um die Dichtung zu tauschen?
Herzlichen Dank und mit den besten Grüssen aus dem Schwarzwald. Rainer Wieder mal einer, der mitliest und seinen Kopf einschaltet. Du hast völlig recht. Der Zahnriemen muss natürlich raus. Wahrscheinlich einen übern Durst getrunken, als mir das aus der Feder floss ;-) - Gruß, Jens |
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19.10.2005 | Piet de Gilde |
Zuerst: Guter Artikel, gute Fotos. Habe soeben selbst den Kopf gewechselt: Die Lichtmaschine und vor allem die Einspritzpumpe kann drinnbleiben, den Turbo habe ich an den Ölleitungen hängenlassen, und es erleichtert die Zugänglichkeit sehr wenn man den Auspuff und das Ofenrohr abbaut, die Befestigungsgummis sind meist sowieso hin. Wird der Stehbolzen vom Riemenspanner rausgedreht (Gripzange) geht der Kopf raus ohne das Abdeckblech hinter dem Zahnriemen abzubauen. Ausbau des hinteren Wasseranschusses am Kopf erleichert den Ausbau auch. Für den Einnbau 2 alte Kopfschrauben auf 50 mm absägen, Schraubenschlitz oben reinmachen, oben bisschen anspitzen am Schleifstein, provisorisch reindrehen, dann kann man Kopf und Dichtung sauber aufsetzen. Dann losdrehen und mit Magnet rausziehen. Anspringtip: Ein Schlückchen Benzin ins Luftfilter, dann läuft er auch unter Wasser. |
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28.11.2005 | Frank Sp. |
Hallo,besser und kurzweiliger kann man diese unangenehmer wohl nicht beschreiben! Also das muss erstmal einer nach schreiben in einer so lockeren Art.
Gruss Frank |
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11.12.2005 | Dirk P. |
Hallo,
ich hab ejetzt schon eineige Busse durch aber Wasserschläuche von hinten bis vorne sind mir noch nicht untergekommen. "Normaler" weise befinden sich Rohre im Unterbodenberich früher aus Stahl danach aus GfK. Zum wechseln sind die Schläuche aber eindeutig einfacher weil sonst fast alles am Unterboden demontiert werden muß und die Öffnungen in den Quertraversen gerade so groß sind, um die Rohre einzuführen. Nur sind diese leider nicht gerade sondern an einigen Stellen abgewinkeln also etwas für Leute die gerne Puzzlen. Man sollte das ganze dann auch mit Hilfe einer Bühne erledigen normales aufbocken genügt nicht.
Gruß
Dirk Hallo Dirk! Nee, Schläuche sind offenbar normal. Werden auch beim 75PS-Turobdieselmotor so als ET verkauft. Gruß, JEM. |
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25.12.2006 | Wolfgang |
Meine Metallrohre habe ich durch passende Heizwasserschläuche ersetzt, funktioniert tadellos! |
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18.02.2007 | Philipp Viethen |
Das Lösen des Nockenwellenrades mit Gegenhalten durch das Einstellineal ist keine gute Idee. Die Welle kann dabei im schlimmsten Fall brechen. Ansonsten: Super Artikel!! |
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12.11.2007 | Christian |
Hallo,
Super Anleitung. Ich habe eine Ergänzung zu Nr. 14 Steuerzeiten einstellen an der Kurbelwelle:
In dem Stopfen unter dem die Schwungscheibe mit ihrer "0" - Markierung rotiert sind DREI Markierungen, zwei Pfeile und dazwischen eine "O" für OT.
Auf dem Bild sieht man einen der Pfeile
http://www.autoschrauber.de/content/000079/image/motor_ot_nah.jpg
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13.12.2007 | M. Deutsch |
Hallo,
bei 17. Ist ein Bild von der ESP Riemenscheibe und durch das Loch ist ein Schlitz sichtbar.
Wie kann ich hierdurch einen runden Dorn stecken um´die ESP zu blockieren?
MfG Im oberen Bild ist der Absteckdorn eingesteckt. Der Schlitz im unteren Bild hat nix zu sagen. Dieses Bild zeigt, wie man die Stellung der Pumpe mit einer Reißnadel markiert. Grüße, JEM |
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19.01.2008 | tim |
danke für den guten artikel, der bulli fährt wieder. einen unfall gab es dann doch noch. beim lößen des nockenwellenrades hatten wir die schraube (mit dem lineal arritiert) öffnen wollen da ist uns ein teil vom nockenwellen spalt abgebrochen (spröder guss), unsere lösung: in die großen löcher des nockenwellenrades geht eine 22-23nuss satt rein, diese auf eine ratsch gesteckt und auf einen stabilen aufleger senktecht gestellt. der eine hält die ratsch und den block in stellung und der andere gibt einen vorichtigen hammerschlag auf den schraubenschlüssel. hört sich komisch an, hat aber wunderbar funtioniert. Hui, hört sich dramatisch an. Vermutlich nur als Notlösung zu empfehlen. JEM |
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19.04.2008 | Andreas |
Beim Lesen bekommt man ja richtig Lust mal den kopf zu wechseln ;;)
(dreimalaufholzklopf)
super gemacht danke
Andreas |
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18.05.2008 | tomtom |
supergeil - morgen gehts los:-) |
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21.05.2008 | Norbert Arndt |
Ein sehr schöner und auch lustig geschriebener Bericht, da hat man schon keinen Bammel mehr, an diese Sache ranzugehen.
Was ist, wenn der Zylinderkopf nicht gerissen, aber krumm ist. Ab wann sollte man ihn planen lassen? Es gibt Stimmen, die mir flüsterten: Mach sauber, neue Dichtung und Hylomar, bau drauf und gut! Aber ich trau der Sache nicht so recht.
Grüße Dein Misstrauen ist berechtigt - planen lassen ist die saubere Lösung. JEM |
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25.10.2008 | Werner Katzbeck |
Jetzt ham die Werkstätten einen Dachschaden,!!!!
Danke für diese gute fachliche Anleitung mit Bildern.
Hab 2 T3 BusseJX und beim Tüf so die Probleme, das sie mir lieber n Neuwagen unterjubeln wollen als ne Plakette.
Bei Bus 1 weiser Rauch, kein Wasser u Ölverb.
ZK Dichtung wechseln dann bekommst Tüf lt. Werkstatt.
Weiser Rauch bleibt.
ZK neu geben, dann bekommst Tüf lt. Werkstatt.
Weiser Rauch bleibt.
Motor neu geben,dann bekommst Tüf lt. Werkstatt.
Ja das mache ich gerade und Danke für den Bericht.
Werkstatt kann mann auch wechseln.
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17.08.2009 | bassmax |
vielen dank. das hat mir sehr geholfen. nur würde ich die ESP drin lassen. ist doch überhaubt kein problem den kopf auch so abzuheben. wenn ESP ausgebaut wird würde ich mit der reissnadel einen ritz entlang dem 3 eckigen pumpen flansch auf das schwarze blech machen damit man die pumpe auch wieder schön in der selben position einbauen kann. ansonsten kann man eh nie genug markierungen machen. z.b. auf ESP rad und aufnahme. das hilft beim zusammen bauen. ansonsten eigentlich keine komplizierte sache. nur mut |
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28.12.2009 | vide |
super Anleitung, hat alles einwandfrei hingehauen bei meinem Doka 1,7 d.
Gruß aus Stuttgart
vide |
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