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Anleitung zum Flächenfeilen |
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1. Warum entgraten? Top |
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Nachdem im letzten Artikel die Feilen an und für sich besprochen wurden, sollen die Dinger jetzt auch zum Einsatz kommen.
Mit einer Feile kann man nahezu jede Form aus einem Batzen Metall herausarbeiten. Wir hatten das schon: Aufsitzrasenmäher - Kalaschnikow, Wasserpumpengehäuse -Bill-Gates-Statuette, und so weiter. Das braucht allerdings eine nicht zu unterschätzende Menge Übung. In dieser Folge fangen wir klein an und zeigen, wie man scharfe Werkstücke entgratet und eine ebene Fläche feilt. Das ist schwerer, als man denkt.
Nahezu alles, was maschinell bearbeitet wurde, hat an der Seite, an der das Werkzeug im Einsatz war, eine scharfe Kante. Das ist naturgemäß so. Jeder Sägeschnitt oder Schnitt an einem Stück Metall hinterlässt eine mitunter rasierklingenscharfe Kante oder Ecke. Nur in den seltensten Fällen ist das gewünscht oder soll so bleiben. Manchmal, wenn das Teil vielleicht gleich eingeschweißt werden soll, ist es egal. Meistens jedoch hantiert man später damit herum und kann sich unschöne Schnittwunden einfangen. Um das zu vermeiden, entgratet man Werkstücke.
Ob es sich dabei um ein Bauteil aus Leichtmetall, Baustahl oder Edelstahl handelt, ist nebensächlich. Auf den Bildern ist ein frisch an der Maschinenbügelsäge gesägtes Stück Flachstahl zu sehen. Beim Fräsen, Sägen oder Drehen ist der Grat mitunter so scharf, dass sich damit Papier schneiden lässt. Oder der Hals eines Flugzeugpiloten.
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2. Darum entgraten Top |
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Um den Flachstahl also mit an Bord einer Transatlantikmaschine zu bekommen, muss er entschärft werden. Dazu spannt man ihn in einen Schraubstock und zückt eine Schlichtfeile. Ob man dabei eine Flachstumpffeile oder Dreikantfeile nimmt, ist wiederum wurscht. Hauptsache, man hat eine gerade Kante an der Feile.
Feilen produzieren nur dann Späne, wenn man NACH VORNE mit ihnen arbeitet. Beim Zurückziehen passiert nichts weiter. Bestenfalls wird die Feile schneller stumpf. Zum Entgraten streicht man mit leichtem Druck über die ganze Kante des Werkstücks und nutzt dabei nahezu die volle Länge der Feile aus. Die Feile soll dabei leicht schräg über die Kante gleiten; setzt man die Feile rechtwinklig zur Kante an, feilt man an dieser Stelle leicht eine Scharte.
Das ist alles. Zwischendurch prüft man, ob schon aller Grat verschwunden ist. Die Kante soll sich ein ganz wenig rund anfühlen, der Radius aber kaum zu sehen sein.
Die Ecken des Werkstücks werden sinngemäß ähnlich bearbeitet: Man plattet die Spitzen im Winkel von 45° ab oder wiegt die Feile einige Male hin und her, so dass die Spitze verschwindet. Fühlt sich alles rund an, kann man den Flachstahl beruhigt ins Bordgepäck plumpsen lassen.
Das Entgraten von Blechen funktioniert im Prinzip ähnlich. Allerdings braucht man hier eine kleine Schlichtfeile. Im Gegensatz zu eine großen Feile hat die kleine Schlichtfeile eine noch feinere Teilung. Die braucht man, damit das Blech nicht quietscht.
Hat man das Bauteil nicht zwischen den Knien, muss man es so in den Schraubstock spannen, dass es nicht federt oder gar verbiegt. In unserem Fall wird der Blechstreifen nur an der Stelle bearbeitet, die auch gerade eingespannt ist. Kurz neben dem Schraubstock federt das Blech und quietscht. Dieses Gequietsche hat die Intensität von Hendrix´ "star sprangled banner", aber meist nicht dessen mpetus.
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3. Stahl, richtig gespannt. Top |
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Was sich am allereinfachsten anhört, ist meist am allerschwersten. Warum sollte das beim Feilen von Flächen anders sein? Metall-Ausbildungen fangen deshalb häufig damit an. Erstes Werkstück ist dabei ein Würfel oder ein solider U-Stahl. Dieser warm gewalzte und verzunderte Brocken soll an seiner Grundseite eine ebene Fläche erhalten.
Dazu muss zuallererst der Zunder von der Oberfläche. Das Zeug entsteht beim Walzen oder Schmieden und ist sehr hart und deshalb nicht bearbeitbar. Mit der Feilenspitze, die man nachher eh nicht braucht, kann man den Zunder runterkratzen. Prima eignen sich dafür auch grimmige Zopfbürsten für den Winkelschleifer.
Man kann diesen U-Stahl auf verschiedenste Arten in den Schraubstock spannen. Für das Planen der Grundfläche gibt es allerdings nur die hier gezeigte, eine. Der Stahl wird an den Stirnseiten gespannt.
An den Schenkelchen eingespannt, würde man dieselben zusammendrücken und der Stahl hätte einen runden Rücken. Die Fläche könnte man wunderbar planen, dürfte den U-Stahl bloß nie wieder ausspannen. Der verzöge sich ohne den Druck der Schraubstockbacken zu einer Rinne.
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4. Haarwinkel Top |
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Wichtiges Hilfsmittel neben Schraubstock und Feile ist ein Winkel oder Lineal, um die Ebenheit zu prüfen. Geht es um Schmiedegenauigkeiten, tut´s ein normaler Schlosserwinkel oder ein Stahllineal. Für genauere Arbeiten mit Toleranzen unterhalb eines Zehntel Millimeters braucht man indes ein Haarlineal oder einen Haarwinkel. Die Messflächen dieser Präzisionsinstrumente sind sehr genau geschliffen und ultra-grade.
Hält man einen Haarwinkel auf die Oberfläche und betrachtet den Lichtspalt, kann man genau sehen, wo sich eine Lunke versteckt oder die Fläche einen Buckel macht. Um die ganze Fläche zu beurteilen, muss man den Winkel oder das Lineal langsam hin- und herbewegen. Macht man das dann noch mal um 90° versetzt, hat man ein ziemlich genaues Bild von der Oberfläche des Werkstücks.
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5. Späne machen Top |
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Bei der U-Stahl-Feilerei beginnt man mit der größten und gröbsten Schruppfeile, die man in der Werkstatt auftreiben kann. Bei der Auswahl der Feile neigt man nämlich dazu, lieber eine zu kleine Feile zu nehmen. Mitunter sind Feilen nicht ganz grade. Das wiederum kann man prüfen, indem man mit messerscharfem Blick daran entlangpeilt oder ein Lineal dranhält. Um eine ebene Fläche zu Feilen, nimmt man die ballige Seite. Mit dieser Seite arbeitet die Feile in der Mitte.Die andere Seite ist hohl und arbeitet NICHT in der Werkstückmitte - die erzeugte Fläche würde zu den Kanten hin abfallen.
Bei der Feilerei hat man fast immer mit dem Phänomen zu kämpfen, dass die Feile kippt. Eine absolut ebene Fläche verlangt aber, dass die Feile mit einer auch am Ende völlig geraden Bewegung geführt wird. Hat man eine nur wenige Zentimeter große Fläche und fiedelt munter darauf herum, kommt mit dem Anlegen des Winkels die Ernüchterung: die Oberfläche ist krumm wie ein Uhrglas. Je größer oder vielmehr länger die Fläche, auf der die Feile aufliegt, desto ruhiger und gerader kann man sie führen.
Hat man den U-Stahl im Schraubstock eingespannt, kann man sich mit der Feile daranmachen. Man stellt sich dabei nicht stocksteif vor die Werkbank, sondern macht einen leichten Ausfallschritt zur Werkbank hin. Da die Feile nur in der Vorwärtsbewegung schneidet, sollte man auch nur dann Druck ausüben. Man legt sich mit dem Oberkörper ein wenig in die Bewegung und schiebt die Feile mit den Armen vor sich her.
Das hört sich blöd an und ist noch bescheuerter zu beschreiben. Muss man einfach machen.
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6. Kreuz und Quer Top |
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Wenn man die Feile immer wieder in einem anderen Winkel auf dem Werkstück ansetzt, entstehen Feilmuster. An diesen Mustern kann man erkennen, wo man gerade gefeilt hat und wo die Feile nicht im Eingriff war. Fürs Foto ist das hier mit einem Bleistift deutlich gemacht worden. Um eine gerade Oberfläche hinzukriegen, ist es ganz hilfreich, mal zu kucken, wo man gerade arbeitet. |
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7. Der letzte Schliff Top |
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Wenn man nur an einer bestimmten Ecke des Werkstücks feilen will, kann man die Feile auflegen, und mit dem Handballen oder mit dem Daumen nur an dieser Stelle Druck ausüben. Und natürlich die Feile dabei bewegen. Man trägt dann, gerade Feile vorausgesetzt, nur an dieser Stelle Material ab.
Ist die Oberfläche brauchbar eben, steigt man auf eine Schlichtfeile um. Kleinere Puckel kann man mit einer kleineren Feile glattbügeln. Zwischendurch steht allerdings immer wieder die Kontrolle mit einem Haarwinkel oder Haarlineal.
Die Werkstückoberfläche muss richtig schön sauber sein, damit die Feile bissig eingreift. Wenn man mit den Griffeln die Feilspäne vom Werkstück runterwedelt, reicht das bisschen Hautfett und Schweiß schon aus, damit die Feile abrutscht. Das fühlt sich dann an, als ob man statt der Feile ein Stück Flachstahl in der Hand hat. Beachtet man das nicht und setzt mit dem richtigen "Heidewitzka!" an, haut man sich am Schraubstock die Zähne ein.
Bis man die Fläche so wunderbar hinhat, wie auf den Bildern zu sehen, können einige Stunden ins Land gehen. Danach hat man nicht nur Lust auf ein oder mehr Bier, sondern auch ein Gefühl für das Material gekriegt und kann erahnen, was für ein Segen die Entwicklung des Winkelschleifers war.
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08.11.2002 | Bubu |
Kleiner Tipp nebenbei: Sollte die gefeilte Oberfläche in der Mitte höher sein (bergig), empfiehlt sich die Verwendung einer Dreikantfeile. Bei einer Dreikantfeile ist nämlich die Fläche nicht eben, sondern "gebogen" (Lineal drauflegen). Damit bekommt man solche "Buckel" wunderbar weg. Danach wieder mit einer Flachstumpffeile weiterarbeiten. |
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14.05.2003 | Michael Gottschalg |
Da habe ich eben den Artikel Feilen kommentiert ohne ihn vollständig gelesen zu haben (Balligkeit von Feilen) ich bitte das zu entschuldigen - aber ich war so begeistert von dieser Seite...
Viele Grüße - Michael Gottschalg
So viel Lob auf einmal... Da nehmen wir doch gerne alle Kommentare ;o) |
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29.11.2004 | Fotoma |
....jetzt 'mal spontan: Dieser Feilen-2-Beitrag ist einfach top von Sprache und Fotos her! In welcher Lehrwerkstatt welches Top-Unternehmens darf der Autor wirken? Man beachte auch den letzten Satz. Grüße Fotoma@volkerhergt.de Danke! & es war Daimler-Chrysler. |
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17.12.2004 | holzi |
hey, nicht übel, ganz gute tipps dabei. ich bin selbst azubi bei DaimlerChrysler, hab die gleichen tollen klamotten wie auf den bildern... und ich habe die mechanische fertigung vor einigen wochen zum glück hinter mich gebracht. der beruf macht sehr viel spaß, aber u-stahl feilen hasse ich. doch es hilft. nach anfänglichen problemen, wie "hubbeln" klappt es echt gut. aber echt guter artikel!! weiter so!
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19.09.2005 | Morris |
wie schaffe ich es die aüßere seitliche fläche gerade zu bekommen wenn sie schon verbogen ist....
artikel st klasse |
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04.12.2005 | blasenanderhandtunweh |
ja ja grundkurs metall bei daimler. kann es etwas schöneres geben als monatelang blasen an den händen zu haben und jedes bauteil 3mal herstellen zu dürfen? und kein mensch sieht, dass der lkw auf den 10tel mm genau gearbeitet ist |
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29.01.2006 | Praktikant06 |
jaja das gute alte U-Stahl, ich hatte jetzt ein dreiwöchiges Praktikum bei Cytec, naja bei einer Woche Zeit das Stück eben und winklig zu kriegen musst ich ja scheitern ;) 28,6% und Lernziel nicht erreicht
zum Schluss hab ich nur noch versucht mit der Rundpfeile einen kleinen Erfolg zu erreichen (kleiner Tipp von mir: macht das nicht, gibt ganz schlimme tiefe Relifen, die man an einerm Tag nicht mehr rauskriegt :( ) Tja: Feilen ist ne Kunst. Nimm Dir Zeit, dann klappts! JEM |
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12.02.2006 | Michael-Jürgen |
Ich möchte mich dem allgemeinen Lobreigen anschließen und Euch für die Gestaltung dieser kurzweiligen und lehrreichen Seiten danken.
Hier ist ja wirklich mit Liebe gearbeitet wurden. Schön.
Und wie schon an andere Stelle erwähnt:
Leicht und locker, hinundwieder mit einem Augenzwinkern geschrieben, beugt der Text doch wirklich der Ermüdung beim Lesen wirksam vor.
Besonders bemerkenswert finde ich auch die informativen und zugleich sehr ästhetischen Fotos in unaufdringlich elegantem Schwarzweiß. So schön können (auch technische) Bilder sein. Das hat Klasse.
Ein fröhliches Weiterso Euch ! |
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20.07.2006 | ArschFürAlles(Praktikant) |
Jaja, der U-Stahl. Sitze nunmehr eine Woche an dem sonem Teil. Bis jetzt is die Unterseite und eine Seite im 90 Grad Winkel fertig, bin grade am Phasen feilen, aber irgenwie klappt da alles net, wie ichs will, hab da immer ne Berg- und Talfahrt beim Lichtspalt-Test. Und der Ausbilder meckert mich dann immer an. Naja, zum Glück is das Teil bald soweit runtergefeilt, dass es zerbricht! ;) Super Artikel, hat mir sehr geholfen! (Im Gegensatz zu dem netten Ausbilder :) ) |
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06.08.2006 | Mickie |
Hi
Dieser Bericht erinnert mich an meine Ausbildung in 1982.
Dort standen wir zu fünft in einer Reihe an den Schraubstöcken in der Lehrwerkstatt und haben monatelang den U-Stahl gequält.
Wenn mal einer zu schnell mit einer Seite fertig war, dann kam der Ausbilder und hat einfach mit einem Hammer ein paar Macken rein gehauen die dann wieder rausgefelt werden mussten.
Aber noch schlimmer als das U-Stahl feilen fand ich das Schaben, das war nur furchtbar
Gruss mickie |
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19.10.2006 | Eva |
Oh mein Gott... ja, das machen wir auch gerade...
16 Leute die schön nebeneinander...
Was habt ihr eigentlich dann mit dem Plangefeilten U-Stahl gemacht?
Bei uns soll es mal eine Uhr werden mit Stiftehalter
grüßle an die Mitleidenden |
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30.10.2006 |
hehe das berühmte u-stahl, sollte so ziermlich fast jeder in seiner metall-grundbildung gemacht haben. es grüsst das 1.ausbildungsjahr FM06 der Fluggerätmechaniker der PFW Aerospace AG, Speyer ;-) |
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10.11.2006 | Dennis |
Das ist aber ein süßes Stückchen U-stahl. Ich hatte in meiner Ausbildung ein Stück 120er U-stahl das auch noch 250 lang war, außerdem war mein Meister ein Drecksack und hat mir nur das hinterletzte und abgegammelste Werkzeug gegeben was er finden konnte. Ich glaube die Schruppfeile hätte nichtmal mehr ein Stück Kreide abfeilen können. Nach ganzen 200 Stunden "Finger blutig feilen" war das blöde Teil endlich eben genug für meinen Meister. Nachdem ich dann in 200 weiteren Stunden noch die 2 flanken bearbeitet hatte und diese auch zufriedenstellend und im rechten Winkel waren kam der doch glatt noch auf die tolle idee ich könnte die Oberflächen polieren, das hat zwar nur ca 80 Stunden gedauert war aber mindestens genauso nervig. Zu guter letzt hatte ich dann die Auswahl ob ichs mit heim nehme oder in den Schrott werfe, naja, ich habe einen 1a türstopper.... |
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19.11.2006 |
Ich mache eine Ausbildung bei DaimlerChrysler als Konstruktionsmechaniker.... wir feilen auch gerade den U-Stahl. Kleiner Tipp: Feilt sehr langsam! Achtet auf die Maße!!!! |
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06.12.2006 | Rina |
Ich weiss gar nicht, was ihr alle habt - UStahl feilen und sägen ist gar nicht schlimm. Vor allem dauerts gar nicht so lange, wie alle meinen. Man muss nur die richtige Technik draufhaben. |
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31.12.2006 | fliegerhermann |
Ist zwar schon ne Weile her, daß ich das Feilen gelernt habe, aber grundsätzlich macht man es heute noch genauso wie damals: Jede Flachfeile hat normalerweise eine leicht ballige und eine ebene Seite. Nur wenn man die ballige Seite benützt und mit der linken Hand an der Stelle auf die Feile drückt, wo sie vom Werkstück Material abtragen soll,bekommt man auch eine ebene Fläche hin! Das weitere Vorgehen wie beschrieben(im Kreuzschliff feilen)! |
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16.02.2007 | Sven |
jaja der gute alte u stahl... ich hatte ein praktikum bei siemens absolviert und am anfang den u stahl bekommen. da hatte es schon etwas länger gedauert die drei anrisse zu feilen^^aber als ich fertig geworden bin sah der stah sehr gut aus, so sagte es der ausbilder! es war der graus die ganzen seiten grade zumachen!!
Kleiner tip: nimmt für ungrade stellen eine dreikantfeile und drückt auf die stelle wo es noch ungrade ist!! |
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06.08.2007 | Stefan |
Ma Jungs seit dem 1.8. kenne ich nun auch den berümten U-Stahl und ich kann euch sagen dass ich ihn nicht sehr mag. Ich hab meine lehre als Industrimechaniker angefangen und bescheftiege mich seit dem mit dem U-Stahl. Bis zur dritten linie bin ich schon vorgedrungen und Hut ab - ich habe noch keine Blase aba das kann sich ja noch schnell ändern ne!!!!! |
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09.08.2007 | Tim |
Hey leute ja ich bin auch seit 1.8 bei dem verdamten U- Stahl ich muss sagen der is zum kotzen ich bin jetz seit 2 tagen nur an einer fläche am feilen und dem meister gefällt das noch nicht das ist zum kotzen und am anfang wollten die arme nich mal so aber jetz gehts und blasen hab ich auch noch nicht! *juhuu* aber wer weis wie es noch kommt is ja noch nicht alles überstanden gell! naja wünsch euch allen anderen noch viel erfolg dabei und lasst es nich so lange dauern töööö tim bis den ma |
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23.09.2007 | Hugo |
Omfg U-Stahl >.<
An genau soeinem Ding wie auf den Pics werkel ich nun ununterbrochen seit 3 Wochen rum - 8h am Tag. Erst letzten Freitag, nach genau 15 Tagen bzw ca. 115 Stunden habe ich die oberste, große Flächer grade bekommen ... Juhu =)
Ich hasse das Teil. Entweder war in der Mitte ein Loch und am Rand 2 Buckel .. Dann is in der Mitte wieder ein Buckel und nach außen hin wird sie rund ... Dann war wieder irgend eine Kante zu weit abgetragn und ich musste die komplette Fläche ein paar mm tiefer legen ... Dann hab ich immer 3 von 4 Linien (senkrecht, wagerecht, 2x diagonal) gut hinbekommen und beim Versuch die 4. auch schön zu machen wieder alles versaut ... >.< Ein glück is mein Ausbildungsleiter n super, netter Typ, der sich mit anderen Azubis in späteren Lehrjahren über mich lustig machen ~.~ :S :D
Jetz muss ich eine dieser kleinen Seiten im 90° Winkel zurecht feilen .. 1. mal dieses Haarwinkel angelegt ... ò.Ó .... >.< voll krumm. Jetz muss ich erstmal ab morgen wieder ewich lang mm für mm runterfeilen .. an einer noch kleineren Fläche =(
Zum Artikel: Sehr, sehr gut geschrieben und mindestens genauso informativ. Was ich aus eigener Erfahrung noch beisteuern muss, sind die auftretenden Fußschmerzen bei Leuten wie mich, die bis jetzt noch nicht so lange stehen mussten. Es ist dann ne echte Herausvorderung 1. die Feile richtig zu führen, 2. dabei nicht ein einziges Mal abzurutschen und 3. still auf pochenden, drückenden und brennenden Sohlen vor dem Schraubstock stehen zu bleiben, damit 1. und 2. auch reibungsfrei klappt. mein Tipp: Trainiert eure Füße vor der Ausbildug!!!!
Gruß Hugo :)
Durchhalten! JEM |
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21.10.2007 | snowsurfer |
hi erstma an alle u-stahl-"liebhaber",..
mach bei opel meine ausbildung zur mechatronikerin.wir hatten gerade mal 2 tage zeit um das u-stahl überhaupt die die geforderte form zu bringen.dadurch das ich auch noch zu klein bin um die genormten(ich liebe normen*ironie*)grundstellung am schraubstock anzunehmen,hab ich auch noch ne 15cm hohe europalette unter die füße gestellt bekommen.ich fühle mich tierisch professionell ;/
aus unserem tollen u-stahl wird dann nen super kerzenständer..:)
oh man...
ich wünsche alle die diesen echt guten beitrag über das feilen von u-stahl lesen noch ganz viel spaß und super viel erfolg!
p.s.keine blasen an den händen baby!!...ohhhh yeahh!!! :) |
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10.05.2008 | Hugo |
Der Hugo von weiter obn nochmal :D
Genau am Nikoklaus hab ich meins fertig bekommen =) Alle Seitn grade un 3 Dreikant un 8 Vierkantbohrungsdinger drinn + Stifte dazu
Das war ein dreck ~_~
Mein meister meinte daraufhin: "Also, das ist der beste U-Stahl, den ich bis jetz gesehen habe. Und da kamen schon einige. Du bist mein bester Feiler!"
Ich glaub die Seite hat mir geholfn, vieln dank :D |
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29.05.2008 | Eva |
Ich melde mich mal als angehende Ergottherapeutin hier (ja auch wir dürfen Metall bearbeiten...)
Der Tipp von Bubu hat mir gerade besonders weiter geholfen, ich habe nämlich ein regelrechtes Gebirge gefeilt ;-)
Grüße
Eva |
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25.09.2008 | Matze |
Damit wird man sogar in der ausbildung zum Elektroniker gequält ^^ so ein kack! mag ja ganz nützlich sein die grundfertigkeiten der metalbearbeitung zu kennen, aber als Elektroniker für AT werd ich wohl kaum mehr ne Feile in die Hand nehmen müssen!! oder?? =P naja egal sin jetzt eh fertig,
echt guter Artikel!
lg Matze *sortimat*
=P |
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30.09.2008 | Enes |
boaahhrr ich habs langsam satt !! ich feile nun schon ca. 20 Stunden drann und ich kriege einfach alle flächen nicht gerade genung (mit dem Winkel) :( hat jemand tipps oder tricks? ich habe gehört das Kreide helfen soll :? |
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22.10.2008 | Mathias |
Hallo feile jetzt seit fast 2 Monaten.... U Stahl war super einfach aber jetzt kommt n Rundstahl den man auf einer seite einen Sechskant und auf der anderen einen Vierkant feilen muss... Total der scheiß.... erst mal ne Bezugsfläche und dann von der aus alle anreißen und so.... das erste mal hab ichs versaut hab ne 2te chance bekommen aber mir passierts meistens das ich ins untermass komm... naja wird schon hinhauen ich hoff ich pack dass und die schmeißen mich nicht raus! |
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18.02.2009 | Jessi |
Bubu aber nur machen wenn keiner der Ausbilder guckt *gg* |
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04.03.2009 | azubi09 |
ach der u stahl...scho was schönes^^ nach fast 8tagen feilen is des ding jetz fertig. kleiner tipp: feilt von anfang an schön gerade dann habt ihr eim schlichten keine größeren probleme mehr. etwas kreide auf dem feilenblatt hilft auch manchmal^^ viel spaß beim feilen |
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03.09.2009 | u-stahl der feind :D |
ich habe den ustahl 1 mal verkackt, neu angerissen alles und mitgenommen(hat natürlich keiner gemerkt) ich flexe den erstmal en stück^^ dann bissl feilen damit mans net sieht das es geflext is.. un morgen aufder arbeit fertigmachen
aufder arbeit hab ichne beschissene feile und 6 mm ustahl runterfeilen aufner längeren fläche dauert ganzen tag >.<
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10.09.2009 | U-Stahl?? Kennichnich |
Also ich finde diese Tipps absolut genial,
ich wurde einer "Produktionsschule" als Test zugeteilt,
obwohl ich den realschulabschluss habe *lach*
Naja ist nur vorübergehend, aber ich muss mich dort handwerklich betätigen und der "u-stahl" hat mir rein garnix gesagt, heute war mein erster tag und GOTT SEI DANK habe ich mich hier erkundigt, jetzt kann ich als absoluter nichtskönner, doch direkt reinstarten!! :D DANKE LEUTE!! |
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13.09.2009 | Christian |
Den verfluchten U-Stahl hab ich endlich fertig. War den anderen weit vorraus denn, kleiner Tip: U-Stahl mit nach Hause nehmen und an den Seiten oder da wo gerade Bedarf ist mit nem elektrischen Schleifstein ein paar milimeter runterschleifen. Dann kann man sich den nächsten Tag ganz auf die Feinarbeiten konzentrieren hehe=)
Wenn man keinen Schleifstein zuhause hat, dann ists schlecht...dann muss man wohl in den sauren Apfel beißen und feilen feilen feilen.
Meine Methode ist zwar nicht Sinn der Sache, aber als Elektroniker nimmt man später eh nie mehr ne Feile in die Hand! Davon ab zählt das Ergebnis und nicht die Schnelligkeit. Zumindestens war das bei uns so. |
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25.09.2009 | Ingo Müller |
Der Beitrag zum Feilen - was könnte ich noch zufügen? Genial! Vor allem die Kommentare sind ebenso interessant und machen neugierig auf den U-Stahl. Ich bin nämlich Quereinsteiger von bald 40 Jahren und möchte den Lehrabschluss nachholen. Nach meinen Recherchen werde ich kein U-Stahl zum Feilen vorgesetzt bekommen, jedoch juckt es mich in den Fingern. Und wisst ihr was? Werde mir in der Arbeit ein Stück abschneiden und mit nach Hause nehmen und in meinen Schraubstock einspannen. :-) |
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19.01.2010 | Walter |
Tja, das war auch schon vor 65 Jahren so. Als ich bei Rheinmetall lernte, bekamen wir auch dieses U-Eisen.
Rundherum winklig feilen und als besondere Schikane noch eine Seite 45 Grad anwinkeln und dann in die Grundfläcke ein Halbrund feilen. Man, was waren wir verzweifelt. Habs aber hingekriegt. Zeitvorgabe waren 6 Arbeitstage |
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19.03.2010 | Ihsan |
Ingo lass es lieber:)!!!ich kenne keinen menschen der es freiwillig macht;) |
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15.12.2011 | King |
AaaaaaaaAahhhhhhhhhh!!!!
Ich hasse U-Stahl!!!!!!!!
Trotzdem danke für die Tipps:) |
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11.01.2012 | Marcel |
Sehr guter Artikel. Bin Duali bei Blohm&Voss und habe gerade heute meinen U-Stahl fertig bekommen. Nach Schiffbauertoleranzen wäre der makellos :-D allerdings ist er hier und da nicht so ganz gerade :-/ Zumindest das eine der beiden Stücke, die ich draus aussägen musste.
Tipp: Anstatt die Schlichtfeile einzukreiden, nehmt 300er Sandpapier zum Oberfläche glätten (RZ-25), aber lasst es den Meister nicht sehen ;-) Man kann sich aber hinterher drin spiegeln :-D |
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