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Anleitung zum Stoßdämpferwechsel am Opel Astra |
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1. Stoßdämpfer kaputt... Top |
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Irgendwann sind Stoßdämpfer auch beim Astra einfach reif. Spätestens bei 150.000 Kilometern sollte man an den Austausch denken. Oft geben die Dämpfer aber auch schon vorher auf. Sicher ist das nur durch einen Test auf einem Prüfstand festzustellen.
Der gute alte Wipptest, bei dem sich "Experten" auf den Kotflügel lümmeln und dann mit zusammengezogenen Augenbrauen den Kopf hin- und herwiegen, sagt bestenfalls gar nichts.
Auch eine Probefahrt ist nur beschränkt aussagekräftig. Man braucht entweder eine Menge Erfahrung oder ein identisches Vergleichsfahrzeug mit definitiv intakten Dämpfern.
Bei kaputten Dämpfern verschlechtert sich die Straßenlage. Bei Geradeausfahrten nicht spürbar, bei Bodenwellen durch das Nachschwingen vielleicht sogar ganz lustig, in Kurven mitunter jedoch tödlich. Bei Fahrbahnunebenheiten geht die Bodenhaftung schlicht flöten. Kann sehr unangenehm sein. |
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2. Federspanner Top |
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Man sollte immer beide Seiten wechseln. Klappt alles, schafft man das in weniger als 4 Stunden.
Ein Federspanner zum Zerlegen des Federbeins ist unerlässlich. Es gibt Leute, die drücken den Wagen zu Boden und Fesseln dann die Federn mit Panzerband oder Spanngurten. Das ist nicht ohne - wem die gespannte Feder vor Freude ins Antlitz springt, genießt eine Freifahrt mit Blaulicht in die Spezialklinik.
Neben den Federspannern (besser 3 als die hier gezeigten 2), benötigt man zum Zerlegen des Federbeins einen Rohrsteckschlüssel SW 18 und eine 1/4´´ - Knarre mit Verlängerung, um die Kolbenstange gegenzuhalten.
Beim Lösen des Achsgelenks ist ein Universalabdrücker hilfreich, bei der Spurstange kann derselbe durch einen einfachen Zweiarmabzieher ersetzt werden. Mitunter ist das obere Federbeinlager hin. Man hört und spürt bei entlastetem Vorderrad ein Knirseln am Federbeindom. Das Lager gegebenenfalls gleich mit austauschen.
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3. Rad ab. Top |
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Wagen auf ebenem Boden abstellen und Handbremse anziehen. 1. Gang einlegen. Radmuttern und die Sechskantmutter der Antriebswelle lösen. Die Mutter auf der Antriebswelle sitzt mitunter sehr fest. Einen guten Ringschlüssel oder Stecknuß SW 30 verwenden. Sind die Laufräder feingewuchtet, Stellung der Räder vor dem Abnehmen markieren.
Wagen aufbocken, daß das Rad freikommt und gut unterklotzen. Rad abnehmen |
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4. Bremsen los! Top |
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Zum Ausbau des Federbeins Bremssattel abschrauben. Der Bremssattel ist mit zwei Inbusschrauben SW 10 am Federbein angeschraubt. Bremssattel losnehmen und samt Bremsschlauch Richtung Motorraum weglegen oder wegbinden.
Ist das Fahrzeug mit ABS ausgerüstet, den Drehzahlsensor samt Halter vom Federbein abschrauben und wegbinden.
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5. Achsgelenk lösen Top |
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Den Splint aus der Kronenmutter des Achsgelenks ziehen und die Mutter lösen. Hat man keinen Abdrücker, bekommt man den Bolzen manchmal mit Caramba und einer starken Zange heraus. Mit einer Brechstange, die sich gegen das Gelenk der Gelenkwelle stützt, gehts auch. |
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6. Lenkung / Querlenker Top |
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Mutter des Spurstangenkopfes abschrauben. Gelenk aus dem Federbein herausdrücken. Hat man weder Trenngabel oder Abdrücker, tut eine Zweiarmabzieher gute Dienste. Gewinde mit einer alten Mutter schützen.
Um das Federbein vom Achsgelenk freizubekommen, einen Flachstahl oder ähnliches mit einer Schraubzwinge unter den Querlenker zwingen. Mit dem Knie jetzt auf diesen Hebel steigen und den Querlenker herunterdrücken. |
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7. Federbein herausnehmen Top |
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Das Federbein zur Seite schwenken, Antriebswelle herausziehen.
Die beiden Muttern im Motorraum lösen. Das Federbein vorsichtig nach unten ablassen und herausnehmen.
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8. Federn spannen Top |
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Jetzt die Federn mit den Federspannern soweit zusammenspannen, daß der Anschlagpuffer ein wenig Luft unter dem oberen Lager bekommt.
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9. Federbein zerlegen Top |
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Das ganze Federbein fest in den Schraubstock einspannen und den Plaststopfen mit einem Schraubenzieher abhebeln. Zentrale Befestigungsmutter lösen. Dazu die Kolbenstange gegenhalten. Hat man das nicht das Opel-Spezialwerkzeug, geht das am Besten mit einer ¼´´-Knarre.
Mutter abdrehen und Stützlager, Gummidämpfer und Feder abnehmen. |
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10. Dämpfer tauschen / Einbau Top |
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Die Stoßdämpferpatrone sitzt fest eingedeckelt im Federbeinrohr. Die Blechmutter mit dem geeigneten Schlüssel oder einer großen Rohrzange abdrehen. Die Mutter ist ab Werk tüchtig angeknallt. Caramba oder warmmachen hilft.
Stoßdämpferpatrone ersetzen und die neue Rohrmutter (sollte dabei sein) sehr fest anziehen.
Die restlichen Arbeiten erfolgen in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaus.
Gummidämpfer und Feder wieder in Originalposition montieren. Schraubverbindungen fest anziehen, neue Splinte verwenden.
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20.05.2003 | Golub |
Toller Artikel.
Aber, warum wechselt ihr den nie die Feder mit aus?
Gerade die Feder ist doch dijenige die die Söße der Strasse dämpft. Der Schwingugsdämpfer (Stößdämpfer) regelt nur die Federschwingung der Feder aus. Jedes Material unterliegt der Ermüdung, die Feder auch. Sie staucht sich mit der zeit bis zu 3 cm zusammen.
Sollte diese nicht dann auch ausgewechselt werden?
: Stimmt, Feder kann man natürlich mit auswechseln. Nach unseren Erfahrungen ist mit den alten Federn der Komfort aber fast (..) so wie bei neuen Federn. Neue Federn kosten aber. Einen klassischen Dauerbruch habe ich bei Federn noch nicht erlebt, so dass man deswegen neue einbauen müsste. Gruß, Jens |
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15.10.2003 | hubi |
Hallo,
guter Artikel, habe ich fast genauso durchgeführt, bis auf eine Änderung, ich habe den Kopf der Lenkstange nicht abbekommen und habe daraufhin die komplette Lenkstange abgeschraubt, ging einwandfrei ab und wieder drauf. |
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01.11.2003 | robert |
hallo,
wenn der spurstangenkopf mal nicht aus dem konus will. 1-2-3 schläge mit dem fäustel von vorn auf den sitz, keinesfalls auf das gewinde oder den spurstangenkopf, dadurch wird der konussitz leicht verformt und der spurstangenkopf ist locker. wer jetzt nen schreck kriegt - wird in der opel-werkstatt genauso gemacht...
gruß
PS: wer den stoßdämpfer selbst wechselt hat eh kein geld für neue federn... |
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05.10.2005 | Autoschlachthaus |
Toller Artikel und Dank an hubi!!!
Die Spurstangenköpfe habe ich auch nicht ab bekommen, obwohl ich das schon öffter gemacht habe mit dem rausschlagen.Habe wie hubi geschrieben hat die beiden lenkgestänge (2Schrauben) gelöst und siehe da.....es funzt besser.-) Geht allerdings nur mit Bühne oder Grube, da man sonst nicht rankommt!
Vielen Dank MfG Tobias |
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26.12.2005 | didi |
Tolle Beschreibung, beim Austausch nach den besagten 150TKm sollte man auch an den Ersatz des 5?-Kugellager im Federdom denken, das hilft gegen schwergängige und knärzende Lenkung, wenn festgerostet. Aber selbst OPEL-Fachwerkstätten bauen nach 270Tkm noch das ausgeleierte Lager ein, in der Hoffnung der Kunde kommt nochmal, weil die Werkstätten eh kein (seltenes) Ersatzteil mehr vorrätig haben und das kostet halt nochmal das Aus und Einbauen.
Das ist auch ein Grund selber Hand anzulegen.
Federbruch gabs bei mir auch schon, ein Bein erneuert, steht das Auto wirklich 2cm schief!!!! Also nur paarweise austauschen!!!! |
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20.05.2006 | ahot2004 |
Vielleicht sollte man noch erwähnen dass die Patronenblechmutter im Federbein 200nm kriegt, Spurstange/Achschenkel 60nm, Kolbenstange/Domlager 55 nm, Traggelenk 70nm und die Antriebswellenkronenmutter mit 100nm vprgespannt wird, lösen, 20nm und genau 90 grad weitergedreht wird... wo ich dch grad was von opel-werkstätten gelesen hab... ;-(
gruß ahot2004 |
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26.10.2007 | peterpan |
Danke! Sehr hilfreich! |
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13.05.2008 | F. Stoll |
Zu 4. "den Drehzahlsensor samt Halter vom Federbein abschrauben und wegbinden" Diese Schraube reißt leicht ab, da sie fest ist (Stahlschraube in Alu). Muß dann rausgebohrt werden |
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20.02.2009 | Sven |
Sensor kann da belassen werden wo er sitzt, zumindest beim Astra F Caravan 1,8i mit der C18NZ Maschine. Lediglich die Steckerverbindung lösen welche im Radkasten sitzt. Hat den Vorteil das sich der Stecker sehr leicht lösen lässt und man vermeidet das sich beim abschrauben der Schraube selbige verabschiedet.
Gruß Sven |
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03.05.2009 | Matthias |
Hat super geklappt!!! Vielen Dank für diese super anleitung!!! |
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29.05.2009 | Rainer |
Habe vor 2 Tagen beide Federbeine komplett renoviert wegen
Federbruch rechts.Die Anleitung ist spitze.Heftig gewehrt hat sich eine Blechmutter der Stossdämpferpatrone, trotz viel Caramba und mehrmals erwärmen.Nach 2 Stunden Rohrzange ohne Ergebnis habe ich mit der Flex eine Kerbe in das Sechskantblech geschnitten, großer Meissel und 3 Schläge mit Fäustel haben geholfen.Beim 2 Federbein habe ich das direkt gemacht.Gesamtzeitaufwand bei mir:ca. 8 Std.
Preis für 2 Federn,2 Dämpfer,2 Domlager u. 2 Wälzlager:
130 EUR im Ebay-Shop(Neuware)
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24.07.2009 | Markus |
Vielleicht sollte man erwähnen, das der Wechsel bei Vectra, Calibra, Kadett, Ascona und Konsorten nahezu identisch ist, da alle die gleiche Achskonstruktion verwenden, die sich nur in Details unterscheidet... |
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16.01.2010 | Mike |
zu punkt 5. achsgelenk lösen:
diese zange wird nicht reichen.
hatte mir selbst einen ausdrücker gebaut(aus 10mm dick-und 60mm breitem flacheisen)
und das war noch zu elastisch(bin konstruktionsmech.stahlbau)
hab also tägl. damit zu tun.
mußte mir doch einen universellen(günstiger-ca 55,-Eu.) ausdrücker holen-passende größe beachten.und damit gings mit nem schönen knack auf dem letzten drücker(das teil ist aus guss-hällt also)ausdrücker sollte man also lieber dabei haben. |
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16.01.2010 | Mike |
zu punkt 5 noch anzumerken-mit einer brechstage gehts sicher auch,aber wenn man nur den stoßdämpfer wechseln muß sollte man das doch vermeiden(oder recht vorsichtig versuchen)denn sonnst könnte es passieren das es mehr zu ersetzen gibt als nur den s.-dämpfer.
mfg.Mike |
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16.01.2010 | Mike |
ich bins nochmal.
wollt nur sagen-super artikel
mit guten bildern-sehr schön kommentiert.
mfg. Mike |
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