www.autoschrauber.de
www.autoschrauber.de

Anleitung zum Zahnriemenwechsel am Nissan Micra

Titel: Jetzt wird geschweißt
Kommentare: 84 | Rubrik: Anleitungen
Schön geschrieben Praxisorientiert und Humorvoll leicht vers ...
22.01.2012 von Peter

Titel: Stehbolzen rausdrehen
Kommentare: 20 | Rubrik: Tipps & Tricks
bei der Verwendung von Kupferpaste aber aufpassen: Stahl + ...
21.01.2012 von TMaekkes

Titel: Furnier-Zauber
Kommentare: 2 | Rubrik: Anleitungen
Das Entfernen des alten Lackes geht auch sehr gut indem man ...
19.01.2012 von Tony

Titel: Der finale Dreh
Kommentare: 6 | Rubrik: Tipps & Tricks
super vielen dank. war schon am verzweifeln, zwar nich an e ...
14.01.2012 von Morf

Titel: U-Stahl, glattgebügelt
Kommentare: 36 | Rubrik: Anleitungen
Sehr guter Artikel. Bin Duali bei Blohm&Voss und habe gerade ...
11.01.2012 von Marcel

Google

Zahnriemen wechseln

Riementausch am Leichtgewicht

Nissan Micra 1

25.07.2000 | Autor: JEM

Auch beim Micra ist der Zahnriemen ein Verschleißteil. Sein Austausch ist zwar verzwickt, aber kein Hexenwerk.

Inhalt

1. Abdeckung abnehmen
2. Massekabel abnehmen / Scheibenwaschbehälter ausbauen
3. Radhausverkleidung ausbauen
4. Lichtmaschine lösen, Motor unterklotzen
5. Motorhalterung abbauen
6. Gewalt anwenden
7. Zahnriemenabdeckung

8. Motor auf OT drehen
9. Zentralschraube lösen
10. Zahnriemenabdeckung unten
11. OT-Stellung kontrollieren
12. Klemmschraube
13. Riemen auflegen, Spannung kontrollieren
14. Zusammenbau
Kommentare: 10

1. Abdeckung abnehmen Top

Die Kurbelwelle treibt über den Zahnriemen Wasserpumpe und Nockenwelle an. Der Riemen sollte alle 30.000 km nachgespannt und alle 80.000 km ausgewechselt werden.

Bei extremem Stadtbetrieb (geringe Kilometerleistung, hohe Betriebsstundenzahl) verkürzen sich diese Intervalle.

Ein Reißen des Zahnriemens bei laufendem Motor hat in der Regel ein Aufsetzen der Ventile auf den Kolbenboden zur Folge. Das macht eine Überholung des Zylinderkopfes erforderlich und ist teuer.

Die Arbeit erfordert kein Spezialwerkzeug, jedoch sollte man eine Brechstange und einen Drehmomentschlüssel haben.

Einige Arbeiten erfordern eine zweite Person.

Wer hat, fahre den Wagen mit den Vorderrädern auf Auffahrrampen, das erleichtert die Arbeiten untenherum.

Der Hersteller empfiehlt, das rechte Vorderrad zu demontieren, um die rechte Radhausverkleidung zu lösen, das ist nicht unbedingt erforderlich und ermöglicht die Verwendung der Auffahrrampen.

2. Massekabel abnehmen / Scheibenwaschbehälter ausbauen Top

Klick: grosses Bild
Klick: grosses Bild

Massekabel von der Batterie abklemmen.

Die Arbeit geht leichter von der Hand, wenn man den Scheibenwaschbehälter auch noch ausbaut und die Schläuche abnimmt.

3. Radhausverkleidung ausbauen Top

Klick: grosses Bild
Klick: grosses Bild

Radhausverkleidung im rechten Kotflügel ausbauen. Dazu die perfiden Kunstoffschräubchen lösen. Geht das nicht, mit ´nem Schraubenzieher dahinterhaken und die Biester stumpf herausreissen, ansonsten sitzt man noch Stunden später dran. Neu kaufen.

4. Lichtmaschine lösen, Motor unterklotzen Top

Klick: grosses Bild
Klick: grosses Bild

Motor unter der Ölwanne mit einem Wagenheber sicher unterstützen. Ein Holz oder Ähnliches zum Schutz gegen Abrutschen unterlegen; kontrollieren, ob der Wagenheber nicht nachlässt.

Keilriemen abnehmen. Dazu die Klemmschrauben der Lichtmaschine lösen und die Schraube an der Spannbrücke der Lichtmaschine lösen

5. Motorhalterung abbauen Top

Klick: grosses Bild
Klick: grosses Bild

Rechte Motorhalterung vom Rahmen abschrauben. Das eingestanzte "M" ist oben. Kontrollieren, ob der Wagenheber noch sicher sitzt.

6. Gewalt anwenden Top

Klick: grosses Bild
Klick: grosses Bild

Motorhalterung vom Motor abschrauben.

Einen gekröpften 12er Ringschlüssel oder eine 12er 1/2´´ Stecknuß verwenden. Gegebenenfalls muß bei dieser Sauarbeit der Motor mit einer Brechstange nach links gedrückt werden, um etwas Luft zu bekommen. Aufpassen, daß beim Abrutschen der Brechstange die Flossen des Schraubers heil bleiben.

7. Zahnriemenabdeckung Top

Klick: grosses Bild
Klick: grosses Bild

Obere Zahnriemenabdeckung abschrauben.

8. Motor auf OT drehen Top

Klick: grosses Bild
Klick: grosses Bild

Klick: grosses Bild
Klick: grosses Bild

Motor an der Zentralschraube der Kurbelwellenriemenscheibe auf OT (Oberer Totpunkt des 1. Zylinders) drehen. Nissan hat dazu nur eine mikroskopische Kerbe spendiert, die mit der Skala auf der unteren Zahnriemenabdeckung fluchten soll.

Am Nockenwellenrad muß der der Kreis mit der linken Kerbe im Gehäuse fluchten. Gegebenenfalls den Motor nochmals um eine volle Umdrehung weiterdrehen.

9. Zentralschraube lösen Top

5. Gang einlegen und einen Helfer die Bremse treten lassen, um den Motor zu blockieren.

Zentralschraube an der Kurbelwellenriemenscheibe lösen und Schraube und Riemenscheibe abnehmen.

Die Schraube ist unter Umständen bombemfest, eine gute Nuß verwenden, evtl. warmmachen.

10. Zahnriemenabdeckung unten Top

Klick: grosses Bild
Klick: grosses Bild

Untere Zahnriemenabdeckung abschrauben.

11. OT-Stellung kontrollieren Top

Klick: grosses Bild
Klick: grosses Bild

Nochmals die OT-Stellung der Kurbelwelle kontrollieren - die kleine Kerbe im Zahnriemenrad muß mit einer Nase in der unteren Gehäusehalbschale fluchten.

Gegebenenfalls die Zentralschraube einsetzen und damit die Kurbelwelle weiterdrehen.

12. Klemmschraube Top

Klick: grosses Bild
Klick: grosses Bild

Klemmschraube an der Spannrolle lösen und den Riemen abnehmen.

Die Spannrolle auf leichten Lauf prüfen. Bestehen Zweifel am einwandfreien Zustand der Kugellager: Ersetzen.

13. Riemen auflegen, Spannung kontrollieren Top

Klick: grosses Bild
Klick: grosses Bild

Spannrolle nach links drücken und klemmen.

Neuen Riemen auflegen. Die Laufrichtung ist, wenn nichts auf der Packung und dem Riemen bemerkt, egal.

Klemmutter der Spanrolle lösen und nochmals OT an Kurbelwelle und Nockenwellenriemenscheibe prüfen. Die Spannrolle sorgt von selbst für die richtige Vorspannung des Riemens. Motor zwei volle Umdrehungen im Uhrzeigersinn durchdrehen, damit sich der Riemen richtig auf die Zahnriemenscheiben legt.

Treten verdächtige (metallische) Geräusche auf, stimmt die Synchronisation von Kurbelwelle und Nockenwelle nicht: kontrollieren!

Der Motor muß sich einwandfrei durchdrehen lassen.

Klemmmutter festziehen; darauf achten, daß sich die Vorspannung nicht verändert.

Zahnriemenspannung prüfen: Der Riemen sollte sich bei mäßigem Daumendruck etwa 2 bis 4 Millimter durchdrücken lassen. Ein zu stramm gespannter Zahnriemen pfeift bei kaltem Motor im Leerlauf. Das ist deutlich zu hören. Untere Zahnriemenabdeckung montieren.

14. Zusammenbau Top

Klick: grosses Bild
Klick: grosses Bild

5. Gang einlegen, Helfer Bremse treten lassen, um den Motor zu blockieren. Kurbelwellenriemenscheibe aufsetzen und Zentralschraube mit 85 Nm festziehen.

Die restlichen Arbeitsschritte erfolgen in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaus. Die rechte Motorhalterung wird mit 45 Nm festgezogen.

Wenn das gute Stück dann läuft, ist das Erstaunen groß: wieder was Geld gespart...

Kommentare Top

15.10.2002 | Ali C.

Kleiner Tipp zum Ausbau vom Motorhalter! Wenn die Möglichkeit besteht die Arbeit auf einer Bühne zu machen, nach Ausbau des rechten Halters den Motor ohne Wagenheber hängen lassen und Fahrzeug hochfahren. Nun kann ich den Halter ohne Gewalt anzuwenden mit einem gekröpften 12er Schl. von unten demontieren! Gruß Ali C.

29.10.2002 | Uwe

Hi! Habe eure Anleitung für den Zahnriehmen ausprobiert und muß sagen es klappt sehr gut. An den schlechten MArkierungen der OT-Punkte könnt ihr ja auch nichts machen, aber die sind fürchterlich. Habe aber vielleicht eine Ergänzung zu machen. Beim Zusammenbau ist es sinnvoll nach der unteren Abdeckung erst die Obere zu montieren, damit man die Motorblockhalterung anschrauben kann. Denn das geht ohne die Riehmenscheibe erheblich besser, wie ich im nachhinein feststellen mußte. Ansonsten kann ich nur sagen, das es mir auf eurer Page sehr gut gefällt. Weiter so! Liebe Grüße Uwe

03.01.2003 | RS6

Wie wärs wenn ihr dir Räder markieren würdet?

Gute Idee, das schadet in der Tat nix und hilft im Zweifel weiter. Jens

28.03.2003 | Martin

Für alle Tuberdieselfahrer! Im Prinzip klappt der Wechsel genauso. Den OT kann man bei Turbodiesel am Getriebe einstellen. Da ist eine Kappe die eingeschraubt ist. Diese rausdrehen und dann gibt es eine eindeutige Makierung. Außerdem kann man die Nockenwelle mit einem passenden Winkel aus dem Baumarkt an der rechten Seite Blockieren. Die Dieselpumpe mit einem Edding durch die dafür vorgesehende Feststellöffnung stecken. Der hat den richtigen Durchmesser. Um die Spannrolle zu spannen, kann man zwei dickere Nägel durch die Spannrolle stecken und mit einem Schraubenzieher dann spannen. Aber immer schön rechts rum. Hat mir ein lieber VW-Mitarbeiter gesagt! Viel Spass beim Schrauben! Martin

28.03.2006 | Yusuf

Hi, da ist ein Fehler, wenn man die Bilder anklickt. Bitte korrigieren!!!

Mathias: Danke für den Hinweis. Leider sind die Originale vor Urzeiten mal verloren gegangen, so dass es keine großen Abbildungen mehr gibt.

12.06.2006 | Christian

Tolle Anleitung! Zunächst habe ich gezögert, den Zahnriemenwechsel selbst durchzuführen, weil ich bislang wenig Erfahrung mit Automotoren habe. Dann aber habe ich mich doch getraut und würde es beim nächsten Mal wieder selbst machen. Insgesamt habe ich jetzt beim ersten Mal 4 Stunden gebraucht. Der Zahnriemen kostet nur ca. 30EUR, sodaß ich einiges Geld gespart und viel über den Motor gelernt habe. Viele Grüße, Christian

02.10.2006 | Matkovits Wilhelm

Hallo zusammen! Auch ich will mich über den Tausch der Wasserpumpe inkl. Zahnriemen beim Micra stürzen.... nur.... habe ich einen Automatik-Micra. Kann mir vielleicht jemand verraten, wie man bei einem Automatik-Getriebe den Motor blockieren soll, damit man die Zentralschraube aufbekommt.... lg zusammen Willi

12.11.2006 | andré

Zum Automatikgetriebe, ich habe die untere Schraube mit dem Schlagschrauber aufbekommen, eine Möglichkeit zum Blockieren ist, den Anlasser wegzuschrauben und dann am Zahnkranz zu blockieren.

21.07.2009 | harleyhasser

Daaaaanke!!! Selbst der Nissan-Fuzzy hat behauptet, es gäbe einige k10, wo KEINE Nockenwellenmarkierungen vorhanden sind....... anscheinend wohl doch. Nur schade, dass sie so unplausibel und so wenig selbsterklärend sind, dass sie nur von Fachleuten als solche zu erkennen sind. Danke nochmals. Habe den Riemen einfach per Auge aufgehangen. 4. Topf auf überschneiden, also beide Nocken schön V-Förmig nach oben gedreht.... Läuft, aber patscht in den Luftfilter, wohl ein Zahn falsch. Gleich geht es neu an die Arbeit :-)))))

07.12.2009 | komar

ich wollte nur danke sagen dank der beschreibung habe ich zum ersten mal einen zahnriemen gewechselt und es ging wirklich gut danke nochmals

Zum neuesten Artikel vom 12.11.2009
Nebelwerfer im Auto - Anleitung zum Wärmetauscher-Tausch im Audi

Zum Artikel vom 07.11.2000
Öl im Wasser? Weisser Qualm? - Anleitung zum Wechsel der Zylinderkopfdichtung beim Golf Diesel