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Werkzeugkunde Steckschlüssel und Steckschlüsseleinsätze

Dieser Beitrag ist Teil der Serie
Kleine Werkzeugkunde:

1. Gruselkoffer contra Qualitätswerkzeug
Zangen, Zieher und Zsslüssel

2. Ring- und Maulschlüssel
Werkzeug - die Schlüssel

3. Ohne geht´s nicht
Steckschlüssel

4. Vier Zangen für ein Halleluhjah
Eine Zange macht noch keinen Schrauber

Titel: Jetzt wird geschweißt
Kommentare: 84 | Rubrik: Anleitungen
Schön geschrieben Praxisorientiert und Humorvoll leicht vers ...
22.01.2012 von Peter

Titel: Stehbolzen rausdrehen
Kommentare: 20 | Rubrik: Tipps & Tricks
bei der Verwendung von Kupferpaste aber aufpassen: Stahl + ...
21.01.2012 von TMaekkes

Titel: Furnier-Zauber
Kommentare: 2 | Rubrik: Anleitungen
Das Entfernen des alten Lackes geht auch sehr gut indem man ...
19.01.2012 von Tony

Titel: Der finale Dreh
Kommentare: 6 | Rubrik: Tipps & Tricks
super vielen dank. war schon am verzweifeln, zwar nich an e ...
14.01.2012 von Morf

Titel: U-Stahl, glattgebügelt
Kommentare: 36 | Rubrik: Anleitungen
Sehr guter Artikel. Bin Duali bei Blohm&Voss und habe gerade ...
11.01.2012 von Marcel

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Werkzeugkunde

Ohne geht´s nicht

Steckschlüssel

02.02.2001 | Autor: JEM

Bei umfangreichen Schraubereien kommt man kaum ohne Knarrenkasten aus. Knarre ist aber nicht gleich Knarre und manche Nuß nicht hart genug.

Inhalt

1. Verschiedene Größen
2. Teuer, teuer.

3. Inbus und mehr
Kommentare: 12

1. Verschiedene Größen Top

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Irgendwann hat man es satt, bei 10 über den Umfang des Ventildeckels angeordneten Schrauben zum Festziehen wieder und wieder den Schlüssel anzusetzen.

Wenn man sich dann nach getaner Arbeit umdreht, und einem das unter den Deckel gehörende Ölleitblech unschuldig von der Werkbank anblinzelt, ist das Maß voll: ein Knarrenkasten muß her.

Im der Technik von Auto und Motorrad sind viele Schrauben ohne Steckschlüssel gar nicht erreichbar, ein schmerzhafter Griff in den Geldbeutel unumgänglich. So ein Steckschlüsselsatz besteht aus einer Umschaltknarre und Steckschlüsseleinsätzen.

Nüsse, Verlängerungen, Kardangelenke und anderes Zubehör komplettieren den Kasten.

Steckschlüssel sind in verschiedenen "Kragenweiten" erhältlich. Angefangen von ¼´´ geht das Spektrum bis 1´´. Das Viertelzollwerkzeug bedient Nüsse von SW 5-14mm und ist für pusselige Sachen wie Mofamotoren, Radhausverkleidungen, Schrauben in Anlassern und Lichtmaschinen gemacht.

Nächstgrößere Gewichtsklasse ist 3/8´´. Sie ist ein Mittelding zwischen ¼´´ und ½´´. Irgendwie ist das Zeug weder Fisch noch Fleisch.

Für in einer Gehäusebucht sitzenden Zugankerschrauben einer Lichtmaschine sind die Nüsse zu groß, für ruppiges Gewürge an einer festgebackenen Krümmerverschraubung ist das ganze zu zierlich. Für Arbeiten an Motorrädern und Mopeds mag diese Größe angehen. Man kommt gut ohne 3/8´´ aus.

2. Teuer, teuer. Top

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Standardgröße im PKW- Bereich. Stecknüsse gibt?s von SW 10-32 mm.

Für Landmaschinen und leichte LKW hat die Werkzeugwelt ¾´´ auf Lager.

Wenn sich die Fahrzeugmasse jenseits der 10 Tonnen bewegt, kommt 1´´ - Zoll-Werkzeug zum Einsatz.

Daß man sich bei einer Neuanschaffung nur an Qualitätsprodukte hält, sollte selbstverständlich sein. Die im 100-teiligen Baumarktkoffer enthaltenen Stecknüsse haben etwa die Festigkeit von Sylvesterblei und sind garantiert nicht maßhaltig.

Die Mechanik einer billigen Knarre leidet schnell unter Zerbröselungserscheinungen und versagt garantiert dann, wenn´s um die Wurst geht.

Der Fachhandel bietet komplette Knarrenkästen in verschiedensten Ausstattungssgrößen an: der kleinste HAZET-Kasten in ½´´beinhaltet man gerade die Umschaltknarre, eine Verlängerung, ein Kardangelenk und zwölf Stecknüsse. Dafür werden jedoch bald 280 Mark aufgerufen.

Der Super-Weihnachten-und-Geburtstag-zusammen-Kasten kommt mit seinen 35 Teilen auf 500 Mark. Schluck. Eine Menge Geld, wenn man gerade durchs Selbermachen welches sparen will.

Man kann sich die benötigten Teile auch Einzeln kaufen. Das ist in nichts teurer, und man bekommt nur, was man auch wirklich braucht.

½´´- und ¾``-Stecknüsse gibt?s in 6kant und Doppelsechskant. Mit den Doppelsechskantnüssen halbiert man bei ein und derselben Knarre zwar nicht den Drehwinkel zwischen zwei "Klacks!", hat aber bei beengtem Raum mehr Möglichkeiten, eine Schraube zu drehen.

3. Inbus und mehr Top

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Ein Überbleibsel aus Opas Zeiten sind Rohrsteckschlüssel.

Mit Bohrungen zum Durchstecken eines Schraubenziehers hat man zwar nicht die Arbeitserleichterung wie bei einer Umschaltknarre, kommt aber an tiefliegende Schrauben. Diese Gründerzeitrelikte sind prima für das Pannenset im Kofferraum.

Sinnvolle Ergänzung eines Sortiments sind ausgefallene Stecknußgrößen (SW 11, 14, 16, 21, 22, ), eine zusätzliche Verlängerung für SEHR tief liegende Schrauben und ein Kardangelenk zum "um die Ecke schrauben". Richtig fein sind Inbusnüsse.

Mit ihnen kann man an festgebackenen Inbusschrauben herumbrechen, die einem sonst nur die Schlüssel verbiegen.

Für Innenvielzahnschrauben, die ein noch höheres Drehmoment übertragen können, gibt´s natürlich auch Stecknüsse.

Stockt man das durch einen Satz ¼´´-Werkzeug auf, sollte man für fast alle Fälle an Auto und Motorrad gerüstet sein.

Kommentare Top

09.09.2004 | josch

Egal ob man Steckschlüssel im Satz oder einzeln kauft, es sollte unbedingt ein sogenannter "Schiebegriff" dabei sein, d.h. eine schlichte Querstange mit darauf verschiebbarem 4-Kant zum Aufstecken der Nüsse oder Verlängerungen. So ein Teil wird unbedingt gebraucht für Gewaltaktionen an festsitzenden Schrauben, die man auch bei hochwertigem Qualitätswerkzeug tunlichst nicht der Ratsche zumuten sollte. Und kostet weniger als die Reparatur einer zerbröselten Ratsche.

29.04.2005 | Christian Julius

Allen Unkenrufen zum Trotz arbeite ich seit drei Jahren mit einem 100-Teile-für-30-Euro Knarrenkasten, der bei Gelegenheitsschrauben durchaus seine Dienste tut. Geht er kaputt sorgt die 2-jährige Garantie lebenslang für stets neuen Schraubergenuss. Zwei Motoren wurden bereits von mir mit einem solchen Knarrenkasten zerlegt, alle Teile haben es einwandfrei überstanden.

04.02.2006 | -two-

...wer jemals den handrücken beim bremssattellösen durch eine billig-baumarkt-knarre am kotflügel hautlos gemacht hat kauft sich ne hazet/stahlwille/gedore(o.ä)-knarre....

08.04.2006 | BEN

nach dem faustschlag auf den garagenboden, weil der billig-drehmo zerbrochen ist, gibts nurnoch gutes werkzeug! stahlwille, hazet und koken (das ist ein japaner mit hervorragendem werkzeug, www.koken-tool.co.jp) ansonsten schein die industrie-serie von proxxon was zu taugen (proxxon-industrial, gute werkzeuge für kleineres geld).

14.05.2006 | tom

aaalso. habe mit einem proxxon industrial kasten 1 ente komplett aufgebaut. bei der 2. ente war dann ne neue Ratsche fällig, die dann von beltzer, höhö die Proxxon industrial nüsse reichen für den hobbyschrauber qualitativ, sind auch im quasi Metrinchprofil aber die ratschen halten 2 autorestaurationen nicht Stand. Für die Unkenrufer: JA , ich habe einen Drehmomentschlüssel, den Proxxon also nur durch normalen gebrauch zerstört, und wenn ich den hammer ansetzen muss, dann nur am Beltzer ringschlüssel, den satz habe ich nämlcih auch. ( nette Eltern und geburtstag kurz vor weihnachten = dickes geschenk) für ein 20 jahre altes auto, an dem 20 leute ohne werkstatthandbuch alles "fest" gedreht haben, besser keinen chinakasten nehmen.

15.05.2006 | Marko

tom, kann es sein, daß Du die "festen" Schrauben mit der Ratsche gelöst hast? So kriegt man jede Ratsche kaputt, auch eine Hazet/Stahlwille. Beherzige lieber joschs Tipp. Wenn eine Schraube wirklich fest sitzt, dann die Ratsche weglegen und mit dem Schiebegriff arbeiten. Da kann man dann auch mal ein Rohr zur Verlängerung draufstecken. Und meine Kristallkugel sagt mir, den Drehmomentschlüssel hast Du genauso zerlegt. Schraube zu fest? Nehm ich den Drehmo, der ist doch so schön lang! Dabei darf man einen Drehmomentschlüssel niemals zum Lösen von Verschraubungen benutzen. Durch Mißbrauch kann man natürlich jedes Werkzeug kaputt bekommen. Und wenn ich dann noch lese, mit dem Hammer auf den Ringschlüssel, aua. Ich hoffe Du nimmst mir meine Kritik nicht übel, das ist als guter Ratschlag gemeint, damit Dein Werkzeug in Zukunft länger hält. :-) Ich habe übrigens seit knapp 10 Jahren zwei Proxxon-Ratschen, die funktionieren einwandfrei, und ja, ich benutze sie auch :-)

26.04.2007 | Karl

Ich schraube seit vielen Jahren und habe einiges an billigem Werkzeug und Qualitätswerkzeug wie Facom, Stahlwille, Garant u.s.w. gekauft. Was mich außer der Qualität am meisten nervte war das bei einem Satz das Teil das man braucht fehlte und Einzelteile kann man nicht nachkaufen.Ich fahre Harley Davidson und habe somit auch Bedarf an Zollwerkzeug.

05.06.2007 | NFM-Depot

Wir lösen jede feste Schraube mit der Ratsche. Bis jetzt ist noch keine kaputt - wir machen das schon seit Jahrzehnten so. Mann muss schon Qalitaet kaufen, dann hat man lange freude am Werkzeug. Gruss Juergen aus Neuss

08.06.2007 | Kurt

Das beste Werkzeug ist und bleibt Snap on Tools,hat lebenslange Garantie aber nur soloange es keiner klaut.

Wie schon beschrieben: da gibts auch andere Meinungen ;-) JEM

12.06.2007 | Michael Besterda

Naja,Opas Rohrsteckschlüssel haben mir schon öfters den Tag erleichtert,sind so sinnlos also nicht. Bei einer Mutter die für Ring - oder Maulschlüssel unzugänglich 50mm auf einem Stehbolzen sitzt sind Knarrennüsse unbrauchbar.Opas Steckschlüssel hilft da schon simpel weiter.

08.12.2007 | Matthias

Zur Ratsche: Ich habe mal an einer Fräsmaschine beim Werkzeugwechsel zum Horizontalfräsen eine Gedore Ratsche mit Verlängerung ausversehentlich stecken lassen. Tja, die Aufnahme der Hauptspindel war ein 24er Sechskant gehärtet! Jetzt nicht mehr. Ich lies die Maschine in einem kleinen Gang anlaufen und sehe im Blickwinkel noch die Ratsche sich drehen gegen das Maschinengehäuse. Der Motor geht in die Knie und plötzlich lässt es einen Schlag. Kaum zu glauben, aber die Ratsche funktioniert heute noch einwandfrei und die harte Aufnahme an der Maschine wurde abgedreht. (Ich habe heute noch den Schrei des Lehrmeisters im Ohr). Deshalb, investiert in Qualitätswerkzeug. Es begleitet euch ein Leben lang...

10.03.2008 | Christian

Bei Aldi gibts zu Weizhnachten seit 3 Jahren einen Werkzeugkoffer mit Halb- und Viertelzoll Werkzeug. Von 4 bis 32mm. Die Billig-Plastik-Schraubendreher sind Mist aber der Rest ist ganz tauglich. Mein Chef hat nen Knarrenkasten von SW-Stahl, die Knarre ist die gleiche. Vor allem kostet der Kram (2006) nur 40 Euro! Die Bits rosten schnell (nach einer Nacht im Regen -.- ... aber halten echt gut und lassen sich wieder entrosten. Mit den Torxbits hab ich schon einige Inbusschrauben getötet, auch 10.9er, der Bit war härter, nix mit passiert! Und ich hab auch mit der Knarre schon üble Sachen gemacht. Z.B. Radwechsel am Sharan - ca 200 Nm Lösemoment. Bis jetzt ist nur der 1/4" Bithalter kaputt gegangen, da ist ein Drahthalter drin der rauswollte - bei SW-Stahl gabs nach einer eMail kostenlos Ersatz. Der Mitarbeiter braucht ja nicht wissen wo ich das Zeug gekauft hab. Aber nicht weitersagen. :-)

Zum Artikel vom 30.01.2001
Ring- und Maulschlüssel - Werkzeugübersicht Schraubenschlüssel

Zum Artikel vom 05.02.2001
Alles muß raus! - Anleitung zum Wechsel der Wasserpumpe am Golf 2 Diesel