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Übersicht Handwerkzeuge

Dieser Beitrag ist Teil der Serie
Kleine Werkzeugkunde:

1. Gruselkoffer contra Qualitätswerkzeug
Zangen, Zieher und Zsslüssel

2. Ring- und Maulschlüssel
Werkzeug - die Schlüssel

3. Ohne geht´s nicht
Steckschlüssel

4. Vier Zangen für ein Halleluhjah
Eine Zange macht noch keinen Schrauber

Titel: Jetzt wird geschweißt
Kommentare: 84 | Rubrik: Anleitungen
Schön geschrieben Praxisorientiert und Humorvoll leicht vers ...
22.01.2012 von Peter

Titel: Stehbolzen rausdrehen
Kommentare: 20 | Rubrik: Tipps & Tricks
bei der Verwendung von Kupferpaste aber aufpassen: Stahl + ...
21.01.2012 von TMaekkes

Titel: Furnier-Zauber
Kommentare: 2 | Rubrik: Anleitungen
Das Entfernen des alten Lackes geht auch sehr gut indem man ...
19.01.2012 von Tony

Titel: Der finale Dreh
Kommentare: 6 | Rubrik: Tipps & Tricks
super vielen dank. war schon am verzweifeln, zwar nich an e ...
14.01.2012 von Morf

Titel: U-Stahl, glattgebügelt
Kommentare: 36 | Rubrik: Anleitungen
Sehr guter Artikel. Bin Duali bei Blohm&Voss und habe gerade ...
11.01.2012 von Marcel

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Werkzeugkunde

Gruselkoffer contra Qualitätswerkzeug

Zangen, Zieher und Zsslüssel

15.01.2001 | Autor: JEM

Für die Arbeit an Auto und Motorrad braucht man Werkzeug. Nicht irgendwelches, sondern gutes, das wenigstens bis Ende der Reparatur durchhält.

Inhalt

1. Warum?

2. Darum!
Kommentare: 36

1. Warum? Top

Wer sich um ernsthafte (sprich: zum Erfolg führende) Arbeit am fahrbaren Untersatz bemüht, braucht gutes Werkzeug. Die Palette von Werkzeuganbietern ist breit. An unterster Stelle rangieren Sonderposten- und Chinaplunderläden, dort angebotenes "Werkzeug" ist mitunter lebensgefährlich und in der Regel unbrauchbar.

Eine Wasserpumpenzange für 5 Mark besteht aus Stahlguß, bricht garantiert bei größerem Kraftaufwand und sorgt für prima Quetschungen und Freude beim praktizierenden Arzt. Ein chinesischer oder indischer "Schraubenzieher" (10 Stück 5,99 Mark ) taugt bestenfalls als Requisite im Werkzeugkasten, bei ernsthafter Anwendung brechen gerne die Griffe und man jagt sich die Klinge in den Unterarm.

2. Darum! Top

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Der Chinaplunder hat nicht nur unangenehme Auswirkungen auf die Gesundheit, auch vermurkst man sich das teure Kraftfahrzeug.

Die Klingen der Schraubenzieher sind zu weich, Hammerstiele aus Kiefer brechen nach dem ersten Schlag und Zangen greifen wegen viel zu weichem Maul gar nichts. Häufig prangt auf Schraubenschlüsseln das verheißungsvolle "Chrom-Vanadium". WIEVIEL der edlen Legierungsmetalle der verchromte Weicheisenschlüssel enthält, steht nicht dabei. Es dürfte sich um wenige Gramm pro Tonne Stahl handeln.

So mancher hat einen Satz solcher Werkzeuge "für den Notfall" im Kofferraum. Wenn man davon ausgeht, daß man bei vielen "Notfall"-Reparaturen nur einen Versuch hat, um z.B. eine bombenfeste Schraube loszukriegen, verschenkt man diese Chance, indem sich das feine Billigwerkzeug unter Staunen und Fluchen des Benutzers verformt. Frust macht sich breit. Diese "als-ob"-Werkzeuge werden gerne im Satz angeboten (100 Teile 49 Mark) oder als Werbegeschenk vom Automobilclub unters Volk gebracht. Für alle diese Machwerke gilt: Flossen davon oder ab in die Tonne!

Baumarktwerkzeuge stellen eine bessere, wenn auch nicht die beste Wahl dar. Im Prinzip trifft das oben gesagte häufig auch für die im Baumarkt verkauften Sachen zu. Die Qualität der da verkauften Sachen schwankt extrem und ist manchmal gerade brauchbar, manchmal mieserabel und unbrauchbar.

Die beste Wahl ist immer Qualitätswerkzeug aus dem Fachhandel. Unter Umständen muß man lange nach einem Fachhandelsladen suchen und ist dann auch erschlagen von den für gutes Werkzeug verlangten Preisen. Seltsamerweise gibt es in Deutschland fast nur deutsches Werkzeug zu kaufen. Gängige Anbieter sind neben anderen GEDORE, HAZET, STAHLWILLE, SANDVIK-BELZER, KNIPEX, WIHA, ELORA.

Diese Werkzeuge erscheinen zum Teil sündhaft teuer, haben jedoch einen Wert, der sich bei ernsthafter Arbeit und noch mehr bei "Notfall"-Reparaturen bezahlt macht. Für eine einzelne ½`` - Umschaltknarre von HAZET muß man z.B. um die 50 Mark hinlegen. Dafür bekommt man woanders ein 100-teiliges Chrom-Vanadium-Werkzeugset im praktischen Kunststoffkoffer. Man ziehe die Knarre vor: die kann man auch nach reichlichem Gebrauch in 30 Jahren noch den Enkelchen vermachen.

Keine schlechte Wahl sind unter Umständen aber auch die "Billigmarken" guter Hersteller. Diese unterscheiden sich qualitativ kaum vom Markenprodukt und sind mitunter deutlich billiger. Im Fachhandel heißen die Sachen dann unter anderem PROMAT, FORMAT oder RAHSOL.

In jedem Fall sollte gelten: Lieber wenige gute Werkzeuge als ein Sammelsurium ladenneuen Schrotts, mit dem man im Zweifelsfall auf dem Schlauch steht.

Kommentare Top

19.11.2002 | Stimmt!!!!

Vollkommen richtig!!!!! Und für US-Cars am besten das zöllige Werkzeug von den bekannten US-Markenherstellern verwenden (gibts auch in Deutschland bei US Car-Parts Händlern oder im gut sortierten Werkzeugfachhandel). Und wer noch sowas vom Ramschtisch in der Garage hat: am besten sofort zum Alteisen.

19.11.2002 | J Bellmann

Ich stimme dem Beitrag voll zu, aus Erfahrung mit einem billigen Radkreuz. Radkreuz hin und Radmuttern "verhunzt", es blieb nur noch ausmeißeln.

28.11.2002 | d.s.

es gibt aber auch SEHR gutes werkzeug der mittleren preisklasse wie z.b. von "proxxon" !!! sehr gutes preis-leistungsverhältnis! steht hinsichtlich haltbarkeit hazet in nichts nach. manche edelmarken sind nicht SO gut wie sie teuer sind.

26.01.2003 | Felix

Hallo, stimmt! In meiner Stadt gibt es einen Händler der Hoffmann Gruppe welcher ein eigendes Label zu den Markenlabels (Gedore, Stahwille usw.) anbietet. Habe damit bisher nur gute Erfahrungen gemacht - die Preise liegen meißt deutlich unter dem, was der Baumarkt verlangt (von den Ramschangeboten mal abgesehen). Schlüssel von Walther sind auch deutlich billiger und meiner Meinung nach sehr gut - sind nur etwas schwerer und rosten. Habe trozdem einen kompletten Satz Billigschlüssel im Keller. Manchmal muss man nämlich einen Schlüssel zerflexen, verbiegen oder etwas dranschweißen. Dafür sind die hervorragend geeignet - und man macht sich nicht sein teures Markenwerkzeug kaputt.

26.02.2003 | René Trinks

Dieser Artikel spricht mir aus der Seele. Eine weitere sehr gute und preiswerte Werkzeugmarke ist unter der Bezeichnung ORION zB. bei HAHN & KOLB zu bekommen. Über die Marke Proxxon kann ich leider nichts gutes berichten, habe damit schlechte Erfahrungen gemacht (etliche der Nüsse aus dem kleinen Knarrenkasten sind bei harten Einsatz einfach auseinander gebrochen ). Ich habe die defekten Nüsse dann durch HAZET und Gedoreh ersetzt ! Jetzt keine Probleme mehr !

06.03.2003 | Jeahhh!!

Proxxon finde ich durchschnittlich gut. Kaufe aber nur noch Hazet oder "SNAP ON". Snap On ist zwar das teuerste was ich kenne aber halt auch das Beste was ich kenne, dafür kann man davon ausgehen, daß das Material immer!!! früher aufgibt als das Werkzeug. Wer kennt das nicht, wenn man diese Arschloch-Schrauben bei Auspuff und Konsorten lösen wil: man Stütz sich mit den Beinen schon an der Bühne ab, hat Angst daß man das Auto von der Bühne schmeißt - und dann das ungute Gefühl wenn man merkt wie bei dem Gabelschlüssel die Gabeln immer weiter werden, und sich das Ding bei Abrutschen durch den Motorblock arbeiten würde. Dieses Gefühl hatte ich bei SNAP ON noch nie!!! Eher das Gefühl, daß ich mit einem 7er Schlüssel und 3Meter-Rohr als verlängerung das Auto auf die Seite Lege - aber nein - so weit kommts nicht - es reißt hundert % die Schraube vorher ab. Man hat nicht einen Teil des Schlüssels danach im Bein stecken. (Das Bleibt dem Baumarkt-Werkzeug vorbehalten) Das passiert bei Hazet auch nciht. Aber das Snap On ist irgendwie Hardcore-Beschichtet - das schmeißt du mal auf den Boden dann ist es sauber, und das Öl das Vorher dran war - am Boden. (Natürlich nicht ganz so krass - geht aber in die Richtung :-) Grüße Phil

03.04.2003 | Gruß SAM

Ich kann dem Artikel auch nur voll zustimmen. Aus eigener Erfahrung meine ich auch, dass man lieber mehr Geld in gutes Werkzeug investieren sollte, als in Billigschrott von ALDI. Ich hab lieber ne abgerissen Schraube in der Hand, als ne abgerissene Hand an der Schraube. Ist zwar etwas übertrieben, unterstreicht aber das vorangegange recht gut.

21.04.2003 | Christian

Bei "Plus" gibts mal wieder einen Plastikkasten-Ratschensatz für 50Euro - habe den gleichen Kasten schon merhmals von einem Freund ausgeliehen - und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Trotz roher Gewalt (Turbolader von Auspuff und Krümmer lösen) blieb das Ding heil. Aber teures Markenwerkzeug ist auf jedenfall feiner!

25.04.2003 | Rostlaube

Ohne Werbung für die Bude machen zu wollen, bin ich nach 25 Jahren Hobbyschrauben bei Snap on gelandet. Umtausch von wirklich mal beschädigtem Zubehör und hält wirklich ewig!

21.01.2004 | outrage

Bei meinem Proxxon-Knarrenkasten haben die häufiger beanspruchten Teile auch schon den Geist aufgegeben. Ich kann das Zeug nicht empfehlen. Sehr empfehlen kann ich jedoch Werkzeug von FACOM.

20.02.2004 | Andreas

Hi habe gute Erfahrungen mit der Hausmarke des Westfalia Werkzeughandels gemacht. Ich habe dort einen 50 Teiligen Indus/Vielzahn/Torx Bitsatz gekauft. Diese haben auch eine grobe Schlagschraubertortur (VW Antriebswelle) ohne Probleme überstanden. Trotzdem verwende ich am meisten Hazet oder Stahlwille Werkzeuge, obwohl meine besten Schätze noch "Friedensware" aus DDR Produktion sind. Diese Teile sind nicht kaputtzukriegen.

26.02.2004 | Jörn

Kann dem Artikel nur zustimmen. Wo ich auch größtenteils gute Erfahrungen mit gemacht hab, war Promat. Hab mir für um die 75 € einen Kasten mit kleinem und großen Atrieb gekauft und bin - bis auf die kleine Ratsche - zufrieden damit. Aber das will nichts heißen, denn die gehen auch von Hazet bei mir recht schnell kaputt ;-) (aber nicht so schnell wie die von Promat)

27.07.2004 | depechemodel

...stimmt alles soweit. das allerhärteste, unkaputtbareste werkzeug ist bei mir allerdings seit 20 jahren das russenzeug aus pappis lada...;-)

01.09.2004 | Nils

Das teuerste Werkzeug ist immer das, welches man zweimal kaufen muss. Wer diesen Grundsatz beherzigt, kann durchaus sein Leben lang mit seinem Werkzeug auskommen. Hier ist ein gewisses Markenbewustsein Geld wert, sprich Proxxon, Hazet oder auch bei Elektrogeräten Hilti oder Fein. Nach fest kommt ab, aber es sollte immer nur die Schraube ab sein, und nie der Schlüssel!

06.09.2004 | Dellorto

Die Frage der richtigen Werkzeug-Marke ist oft schon eine religioese Gretchenfrage. Da stehen sich die Fans der Lager ebittert gegenueber wie Schalker und Borussen. Wie auch immer ob Stahlwille, Gedore, Hazet, Snap-On oder Facom. Die teuren Sachen sind ihr Geld wert. Vor allem fuer Vielschrauber. Der Rest ist Geschmacksache. Die matt-rauhe Oberflaeche von Hazet soll ein Abrutschen mit oeligen Griffeln vermeiden. Die blank-glaenzende von Facom oder Snap-On laesst sich leichter sauber halten und sieht irre aus. Wie sieht das mit Snap-On denn eigentlich aus? Dachte man kommt da als normalsterblicher Endkunde gar nicht dran, sondern muss Gewerbetreibender sein. So aehnlich wie frueher beim Schrauben-Wirth. Noch was: Wer hat Erfahrungen mit Metrinch-Werkeug?(Passt auf Metrisch, auf Inch und auf vergammelte Schrauben) Taugt das was oder Finger weg? (Besonders interessant fuer alle Ami- oder Brittish Schrauber, die auch mal ein Kontinentaleuropaeisches oder ja... ja... japanisches Fahrzeug warten muessen.

07.09.2004 | Diddi der Free Biker

Voll richtig das mit dem guten Werkzeug . Motorrad und Billigrams , das geht überhaut nicht gut . Oelablassschraube rund , Billignuss platt , Verbandskasten aufgebraucht und die Kinder können neue Kratfausdrücke. Gutes Wekzeug ist das A und O der Schrauberei, sonst braucht man gar nicht erst Anzufangen . Gute ergebnisse hab ich mit Knipex gehabt ...Gruss Diddi

09.09.2004 | josch

Zum Thema Metrinch: Die Metrinch-Schlüssel und Stecknüsse sind qualitativ gut und haben durchaus ihre Existenzberechtigung - aber nicht als alleiniger Schlüsselsatz, schon garnicht als Ersatz für metrische und zöllige Schlüssel. Bestens geeignet zum Lösen bereits rundgedrehter Schrauben, aber im Normalfall tut man sich mit genau passenden Schlüsseln leichter, zumal die Metrinch-Schlüssel m.E. schlicht zu kurz sind. Konstruktionsbedingt haben die Metrinch-Schlüssel mehr Spiel und brauchen mehr Schwenkwinkel als normale Schlüssel - schlecht wenn's eng wird und schlecht in Verbindung mit Ratschen, die garnicht erst einen Zahn weiterschalten sondern nur die Nuß hin- und her schwenken. Als Zweit- oder Dritt-Schlüsselsatz für Not- und Sonderfälle, insbesondere Demontage vergammelter Schrauben kann so ein Metrinch-Schlüsselsatz aber durchaus hilfreich sein.

28.10.2004 | HANZ

Ja, hier springt mich ein wahres Wort an! Qualität, statt Quantität. Wer sich mal beim Versuch, eine selbstsichernde Mutter zu lösen, die vor 17 Jahren mit 265NM angezogen wurde, die Verlängerung abgedreht hat und dann fast auf die Fresse geflogen wäre, überlegt sich zweimal, wieviel Geld er für die nächste 17er ausgeben wird. So ein Billigkasten kann aber manchmal ganz nützlich sein, wenn eine nicht sonderlich festsitzende Schraube in unnatürlicher Größe an einem für Zangen für unzugänglichen Ort gelöst werden soll. So einen Chinakasten für nen Zehner im Keller zu haben ist sicher nicht falsch, solange man weiß, was man dem Blech zumuten kann

27.11.2004 | Volker Hergt

Zusammenfassung: Schraubenschlüssel: Ab SW10 aufwärts geht mittelpreisige Ware, darunter nur Topqualität nehmen! "Gutes Werkzeug ist die halbe Arbeit" und "Ich bin zu alt für Kompromisse!" Ja, stimmt. Nur: Ich als Hobbywerker (oder besser: Muss-wegen-nicht-reich-Werker) der hier 'mal Parkett, dann 'mal Rigips und andermal eine Lima bearbeitet, kann mir nicht für alle Gewerke Topwerkzeug leisten. Automäßig bin ich mit meinem Japanwerkzeug ("Asahi Tools", Halbzollknarre mit 10-19, dito Ringmaul) seit gut 20 Jahren recht zufrieden: Passgenau, stabil, jedoch klobig und schwer. Der 17er Ringmaul von Asahi wiegt 154 g und ist vorne am Maul 7mm breit, der dito "Format" (gute Ware!) hat 107 und 5,5. Bei 95 kg und 12er-Pratzen grämmt mich das weniger. Unschön ist, dass die Knarre keine Gummiarmierung hat: kalt und erhöhte Verletzungsgefahr. Für die Werkzeuge SW10 und kleiner (Ring, Maul, Viertelzollknarre) empfehle ich intensiv: Nur Spitzenware verwenden! Ich habe hier "Format" und "Elora". Eine Sechsermessing ist gleich rund, ein Dreierbolzen gleich ab und in den Eckchen, wo die oft hocken, ist Ersatz manchmal schwer einzubringen. Mit Topwerkzeug hat man einfach mehr Gefühl. Das braucht man - andererseits - bei Auspuffschellen nicht so, hier reicht stabil und halbwegs masshaltig. Dreiachtelzollknarren sind gut für Profischrauber als Drittsatz, im Bereich SW10-13 sind sie sicher meistens optimal: Kräftig genug und handlich. Als Solo-Lösung rate ich ab: Schwächlich an der Auspuffschelle und klobig an der Lautsprechermutter mit Verlängerung und Gelenk im Kofferraum rechts oben. Segen und Fluch zugleich sind die 13er-Nüsse für 1/4": Immer die Augen offen halten für die Ersatz-Qualitätsknarre zum erträglichen Preis! Was ich doch noch brauche, ist ein Drehmomentschlüssel. Ich bitte um Tips: Bereich, Bauart, Hersteller, Produkte, Preise, Bezugsquellen, Versandhandel (lebe im ländlichen Raum!), danke. fotoma

06.05.2005 | Minifahrer

ein artikel, den sich jeder hobbyschrauber zu herzen nehmen sollte! ich selbst habe einmal mit einem sammelsurium von billigwerkzeug angefangen, aber schon aus mangelndem vertrauen diesem gegenüber mir einen steckschlüsselsatz inkl. umschaltknarren von "LUX" zugelegt (kostete ca. 130 €). bin mit der vorgefundenen qualität sehr zufrieden, vor allem, weil ich als besitzer eines englischen autos damit auch schrauben mit zollmaßen gut "verschrauben" kann.

09.09.2005 | der uhle

Spitzenartikel kann ich nur sagen. Von Berufswegen stehe ich auch genau zu diesen Aussagen. ABer die Firma Rahsol als eine "billigere" Marke zu bezeichnen halte ich für ein Gerücht. RAHSOL wurde vor ein paar Jahren durch die Firma Gedore aufgekauft. Seit dem ist nicht nur die Qualität gestiegen, sondern auch der Preis. RAHSOL ist zwar noch nicht ganz so teuer wie die Oberfirma Gedore, aber die Qualität spricht 1A Bestsellerbände.

20.09.2005 | Bastelfietz

Super Seite, Super Informationen und einfach wunderbar geschrieben !!! Das mit dem Markenwerkzeug kann ich auch nur unterstreichen. Habe damals in der Ausbildung mein komplettes Lehrgehalt den Herren Belzer und Gedore zugetragen, aber die Schlüssel und Zangen sind immer noch in Gebrauch. Die Anläufe mit 'billig-Werkzeug' sind fast immer in die Hose gegangen, wenn die Schraube mal fester saß als der Chinese dachte... Sehr häufig krame ich mitlerweile sogar das uralt Werkzeug von meinem Großvater wieder raus, das ich damals weil schon angeschmuddelt in die Ecke verbannt hatte, aber das fast ausschließlich von den bekannten deutschen Herstellern kommt, und trotz Flugrost immer noch besser greift und paßt als manch Chromgeschir...

27.09.2005 | rabek45

JEM ist halt ein Profi und hat 100% Recht! Für Hobbyschrauber gilt aber doch eine etwas differenzierte Betrachtungsweise, die insbesondere durch die Dicke des Geldbeutels und Gelassenheit der Frau oder Freundin (Pardon, politisch korrekt: Partner/in) bestimmt wird. Bevor ich also für Qualitätswerkzeug- und Werkstattausrüstung meine Altersversorgung verpfände, hier ein vernünftiger Mittelweg-wir hängen ja nicht 24 Std. 360 Tage unterm Auto und wechsel auch nicht stündlich eine Kupplung. Daher: Für einen Satz Grundwerkzeug, den man ständig braucht, ist die beste Qualität gerade gut genug. Wer mit einem Schraubendreher aus der Schießbude die Restauration eines Oldtimers oder auch nur die Reparatur von Omas Nachttischlampe versucht, hat schon verloren und scheitert bereits an der Lüsterklemme. Dasselbe gilt für Flach- und Rohrzange oder Seitenschneider vom Krabbeltisch im Baumarkt. Bei Schlüsseln wirds schon ganz anders. Bei mir ist ein Ringschlüsselsatz von ALDI schon jahrelang in Einsatz und verrichtet unermüdlich seine Dienste. Nur der 10er und 13er sind natürlich durch Schmuckstücke von Hazet (nach meiner Meinung das Beste was es gibt) ergänzt. Davon kann man ohnehin nie genug haben, denn immer wenn man unterm Auto liegt, schlummert der 13er gerade im Kofferraum. Und mein großer Nusskasten von "OPTIMA" (wer auch immer das ist) hält schon bestens 25 Jahre, lediglich die kleine Ratsche und eine 19er Nuss hatten den Geist aufgegeben. Hier schaffen nun Topteile wie oben Ersatz, es muss also nicht ein kompletter Edelkasten für 150 ? oder mehr sein. Für acht Zylinderkopfschrauben im halben Jahr brauche ich auch keinen sündhaft teueren Drehmomentschlüssel, da tut es ein Sonderangebot bei ebay oder aus dem Baumarkt genau so gut. Ich versuche damit allerdings auch nicht, schön angeknallte und eingefressene Radmuttern zu lösen, nur weil der so einen praktischen langen Hebel hat. Bohrmaschine und Einhandflex - richtige Edelteile von Metabo und Bosch- möchte ich nach 1000-fachem Einsatz nicht mehr missen, da ist Billigschrott wirlich rausgeschissenens Geld. Das gilt in gleichem Maße für so banale Teile wie eine Säge, eine Dreikantfeile oder den klassischen Bohrersatz. Wer mit dem "Multifunktionswerkzeug" aus Nachbars Bastelkiste schon mal versucht hat, einen verrotteten Auspuff zu demontieren, weiss wovon ich rede, wenn er stolz nach getaner Arbeit seinen Tennisarm und die Blasen an der Hand demonstrieren kann. Fazit: Hazet, Fein und Hilti sind unumgänglich für den professionellen Werkstatteisatz; selbst für den ambitionierten Hobbyschrauber dagegen reicht auch vielfach ein No-name Produkt zum halben Preis. Und zum Schluss noch eins: Gutes Werkzeug braucht auch Pflege, Wartung und sachgerechte Behandlung. Selbst das beste und edelste Stecheisen bringt einen zur Verzweiflung, wenn man damit zuvor dem alten Unterbodenschutz an seinem Zweitwagen zu Leibe gerückt ist. Ich habe sogar mal einen Spezialisten gesehen, der-mangels eines passenden Schlüssels- zum Lösen einer Kontermutter am Gasgestänge seine Bügelmessschraube aus der samtbezogenen Holzschatulle benutzt hat.

Prima Fazit! Jens

04.04.2006 | Markus

Ich war im Sommer in Amerika und habe dort mit meinem Großcousin am Auto gearbeitet. Ich muss sagen, dass ich die Werkzeuge von Snap-On (wie schon erwähnt), Craftsman und Mac-Tools verwendet habe. Ich war wirklich beeindruckt von der Qualität zumal sie deutlich billiger sind als Gedore (mein Favourit) und Co.

05.07.2006 | tom

Stimmt genau. Hände Weg von Billigzeuch. Mein über 30 Jahre alter Gedore Ratschenkasten tut es noch immer. Nur 10, 13 und 17er Nuß sind nicht mehr die ersten. Sehr empfehlen kann ich die "Garant" Eigenmarke von Hoffmann. Die "Holex" Dinge von Hoffmann sind fast auf Baumarktniveau. Davon Finger weg. Das Billigwerkzeug von mir betrachte ich nicht als Wekzeug, sondern als Verbrauchsmaterial. Billigschlüssel tun es zum Abflexen etc. und gelegentlichen Einsatz. Die Schraubzwinge für den Ventilausbau Tipp ist auch nix teures sondern Baumarkt.

14.07.2006 | schrauberjung

sehr schön geschrieben, aber ich kann nur sagen hände weg von proxxon. die knarren taugen allemals für die kunststoffautowerkstatt des sohnemanns aber nicht für echte arbeiten. knack und ab ist der stiel... und dieser proxxon dremel ersatz verreckt sobald er einmal verkantet und somit stillsteht. (für immer...) und denn kostet das zeug auch noch geld, frechheit... ich empfehle nur gedore und hazet, das meiste aber nicht selbst gekauft sondern von vater und großvater "vererbt" :)

21.10.2006 | Alex

ich für meinen Teil kann über Proxxon nichts schlechtes sagen, arbeite auch seit meiner "Mofa-Zeit", also seit gut 10 Jahren damit, habe mal nen Satz verschenkt und mir nen neueren geleistet aber bisher (bis auf hier und da einen Verlust durch verzotteln) noch nichts austauschen müssen. Und von abgebrochenen Stielen habe ich auch nur bei Ramsch gehört, ach ja, und es erleben dürfen. Nichtmal ne Achsmutter vom Fahrrad haben die gehalten., bevor sie sich zu einer Eckwinkel-um-die-Ecke-Knarren-Werkzeug verformt haben. Aber wie gesagt, Proxxon hab ich noch niochts schlechtes erlebt mit, auch schon komplett mit meinen 100 kG drangehangen ohne Probleme.Lediglich der Rost zwischen den Schrauben hat aufgegeben. Allgemein kann ich allerding auch nur zustimmen, Qualitätswerkzeug ist wertvoll, und darf auch ruhig ein paar EUR kosten!

01.12.2006 | jakob

Wohl wahr, wohl wahr. in meiner schülerzeit hatte ich mir (mehr geld hatte ich nun wirklich nicht) den 1/4"-proxxon-kasten zugelegt und den 1/2"... und ganz ehrlich? die qualität ist mehr als überzeugend. gerade die kleine 1/4-ratsche ist unglaublich. mit der 13er-nuss drauf hab ich schon die übelsten schrauben damit gelöst und mich mit dem ganzen körper in das ding gestemmt. und das durchaus recht oft.

11.12.2006 | Peter Schulz

Das mit dem abbrechen/verrecken der Proxxon Ratsche kann nicht sein. Ich habe letztens einen Mini-Motor komplett unter anderem mit so einem Kasten zerlegt. An mancher Stelle hab ich auf die Proxxon Ratsche mit dem schweren "Hämmerchen" so draufgedroschen, dass sich mir als Zuschauer die Nackenhaare gesträubt haben. Ich habe absichtlich das Proxxon genommen, weil ich das meiner Hazet Ratsche nicht antun wollte :D aber ich muss sagen, alles in allem war ich sehr (positiv) überrascht von dem Proxxon Werkzeug. Auch die zölligen Schrauben und Muttern ließen sich mit dem AS-Drive von proxxon noch ziemlich gut öffnen, wo z.B. (ältere) Stahlwille Nüsse vorher gescheitert sind. Abschließend wollte ich eigentlich nur feststellen, das Proxxon natürlich nicht das beste High-End Werkzeug ist, aber es bietet meiner Meinung nach das beste Preis/Leistungsverhältnis für Hobbyschrauber!!! Wie das im täglichen (Kfz-)Werkstattbetrieb aussieht, kann ich nicht beurteilen. Natürlich ist es auch eine Frage des Egos :) ob ich nun sage ich habe ein Hazet Knarrenkasten oder einen von Proxxon. :) Was natürlich kein Objektives Kriterium für gutes oder schlechtes Werkzeug sein sollte.

08.01.2007 | Gernot

Ein Nachteil, besonders bei Billigknarrenkästen, ist die Tieftziehfolie, die für die Aufteilung sorgt und eigentlich das Werkzeug an seinem Platz halten soll. Diese taugt nichts, wenn man den geschlossenen Kasten senkrecht hält, es verteilen sich zumindest die Kleinteile. Bei normaler Beanspruchung des Werkzeugs geht die Folie auch als erstes kaputt. Gibt es vielleicht eine bessere Möglichkeit bzw. kann man sich sowas mit vertretbarem Aufwand selber machen?

13.01.2007 | Svenson

@Gernot: Ja es gibt eine gute Möglichkeit: ich habe aus einer ca. 2,5 cm. dicken Schaum-Isolierung für Wohnmobile eine passende Einlage gebaut. Das Zeug ist wie normale Isomatte nur dicker. Die Nüsse bekommen alle ein passendes Loch geschnitten, Knarre, Verlängerungen und Co. eine Mulde. So hab ich auch schon aus verschiedenen Einzelteilen mit einem alten Setzkasten einen "Automitnahme-Knarrenkasten" gebastelt.

04.11.2007 | Michi-kfz

Stimmt bin selber Mechaniker und wenn ich sehe, mit was die kunden zum teil an ihren Autos schrauben- das ist echt für die Schrott tonne . Das geht nicht nur auf die Nerven wenn mit dem Werkzeug nicht richtig arbeite kann sonder ist auch sau gefährlich weill wenn ne nuss im schlag schrauber platzt zum beispeil kann das ganz schön ins Auge gehen

17.09.2008 | Tbtechniker

Es wird doch oft dieses Billig-Werkzeug verachtet. Denkt nur an die Kunden die dann doch in die Werkstatt kommen weil die Schraube rund, abgerissen oder sich Verletzungen zugezogen haben die ein weiterarbeiten unmöglich macht. Mit anständigem Werkzeug wäre es ihnen vielleicht nicht passiert und auch davon leben dann die Werkstätten.

28.09.2008 | Bolt Thrower

Das Thema Werkzeug ist nicht nur bei Kunden ein Problem, viel schlimmer noch sind die meisten Werkstaetten selbst. Kenne viele, die kein (ausser Industrie) gescheites und vollstaendiges Werkzeug besitzt. Schlagschraubernuesse oder einen kalibrierten Drehmomentschluessel???...Leider nicht.

07.05.2009 | Oswin

Fakt ist aber auch, daß viele garnicht wissen, wie ein Schlüssel kraft- und formschlüssig mit effektivem Wirkungsgrad angesetzt wird und wenn ich eben davon ausgehe, daß ich einen 13er Schlüssel mit 1 Meter Rohr verlängern kann, dann hab' ich eben genausoviel Hirn wie Muskelkraft. Außerdem, wer mit Werkzeug vom Wühltisch am Auto schraubt ist mit Sicherheit auch nicht in der Lage eine metrische von einer zölligen Schraube zu unterscheiden und sollte von Autoreparaturen die Finger lassen.

09.05.2010 | andybln

Zunächst: tolle Seite! Themen ausführlich beschrieben und sinnvoll kommentiert! Zum Thema Werkzeug: Ich habe eine Proxxon (selbst gekauft) und Gedore/Hazet (geerbt, abgestaubt) Kombination und bin damit sehr zufrieden. Mit der mittlerweile 12 Jahre alten Proxxon-Knarre hab ich mit 2m Wasserrohr bestimmt schon 30 Radmuttern abgerissen, weil die sich nicht mehr lösen ließen. Trotzdem kann ich mit der 8er Nuß immer noch gefühlvoll arbeiten (1/2"-Antrieb) und auch Achsmuttern anballern... Thema Drehmomentschlüssel: Wir haben an der Uni mal einen Versuch gemacht.Einen Rundstahl (12mm) mit Dehnmeßstreifen versehen und eine Mutter aufgeschweißt. Dann haben wir diverse Dremo´s getestet und das Ergebnis war: billig und sehr gut (elektronisch Hazet) lagen ALLE im Toleranzbereich von ca. +/- 25% des angezeigten Drehmoments. Sicher gehts nur mit dem Winkelanzugsverfahren. Allerdings hängt das Ganze immernoch an Gewindeschmierung, Schraubenwerkstoff, den riochtigen Scheiben....... ab.

Zum Artikel vom 08.01.2001
Tausch ohne Tücken - Kurze Anleitung zum Austausch von Wellendichtringen

Zum Artikel vom 30.01.2001
Ring- und Maulschlüssel - Werkzeugübersicht Schraubenschlüssel