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Anleitung zum Einstellen der Ventile

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Top Anleitung Danke ...
17.05.2010 von edition

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Kommentare: 27 | Rubrik: Anleitungen
Danke für die super bebilderte Anleitung, da kann man einen ...
16.05.2010 von Bert

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Ventile einstellen

Der Spion im Haus erspart den Werkstattbesuch

Ventilspiele an Auto und Krad

21.06.2001 | Autor: JEM

Ventile steuern im Motor den Gaswechsel und müssen eingestellt werden, wenn man keine Hydrostößel hat. Mit etwas Zeit und Werkzeug kein Problem.

Inhalt

1. ...erspart den Werkstattbesuch
2. Warum Ventilspiel?
3. Der Spion im Haus...

4. Ran an die Ventile!
5. Tickt alles richtig?
6. Spiel einstellen
Kommentare: 18

1. ...erspart den Werkstattbesuch Top

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Irgendwie klapperts im Motor.... Das Ding nagelt wie ein Diesel, tankt aber Super bleifrei? Vielleicht sinds die Ventile! Heute stellen sich die meisten Ventiltriebe dank Hydrostössel von selbst nach. Hier wollen wir am Beispiel einer alten BMW und eines R19 zeigen, wie man das "von Hand" macht.

Ventile hängen im Zylinderkopf und steuern beim Viertaktmotor den Gaswechsel, d.h. verschließen oder öffnen den Brennraum zum Vergaser / Einspritzanlage oder zur Auspuffanlage hin. Dieser Gaswechsel wird im Motor über die Nockenwelle bestimmt. Über Zahnräder, Kette oder einen Zahnriemen angetrieben, läuft diese Welle mit halber Geschwindigkeit der Kurbelwelle.

Die Nockenwelle kann im Motor verschiedene Plätze haben, gängige Abkürzungen in englischer Zunge sind:

OHV - overhead valves, Ventile hängen im Zylinderkopf, die Nockenwelle ist im Motorblock angeordnet.

OHC - overhead camshaft, Nockenwelle befindet sich über dem Zylinderkopf.

DOHC - double overhead camshaft, zwei Nockenwellen rotieren über dem Zylinderkopf, eine treibt meist Einlaßventile, die andere die Auslaßventile an.

Das Ventil wird über die Nockenwelle geöffnet und schließt sich "von selbst" durch die Rückstellkraft der Ventilfedern. Bei hohen Drehzahlen reicht diese Kraft nicht mehr aus, die Ventile "flattern": der Gaswechsel ist nicht mehr optimal. Für schnelldrehende Motoren baut man deshalb zwangsgesteuerte Ventile, die auch per Nockenwelle wieder geschlossen werden.

2. Warum Ventilspiel? Top

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Die "Verbindung" zwischen Nockenwelle und Ventil kann direkt oder durch Stößelstangen und Kipphebel passieren. Die Ventile, besonders das Auslaßventil, sind Temperaturen bis 800°C ausgesetzt. Diese Wärme werden sie in geschlossenem Zustand über den Ventilsitz an den Zylinderkopf wieder los.

Schließen die Ventile nicht mehr richtig, verbrennen sie und der Ventilsitz. Das geht bei grundverkehrt eingestelltem Spiel schnell.

Bei Erwärmung dehnt sich das Material im Motor aus. Die Wärmeausdehnung ist im Ventiltrieb aber unterschiedlich groß. Um das auszugleichen, sieht man ein Ventilspiel vor. Es garantiert, daß die Ventile auch bei betriebswarmem Motor anständig schließen und abkühlen können.

3. Der Spion im Haus... Top

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Zum eigentlichen Einstellen benötigt man im wesentlichen eine Fühlerlehre. Opa nannte das Ding auch Spion, wer weiß - vielleicht bekommt man mit dem Teil ja auch Hoteltüren auf.

Ein gängiges Maß für das Spiel der Einlaßventile an Auto-und Motorradmotoren sind 12 - 16 Hundertstel, entsprechen 0.12 - 0.16 mm. Auslaßventilen gönnt man ein wenig mehr, 15- 25 Hundertstel.

In Reparaturanleitungen oder technischen Dokumentationen sollten die genauen Daten zu finden sein. Im Zweifel das Spiel jedoch lieber ein wenig größer einstellen, damit das Ventil nicht abbrennt. Der Ventiltrieb ist dann ein wenig lauter.

In der Regel (von der es natürlich Ausnahmen gibt) soll der Motor zum Einstellen kalt sein. Höchstens handwarm.

4. Ran an die Ventile! Top

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Zum eigentlichen Einstellen den Ventildeckel abnehmen. Die eventuell vorhandene Dichtung schonend behandeln oder gleich Ersatz besorgen.

Zündkerzen herausschrauben. Der Motor lässt sich leichter drehen. Den Motor durchdrehen und dabei die Bewegung der Ventile beobachten.

Meist kann man die Kurbelwelle an der dem Getriebe abgewandten Seite packen. Irgendwo findet sich eine Riemenscheibe mit Zentralschraube. Motor immer in Laufrichtung drehen. Im Zweifelsfall den 4. Gang einlegen und den Wagen von Hand ein wenig vorwärts ziehen. Der Motor dreht jetzt richtigherum.

5. Tickt alles richtig? Top


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Jetzt kann man die Ventile spielen sehen: in weniger als der Hälfte der Nockenwellenumdrehung ist das einzelne Ventil überhaupt betätigt. In dieser unbetätigten Stellung, in der die Feder das Ventil in seinen Sitz drückt, wird das Spiel eingestellt.

Spiel prüfen. Dazu die Blättchen der Fühlerlehre einzeln zwischen Kipphebel und Venil schieben. Das richtige Maß ist erreicht, wenn sich die Lehre saugend-schmatzend in den Spalt schieben lässt.

6. Spiel einstellen Top

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Ist das Spiel zu klein oder zu groß, die Einstellschraube lösen. Dazu die Kontermutter lösen und die Schraube um einen Hauch verdrehen.

Eine prima Gedächtnisstütze gibt dabei die Küchenuhr ab. Wenn das Spiel zu groß ist, die Schraube von vielleicht 2 Uhr auf 4 Uhr reindrehen und die Kontermutter fest anziehen. Dabei auf Nummer sicher gehen. Eine losvibrierte Kontermutter, die später auch noch im Kopf herumgeistert, nervt. Die Einstellschraube beim Kontern immer festhalten, damit sie sich nicht mit verdreht.

Ventilspiel wieder kontrollieren. Stimmt der Wert, den Motor nochmal durchdrehen und das Spiel erneut messen. Stimmt? Well done!

Eine grobe Prüfung kann der feinfühlige Monteur auch ohne Fühlerlehre vornehmen. Das Spiel am Auslaßventil sollte deutlich spürbar sein. Sind die Lauscher in Ordnung, ist ein ganz leises Klacken zu hören, wenn man den Kipphebel bewegt.

Bei den Einlaßventilen sollte man die Grenze von 10 Hundertsteln gerade noch spüren. Klackern darf da jedoch nichts.

Kommentare Top

06.01.2003 | Marc

Gute Seite insgesamt. Dieser Artikel ist ebenfalls informativ. Aber was ist mit den berühmten Einstellplättchen um das Spiel zu korrigieren (oder ist das beim Golf so nicht nötig)?

----: du hast recht. Viele Motoren werden heute wg. Platz- und Gewichtsersparnis über Plättchen eingestellt. Das ist nicht beschrieben; vielleicht demnächst? Jens

15.01.2003 | toni

gefaellt mir insgesamt die autoschrauber-site. aber ist bei der einstellung der ventile nicht eine bestimmte reihenfolge einzuhalten?

25.01.2003 | kirchmann

Super Seite, repariere gerade meine GSX F. Gerade die Venilarbeiten, ob einschleifen oder einstellen werden anschaulich beschrieben und sind eine große Hilfe.

27.07.2004 | Steff

Ganz nett, aber neben der Reihenfolge, ist da nicht auch die Position der Nockenwelle von Bedeutung ?

die Position, ja. Die genaue Position, nein. Wichtig ist einzig und allein, dass das gerade einzustellende Ventil entlastet - also nicht betätigt ist. Jens

03.11.2004 | Christian

Hallo echt gute seite . Hilft einem echt weiter. Wäre nur gut wenn man genaue daten für das jeweilige auto oder so auch irgendwo lesen könnte ! aber sonst echt gut

23.05.2005 | jellybrain

ein wirklich gut gemachter artikel!!!

12.10.2005 | Rolf R

Hallo die Seite ist ganz gut, mir hat Sie auch weiter geholfen und mann sollte sie nicht schlecht machen, indem man frägt (das steht nicht beschrieben ..........) wenn Ihr das ganz genau für euer Auto wissen wollt müßt Ihr Fachbücher kaufen (Jetzt helf ich mir selbst ).Danke und sorry mußte ich los werden.

19.09.2006 | Q_Big

Hmmm, also Sorry. Ich habe gerade einen Zylinderkopf demontiert und überholt. Neue Ventilschaftdichtungen eingesetzt, neue Simmerringe, etc. Das Ganze habe ich wieder montiert und der Motor läuft wie ne Eins. Nur die Ventile wollte ich noch einstellen, was ich aber noch nie gemacht habe. Aber in deiner Anleitung stolpere ich schon über "saugend/ schmatzend" was mir überhaubt nichts sagt und mich nicht weiter bringt.... :-(

Saugend-Schmatzend bedeutet, dass die Lehre grad noch so zwischen Kipphebel oder Nockenwelle und Tasse/Ventilkopf durchgeht. Ist schlicht gefühlssache. Lässt sich allerdings mit einer Mikrometerschraube, die Du beispielsweise exakt ein Zehntel arretiertst, nachbilden. Da kann man sehen, wie sich ein Zehntel anfühlt. Gutes Gelingen! JEM

06.11.2006 | Jan H.

Top hat mir geholfen!

03.03.2007 | chris

Hi, coole Seite. Aber woran erkenne ich bei meinem Corsa 1.2, welches das Auslassventil ist? Chris

Das Auslassventil ist immer KLEINER als das Einlassventil. Und es ist fast immer auf der dem Auspuffkrümmer zugewandten Seite des Zylinderkopfes. Kucken und Gedanken machen. Gutes Gelingen! JEM

11.03.2007 | Samy

Falsch Jens, das Einlassventil hat immer den größeren Durchmesser. Gruß Samy

Du hast natürlich recht! Ist schon korrigiert. Jens

12.03.2007 | bugpe

Berichtigt bitte die letzte Antwort Soll heißen Auslassventil ist immer KLEINER(aber wie sieht man das beim Einstellen?) Wenn man nicht an der Lage der Kanäle erkennen kann,um welches Ventil es sich handelt,Motor in Drehrichtung drehen,das Ventil, das bei der Überschneidung öffnet,ist das Einlassventil.

12.03.2007 | bugpe

@ chris Falls du einen OHC-Motor hast,wird garnicht eingestellt(Hydrostößel). Der OHV wird bei laufendem Motor eingestellt.

20.03.2007 | Jens

Vielen Dank für Deine Arbeit, die Du Dir machst. Absolut informative Seite - echt empfehlenswert. Eigentlich hatte ich richtigen Bammel bei meinem "Kälbchen" den Schädel zuöffnen, um die Ventilspiele zu kontrollieren - jetzt hab ich, dank Deiner Seite, das Prinzip wirklich letztendlich verstanden. Ich komme auf alle Fälle wieder ! Gruß Jens

23.10.2007 | Thomas

Hey cool. Ich finde jemand der sowas ins Netz stellt hat einen tüchtigen Applaus verdient. Denn Fotos knipsen, Dokumentation und dann noch die Digiknipse zu reinigen ist schon ein selbstloser Akt. Danke

Bitte! JEM

14.06.2008 | Andi

Jau - echt toller Artikel! Gratulation! Hat auch mir geholfen! Danke!!!!!!!!!!!!

18.08.2008 | Tobsen

Superklasse!!!!! habe danach gegoogelt bei welcher temperatur die Ventile eingestellt werden müssen/sollten.. nach 3 sec auf dieser seite wusste ich was ich wissen muste.. SUPER ÜBERSICHTLICH!!! Sierra klickert nur noch ganz minimal und mein Quaddel goarnet mehr!!! SUPER ARBEIT SUPER SEITE 1+++

17.11.2009 | Hardbreakkid

coole sache haha

Zum Artikel vom 10.06.2001
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