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Kurze Anleitung zum Austausch von Wellendichtringen

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Top Anleitung Danke ...
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Danke für die super bebilderte Anleitung, da kann man einen ...
16.05.2010 von Bert

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Simmerring undicht?

Tausch ohne Tücken

Wellendichtringe ersetzen

08.01.2001 | Autor: JEM

Drehende Wellen dichtet man mit Wellendichtringen ab. Lassen diese Simmerringe irgendwann mal Öl, müssen sie ausgetauscht werden.

Inhalt

1. Dichtring noch dicht?

2. Austausch
Kommentare: 2

1. Dichtring noch dicht? Top


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Radialwellendichtringe, im allgemeinen als "Simmeringe" bekannt, gibt es für die verschiedensten Einsatzbereiche. Im Fahrzeugbereich dichten die kleinen Kunststoffringe mit federbelasteter Dichtlippe meist eine drehende Welle in einem ölgefüllten Gehäuse. Früher oder später wird diese Dichtlippe hart und ist nicht mehr in der Lage, antändig abzudichten.

Beschleunigt wird dieser Vorgang durch ein falsches oder altes Öl. Es tropft. Erst nur im Betrieb, später auch im Stand. Besonders lieblich, wenn das austretende Öl gleich noch Kupplungs- oder Bremsbeläge unbrauchbar gemacht hat.

Hat man sich den Weg zum eigentlichen Übeltäter "Wellendichtring" erst einmal mal freigeräumt, ist der Wechsel eigentlich kein Problem mehr. Vor Beginn der Arbeit sollte man sich den neuen Dichtring besorgen. Die meisten Dichtringe sind Normteile. Auf der Außenseite sind meist eine Buchstaben- und eine Zahlenfolge zu lesen. Die Buchstabenkombination bezeichnet die Bauform und den Werkstoff des Rings, die Zahlen geben Innen- und Außendurchmesser sowie die Baubreite des Rings an. In Fachgeschäften kann man mit diesen Angaben zum passenden Dichtring kommen, in jedem Fall sollte er bei einer Vertragswerkstatt erhältlich sein.

2. Austausch Top

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Ist ein Dichtring "vorfristig", d.h.: nach unnormal kurzer Laufzeit kaputtgegangen, sollte man die Lauffläche der Welle besehen: ist sie einwandfrei glatt oder hat der alte Ring eine kleine Nut in die Welle gedreht? Ist der alte Ring beschädigt? Vielleicht hat der vorige Monteur gemurkst und den Ring verkantet oder gewalttätig eingebaut. Wurde das richtige Öl verwendet? War das alte Öl noch die Originalfüllung von vor 15 Jahren und entsprechend kaputt und aggressiv?

Um den alten Ring aus dem Gehäuse zu bekommen, muß man meistens nur einen Schraubenzieher ansetzen und den Ring aus seinem Sitz hebeln. Ist der Ring etwas versenkt, kann man mit einem an der Spitze abgewinkelten Schraubenzieher Glück haben. Wichtig ist in jedem Fall, daß die Welle nicht beschädigt wird.

Hat man den alten Ring draußen, die Eindrehung, in der der Ring saß, peinlich sauberkratzen. Oft läuft das Öl wegen schlampiger Montage nicht durch die Dichtung, sondern Außen am Ring vorbei. Die Dichtlippe des neuen Rings leicht einölen und den Ring vorsichtig über die Welle schieben, bis er vor dem Gehäuse steht.

Sitzt der Ring nur lose im Gehäuse, kann man ihn Außen dünn mit nicht aushärtender Dichtmasse (Curil, Reinz-O-Plast, etc.) einstreichen, um zu verhindern, daß das Öl "außenrum" läuft. Jetzt den Ring in seine endgültige Position drücken oder schlagen. Der Ring besitzt meist einen Stützring aus Stahlblech, der dem kostbaren Bauteil Steifigkeit verleiht. Jedwede Kraftanwendung darf nur an diesem Stahlblechträger erfolgen! Um einen Ring bei ausgebauter Welle in seinen Sitz zu bekommen, kann man oft mit einer Stecknuß, die den passenden Außendurchmesser besitzt, nachhelfen. Nuß vorsichtig auf den Ring setzen und mit ganz zarten Schlägen den Ring eintreiben. Ansonsten gaaanz sinnig auf den äußersten Rand den Rings schlagen. Darauf achten, daß der Ring nicht verkantet.

Kommentare Top

29.07.2003 | Carsten

Einen Simmerring bei eingebauter Welle mit dem Schraubenzieher herauszuhebeln, kann unangenehme Folgen haben. dies vor allem, wenn dieser vertieft sitzt und man Gefahr läuft, auf die Welle abzurutschen. In solchen Fällen gibt es noch einen alternativen Trick, den alten simmerring herauszubekommen: Man bohre vorsichtig zwei gegenüberliegende Löcher in den Rand des simmerrings. wichtig ist dabei, dass man wirklich vorsichtig bohrt und nicht die anlagefläche des Rings verletzt, eventuell mit anschlag arbeiten. dann nehme man zwei passende holzschrauben, derern spitzen man rundgefeilt hat und drehe diese in die löcher. Die schrauben wirken dann wie ein abzieher.

Astreine Idee! - vielleicht mal in die Rubrik Tipps & Tricks verschieben...? Jens

27.02.2006 | Steff

Und noch ein Tipp Aus der Afrikanischen Urwaldschmitte... :-) Ist der Wellenring noch intakt (optisch an der Dichtstelle nicht "Verfressen") verliert aber Öl und kein neuer ist zur Hand.... Einfach die Feder sorgfälltig abziehen, nach der verschraubung suchen, aufschrauben und an der eigentlichen "Mutter" (grösserer Durchmesser) einen oder zwei umdrehungen vorsichtig abschleifen, vorsichtig wieder zusammenschrauben und auch wieder mit sorgfalt an die vorgesehene stelle platzieren. Meist kullert dann kein Öl mehr! (Klar nur eine Not Reparatur aber besser als alle 100Km 2 Liter Öl nachzukippen und vorallem wenn nichts zum austauschen vorhanden halt eben doch der Retter in der Not...

Fein!JEM

Zum Artikel vom 07.11.2000
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