Leck-Bremse

Bremsflüssigkeits-Bremse

Leck-Bremse

# 191 | 29.03.2016 | JEM

Baut man Bremszylinder oder Bremssättel ab, suppt üblicherweise Bremsflüssigkeit auf den Teppich. Eine Dachlatte verhindert das.

"Wer bremst, verliert!" posaunt der verblichene Aufkleber am übermotorisierten Kleinwagen. Umkehrschluss: "Wer nicht bremst, gewinnt".
Aber was? Zwei Monate ReHa in Bad Kissingen mit Schnabeltasse und Gehbock? Oder doch gleich das Himmelreich mit Hosianna und Formel1 via Hirndiode?
 
Wenn die Karre auch nicht anspringt oder die Aufkleber verbleichen: die Bremsen sollten funktionieren. Damit sie das tun, ist Wartung nötig und Revision.
Baut man dabei einen Radbremszylinder zum Tausch oder zwecks Überholung aus, leckt die edle Bremsflüssigkeit üblicherweise auf den teuren Parkettboden in der Werkstatt . Oder den untergelegten Orientteppich.
 
Beides wird (zumindest vor Bremsöl) geschützt, wenn man das Bremspedal betätigt und festhält, bevor man das Bremssystem öffnet.
So wird im Hauptbremszylinder die Ausgleichsbohrung verschlossen und verhindert, dass Bremsflüssigkeit aus der Leitung am Radbremszylinder tropft.
 
Auf diese Weise bleibt nicht nur der Teppich sauber, sondern auch Bremsöl im System, so dass ein schlichten Entlüften nach der Montage des Bremssattels ausreicht.